Klimawandel: Erderwärmung macht nach neuen Daten weiter Tempo

Klimabilanz vom EU-Klimawandeldienst:Copernicus: 2025 war drittwärmstes je gemessenes Jahr

Mark Hugo

von Mark Hugo

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2025 belegt Platz drei im Ranking der wärmsten bisher gemessenen Jahre. Der Trend ist nach neuen Copernicus-Daten deutlich. Welche Ergebnisse der Bericht außerdem liefert.

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Um den Klimawandel erforschen zu können, braucht man eine gewaltige Menge von Daten. Die kommen aus ganz unterschiedlichen Quellen, u.a. vom EU-Klimadienst Copernicus.

14.01.2026 | 1:01 min

Auch wenn Frost, Schnee und Glatteis es gerade wenig spüren lassen: Weltweit war 2025 das drittwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Oberflächenlufttemperatur lag laut Bilanz des EU-Klimawandeldienstes Copernicus 1,47 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Im Schnitt der letzten drei Jahre lag die Erderwärmung damit bei mehr als 1,5 Grad.

Und noch ein Alarmzeichen in der Bilanz: Die letzten elf Jahre waren die elf wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen.

Erderwärmung bis 2025

ZDFheute Infografik

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Welche Monate 2025 besonders warm waren

Gemeint ist das vereinbarte Limit, die Erderwärmung im längerfristigen Durchschnitt bei möglichst unter 1,5 Grad zu halten. Das könnte, so der Bericht, mit Blick auf das aktuelle Erwärmungstempo bereits bis zum Ende des Jahrzehnts erreicht werden. 2015, als das Pariser Abkommen unterzeichnet wurde, war man noch von mehr als zehn Jahren später ausgegangen.

Allerdings: Die genauen Ursachen des erhöhten Tempos sind noch nicht abschließend erforscht. Ob es also so weitergeht oder sich die Erwärmung wieder verlangsamt, kann noch niemand mit absoluter Sicherheit sagen.

Weitere Ergebnisse des Copernicus-Berichts:

  • Der Januar 2025 war weltweit der wärmste je gemessene Januar. März, April und Mai waren jeweils die zweitwärmsten Monate.
  • In Europa war 2025 mit einer Durchschnittstemperatur von 10,41 Grad das drittwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen.
  • Im Februar schrumpfte die Meereisdecke beider Pole auf den niedrigsten Wert seit Beginn der Satellitenbeobachtungen Ende der 1970er-Jahre.

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Eine Rolle hätten laut Copernicus in den letzten drei Jahren Wetterphänomene wie El Niño und La Niña gespielt. El Niño hatte 2023 und 2024 zusätzlich erwärmt, während La Niña im vergangenen Jahr einen leicht kühlenden Effekt hatte. Der Hauptgrund aber für die Erwärmung sei, dass die Atmosphäre immer weiter mit Treibhausgasen angereichert wurde. Gleichzeitig konnten natürliche Senken wie Ozeane und Wälder weniger Kohlendioxid aufnehmen.

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Menschliche Aktivitäten sind der Treiber

"Die Atmosphärendaten aus dem Jahr 2025 zeichnen ein klares Bild", erklärt Laurence Rouil von Copernicus.

Menschliche Aktivitäten sind nach wie vor der dominierende Treiber für die außergewöhnlichen Temperaturen, die wir beobachten.

Dr. Laurence Rouil, Copernicus-Klimawandeldienst

Auch 2025 habe es daher "bemerkenswerte Extremereignisse in vielen Regionen" gegeben, so der Bericht. Darunter seien schwere Stürme in Europa, Asien und Nordamerika sowie Waldbrände in Spanien, Kanada und Südkalifornien gewesen. Es gab aber auch Rekordhitzeperioden. 2025 war die Hälfte der weltweiten Landfläche an mehr als durchschnittlich vielen Tagen starker Hitzebelastung ausgesetzt. Wetterextreme nehmen infolge des Klimawandels zu oder verstärken sich.

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Die Frage, die sich nun stelle, sei, wie wir mit den Folgen "für Gesellschaften und natürliche Systeme am besten umgehen können", mahnt Buontempo.

Dass es in der letzten Zeit in Europa eher kalt war, sehen Klimaexperten übrigens nicht als Anzeichen einer Trendwende. "Die Erwärmung geht nicht immer monoton nur nach oben", erklärt Andreas Walter vom Deutschen Wetterdienst (DWD). "Es wird auch immer wieder Ausschläge nach unten und nach oben geben."

Mark Hugo ist Redakteur in der ZDF-Umweltredaktion

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Über dieses Thema berichtete ZDFheute in dem Beitrag "2025 war drittwärmstes Jahr" am 14.01.2026 um 4:00 Uhr.

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