ZDFheute-KlimaRadar:Daten zum Klimawandel im Überblick
von Moritz Zajonz
Der Klimawandel schreitet voran - abgeschwächt wird er, wenn wir weniger CO2 und andere Treibhausgase ausstoßen. Wichtige Daten zum Klimawandel im Überblick:
Die zentrale Folge des menschengemachten Klimawandels: Auf der Erde wird es immer wärmer. Das liegt am Treibhauseffekt von Gasen wie Kohlendioxid. Die globale Erwärmung ist heute schon zu sehen und zu fühlen. Sowohl in Deutschland als auch weltweit steigen die Temperaturen im Vergleich zum langfristigen Mittelwert.
In unseren Grafiken sehen Sie, wie sich diese wichtigen Kennwerte entwickeln.
Klimawandel: Die wichtigsten Zahlen
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Deutschland will den Ausstoß von Treibhausgasen bis zum Jahr 2030 um 65 Prozent reduzieren. Der Weg dahin ist noch weit, wie ein Blick auf Deutschlands Emissionen zeigt. Diese können sie im entsprechenden Reiter der Grafik seen. Genauso wie den Ausbau der erneuerbaren Energien, bei dem zuletzt Tempo aufkam, vor allem beim Solarstrom wird zugebaut.
Ein weiteres Anzeichen für den Klimawandel ist der weltweite Anstieg des Meeresspiegels - in manchen Regionen ist der Pegel sogar schon deutlich stärker angestiegen, zum Beispiel in Bangladesch.
Wie wirkt sich der Klimawandel bei mir vor Ort aus?
Die Klimakrise ist auch in Deutschland schon zu spüren: Die Monate und Jahre werden immer wärmer im Vergleich zu den Jahren 1881 bis 1910. Das können Sie in folgender Tabelle sehen.
Sie zeigt, wie viel wärmer oder kälter die Monate in den vergangenen 100 Jahren waren. Je dunkler ein Streifen, desto stärker weicht die Temperatur von der frühindustriellen Zeit ab.
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Wenn Sie sich durchtippen, können Sie sehen: In fast allen Kreisen und kreisfreien Städten ist zu erkennen, dass es in den letzten Jahrzehnten wärmer war als früher. Trotz der kurzzeitigen Kälte in den vierziger und achtziger Jahren ist der Trend klar: Es wird in Deutschland immer wärmer.
Wichtige Fragen zur Klimakrise
beantwortet die ZDF-Umweltredaktion in diesem Beitrag:
Im Folgenden beantwortet die Redaktion zudem Fragen zu so genannten Kipppunkten - Ereignisse auf der Erde, die den Klimawandel maßgeblich vorantreiben und sich nicht mehr rückgängig machen lassen.
Eis, Ozeane, Regenwald:Die Kippunkte des Klimawandels
Daten zum Klimawandel: Quellen und Methodik
Welche Daten hat ZDFheute verwendet? Auf welcher Datengrundlage beruhen die interaktiven Darstellungen und welche zusätzlichen Berechnungen wurden gegebenenfalls noch angewandt?
Ziel des Pariser Klimaabkommens von 2015 ist es, die Erderwärmung auf 2 Grad, idealerweise 1,5 Grad zu beschränken. Dazu müssen alle teilnehmenden Länder nationale Klimaschutzziele definieren. Für Deutschland ist dies im Klimaschutzgesetz festgelegt. Die dort formulierten Ziele für 2030 und 2045 gleicht ZDFheute mit der Veränderung des Treibhausgas-Ausstoßes im Vergleich zu 1990 ab.
Die Daten werden jährlich aktualisiert.
Die Klimakrise wird nicht allein durch den Ausstoß von CO₂, Kohlenstoffdioxid, verursacht. Auch Gase wie Methan zählen zu den Treibern des Klimawandels. Diese werden unter dem Begriff "Treibhausgase" zusammengefasst. Sie führen zum Treibhauseffekt, der die menschengemachte Erderwärmung verursacht.
Im Klimaschutzgesetz für Deutschland von 2019 sind deshalb Ziele für Treibhausgas-Emissionen in sogenannten CO₂-Äquivalenten festgelegt. Da beispielsweise eine Tonne Methan und eine Tonne CO₂ nicht die gleiche Wirkung auf den Treibhauseffekt haben, werden Methan und andere Gase zur Vereinfachung in CO₂-Äquivalente umgerechnet.
Das Umweltbundesamt veröffentlicht jedes Jahr neue Daten, darunter eine Vorjahresschätzung der Emissionen für das vorangegangene Jahr. Diese Schätzung ist vorläufig und wird in späteren Veröffentlichungen aktualisiert. Da sich mindestens jedoch der Trend (mehr oder weniger Emissionen) daraus ablesen lässt, verwendet ZDFheute bereits die Vorjahresschätzung.
Die absoluten Emissionen in Millionen Tonnen CO₂-Äquivalenten vergleicht ZDFheute mit dem Ausstoß im Jahr 1990, um zu erfassen, wie viel weniger Deutschland im Vergleich zu 1990 ausstößt. An diesem Jahr orientieren sich auch die Ziele im Klimaschutzgesetz.
Um Deutschlands Stromerzeugung klimaneutral zu machen, muss die Solar- und Windkraft ausgebaut werden. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) übersetzt die Vorgaben der deutschen Klimaschutzziele für 2030 in eine bestimmte Leistung, die in Gigawatt angegeben wird.
Die Daten werden monatlich aktualisiert.
Essenziell für eine Begrenzung der Erderwärmung durch den menschengemachten Klimawandel ist die Umstellung der Energiegewinnung von fossilen Brennstoffen wie Erdöl und Erdgas auf erneuerbare Energien.
Hierbei spielen in Deutschland Sonnenenergie (Photovoltaik) und Windenergie an Land und auf dem Meer die größte Rolle. Das ISE betreibt ein Portal mit Daten der bisher gebauten Energieleistung und Szenarien für den benötigten Ausbau.
Auf diese beiden Datensätze greift ZDFheute zurück, um daraus abzuleiten, wie weit Deutschland beim Ausbau der erneuerbaren Energien ist. Dazu werden die monatlich aktualisierten Stände der installierten Leistung von Wind- und Solarkraft verglichen mit den Zielen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Die Ziele wurden auf einzelne Jahre heruntergebrochen.
Die Kernkraft als emissionsarmer Ersatz für Brennstoffe wie Erdöl und Erdgas spielt in Ländern wie Frankreich eine große Rolle, in Deutschland jedoch keine, da die Bundesregierung 2011 den Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen hat.
Seit August 2025 berechnet ZDFheute den Fortschritt anhand der gesetzlichen Ziele. Der bisherige Abgleich mit den Szenarien des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme wurde aus technischen und redaktionellen Gründen eingestellt.
ZDFheute vergleicht den aktuellsten Monatswert für Deutschland mit dem Mittelwert dieses Monats aus den Jahren 1881-1910. Ziel des Pariser Klimaabkommens ist die Begrenzung der Erderwärmung durch menschengemachten Klimawandel auf maximal 1,5 Grad Celsius. Die Erwärmung wird gemessen im Vergleich zur Temperatur zum Beginn der Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts.
Die Daten werden monatlich aktualisiert. Zwischen der Aktualisierung der Daten für Deutschland und weltweit können aufgrund unterschiedlicher Datenquellen einige Wochen bis Monate liegen.
Für eine Einordnung der aktuellen Klimaentwicklung in Deutschland zeigt ZDFheute, wie sich die Durchschnittstemperatur des letzten abgeschlossenen Monats im Vergleich zum langfristigen Mittel entwickelt hat. Das Mittel ist die Durchschnittstemperatur des jeweiligen Monats über die Periode von 1881 bis 1910. Dadurch lässt sich abschätzen, wie sehr die heutige Temperatur von der Temperatur zum Beginn der Industrialisierung abweicht.
Die Wissenschaft ist sich einig, dass der Großteil der menschengemachten Erderwärmung durch die Industrialisierung und die damit einhergehende Verbrennung von Kohle und anderen fossilen Brennstoffen verursacht wird.
ZDFheute verwendet für diese Grafik Zeitreihen des Deutschen Wetterdienstes (DWD), die seit 1880 in sehr verlässlicher Form vorliegen. Da auch diesen Werten wissenschaftliche Modelle zugrunde liegen, handelt es sich um Schätzwerte, die eine bestimmte Unsicherheit aufweisen. Der DWD berechnet die Unsicherheit für diese Daten nicht.
ZDFheute vergleicht den aktuellsten weltweiten Monatswert mit dem Mittelwert dieses Monats aus den Jahren 1881-1910. Ziel des Pariser Klimaabkommens ist die Begrenzung der Erderwärmung durch menschengemachten Klimawandel auf maximal 1,5 Grad Celsius. Die Erwärmung wird gemessen im Vergleich zur Temperatur zum Beginn der Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts.
Die Daten werden monatlich aktualisiert. Zwischen der Aktualisierung der Daten für Deutschland und weltweit können aufgrund unterschiedlicher Datenquellen einige Wochen bis Monate liegen.
Der Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur wird mithilfe der Land- und Meeresoberflächen-Temperatur berechnet. ZDFheute verwendet die Daten der US-amerikanischen Non-Profit-Organisation Berkeley Earth. Die Organisation hat die globalen Temperaturwerte in einem Datensatz zusammengefasst, der monatlich aktualisiert wird und zurückreicht bis ins Jahr 1850.
In diesem Kontext ist es gängig, die Abweichung (Anomalie) der Temperaturen von einem langjährigen Mittelwert zu berechnen. Als langjährige Mittel verwendet ZDFheute die durchschnittlichen Monatstemperaturen im Zeitraum 1881 bis 1910. Dadurch lässt sich abschätzen, wie sehr die heutige Temperatur von der Temperatur zum Beginn der Industrialisierung abweicht.
Die Wissenschaft ist sich einig, dass der Großteil der menschengemachten Erderwärmung durch die Industrialisierung und die damit einhergehende Verbrennung von Kohle und anderen fossilen Brennstoffen verursacht wird.
Da auch diesen Werten wissenschaftliche Modelle zugrunde liegen, handelt es sich um Schätzwerte, die eine bestimmte Unsicherheit aufweisen. Die Unsicherheit ist zu Beginn der Messungen ab 1850 etwas größer und hat seitdem sehr stark abgenommen. Sie liegt für die letzten Jahrzehnte bei etwa einem Zwanzigstel Grad.
Satelliten messen seit 1993 den Meeresspiegel, davor wurden die Pegel an zahlreichen Orten erfasst. Die hier verwendeten Daten fassen die Ergebnisse mehrerer Satellitenmissionen zusammen. Grundsätzlich sind Abweichungen nach oben oder unten von etwa 4 Millimetern möglich. Gegenüber dem globalen Mittel kann der Meeresspiegel an einzelnen Orten schon deutlich stärker angestiegen sein.
Die Daten werden monatlich aktualisiert.
Den weltweiten Anstieg des Meeresspiegels können Satelliten sehr präzise erfassen. ZDFheute verwendet die Satellitendaten des französischen Nationalen Zentrums für Raumfahrtforschung (CNES). Die Daten fassen die Ergebnisse mehrerer Satellitenmissionen zusammen und sind daher umfassender als andere Quellen, etwa die der Nasa.
Alles gut? Danke für Ihr Interesse am ZDFheute-Klimaradar! Wir möchten unsere Grafiken für Sie noch nützlicher machen. Dafür sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen: Was hat Ihnen gefallen? Was können wir besser machen? Und welche Zahlen zur Klimakrise fehlen Ihnen? Schreiben Sie uns mit dem Betreff "KlimaRadar" an zdfheute-feedback@zdf.de.
Redaktion: Robert Meyer, Kevin Schubert, Jennifer Werner, Kathrin Wolff
Mitarbeit: Michael Hörz (bis November 2022), Nathan Niedermeier
Design: Jens Albrecht, Luca Zink (im Auftrag des ZDF)
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