Schlagzeilen
Schlagzeilen zu aktuellen Ereignissen - kurze Nachrichten im Ticker
Atomstreit USA-Iran: Iran mit Entwurf für Atomabkommen
Der Iran hat nach eigenen Angaben einen Entwurf für ein neues Atomabkommen mit den USA übermittelt. Außenminister Abbas Araghtschi präsentierte die "Elemente bezüglich einer möglichen Vereinbarung" kurz vor Beginn der dritten Verhandlungsrunde dem omanischen Vermittler, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. In Genf gehen Delegationen aus den USA und Iran in eine wichtige Verhandlungsrunde. Für den Iran ist Araghtschi dabei, für die USA der Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner.
USA und Iran verhandeln: Atomgespräche in Genf gestartet
Die Delegationen aus den USA und dem Iran sind am Ort einer entscheidenden Verhandlungsrunde in Genf eingetroffen. Laut iranischen Medien fuhren Konvois beider Seiten zur Residenz des Oman, der erneut Vermittler ist. Bei den Verhandlungen geht es unter anderem um das iranische Atomprogramm. Die USA wollen verhindern, dass die Führung in Teheran Atomwaffen entwickelt. Irans Regierung bestreitet entsprechende Absichten, zeigt sich aber zu einer Nuklearbegrenzung bereit, wenn dafür Sanktionen aufgehoben werden.
Ukraine-Krieg: Russische Angriffe fordern Verletzte
Bei schweren russischen Angriffen sind in der Ukraine einige Menschen verletzt worden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach in sozialen Medien von Dutzenden Verletzten und Zerstörungen in acht Gebieten. Erneut sei die Energieinfrastruktur Ziel gewesen. Laut Selenskyj setzte Russland 420 Drohnen und 39 Raketen ein. Die meisten Raketen seien abgewehrt worden. In Charkiw sprach Gouverneur Oleh Synjehubow von 16 Verletzten. In Saporischschja wurden laut Gouverneur Iwan Fedorow mindestens acht Menschen verletzt.
Equal Pay Day: Gender Pay Gap bleibt unverändert
Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr nicht weiter geschlossen. Unverändert verdienten Frauen im Schnitt pro Arbeitsstunde 16 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen, teilte das Statistische Bundesamt mit. Noch 2024 hatte sich die Lücke um 2 Prozentpunkte verringert. 2006 hatte der Verdienstunterschied (unbereinigter Gender Pay Gap) noch 23 Prozent betragen. Weiterhin ist der Unterschied im Osten mit fünf Prozent kleiner als im Westen der Republik (17 Prozent).
Verdacht illegaler Einfuhren: Zoll durchsucht Firmen in Hamburg
Der Zoll hat wegen des Verdachts illegaler Einfuhren aus Russland drei Firmen in Hamburg durchsucht. Ein Geschäftsführer stehe im Verdacht, in mehr als 900 Fällen gegen das Russland-Embargo verstoßen zu haben, teilte das Zollfahndungsamt Essen mit, das die Durchsuchungsbeschlüsse gemeinsam mit Kräften aus Hamburg vollstreckte. Es sollen Waren im Wert von mehr als vier Millionen Euro mittelbar aus Russland eingeführt worden sein. Unklar war zunächst, um was für eine Art von Waren es sich handelte.
Drittstaat-Abschiebung illegal: US-Richter stoppt Abschiebungen
Ein Bundesrichter in Boston hat die Praxis des US-Heimatschutzministeriums für rechtswidrig erklärt, Migranten in Schnellverfahren in Drittstaaten abzuschieben. Die Personen hätten ein Anrecht auf ein Verfahren, um die Abschiebungen in Drittstaaten anzufechten, so Richter Brian Murphy im Urteil. US-Gesetze untersagten Abschiebungen in Länder, wo den Betroffenen Gefahr aufgrund ihrer "Rasse, Religion, Nationalität oder politischen Ansichten" drohe. Das Heimatschutzministerium hat Menschen in Drittstaaten abgeschoben.
87-Jähriger in Niedersachsen tot: Familienangehöriger unter Verdacht
Ein Familienangehöriger soll in Niedersachsen einen 87-jährigen Mann getötet haben. Wie die Polizei in Harburg mitteilte, wurde sie am Mittwochabend in die Gemeinde Wistedt gerufen. Angehörige hatten den Senior dort tot in seinem Haus gefunden. Nach ersten Erkenntnissen wurde der Mann getötet. Die Polizei leitete Ermittlungen ein, bei denen ein 60-Jähriger "aus dem familiären Umfeld" unter Tatverdacht geriet. Er wurde vorläufig festgenommen. Die Ermittlungen zu den Hintergründen und zur Todesursache dauerten an.
Ausbildung chinesischer Piloten: US-Kampfpilot festgenommen
Die US-Justiz wirft einem erfahrenen früheren Kampfpiloten vor, ohne Genehmigung Piloten des chinesischen Militärs trainiert zu haben. Der 65-jährige Gerald B., der in den USA unter anderem Piloten für den Einsatz von Tarnkappen-Kampfflugzeugen trainierte, sei im Bundesstaat Indiana festgenommen worden, teilte das Justizministerium mit. Feinde der USA zu trainieren, stelle "eine bedeutende Bedrohung der nationalen Sicherheit" dar, erklärte das Justizministerium. Welches Strafmaß ihm droht, ist noch unklar.
Nach tödlichem Schusswechsel: Kuba meldet Terrorverdacht
Die in einen tödlichen Schusswechsel mit kubanischen Grenzschützern vor der Küste des Inselstaats verwickelte Besatzung eines Schnellbootes hatte nach Angaben aus Havanna terroristische Absichten. An Bord seien zehn Bewaffnete gewesen, die illegal nach Kuba eindringen wollten, hieß es in einer Mitteilung des Innenministeriums. Bei dem Schusswechsel wurden demnach vier Menschen auf dem Boot getötet und sechs weitere verletzt. Es habe sich um in den USA lebende Kubaner gehandelt. Die USA kündigten eine Untersuchung an.
Unwetter in Spanien: Klimawandel verschärft Regen
Bei den verheerenden Niederschlägen in Spanien und Portugal hat der Klimawandel nach jüngsten Berechnungen eine große Rolle gespielt. Die Tage mit den heftigsten Niederschlägen sind Forschern zufolge dadurch in Südwesteuropa um ein Drittel nasser geworden als ohne Klimawandel, so eine Analyse der World Weather Attribution. Man könne zuverlässig nachweisen, dass der Klimawandel die heftigen Niederschläge noch extremer mache, erklärt die deutsche Klimaforscherin Friederike Otto vom Imperial College London.
Bezahlverfahren: Deutschland ist Bargeld-Hochburg
Deutschland und Österreich bleiben Europas Bargeld-Hochburgen. Schein und Münze werden in den beiden Ländern deutlich häufiger benutzt als in den sieben anderen europäischen Ländern, in denen sich das Marktforschungsinstitut YouGov umgehört hat. Gefragt nach ihrer häufigsten Zahlungsmethode nannten in der Umfrage im Dezember 73 Prozent der 2.026 befragten Erwachsenen in Deutschland Bargeld. 2024 lag der Anteil noch bei nur 69 Prozent. Besonders selten wird Bargeld in Schweden genutzt (25 Prozent).
Unternehmen in Deutschland: Nachhaltigkeit verliert an Gewicht
Das Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit verliert in den Unternehmen in Deutschland an Nachdruck. Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung geben fast 60 Prozent der über 800 befragten Unternehmen an, dass das Thema Nachhaltigkeit intern an Priorität verloren habe. Im Jahr davor waren es nur 14 Prozent. Laut den Autoren der Bertelsmann-Stiftung empfinden die Betriebe die unsicheren politischen Rahmenbedingungen sowie fehlende Marktanreize als stärkste Hemmnisse für mehr Transformation.
Zusammenarbeit der Länder: Rhein warnt vor AfD-Folgen
Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat für den Fall, dass die AfD erstmals ein Bundesland regiert, Konsequenzen angekündigt. Dann müsse es Veränderungen in der Art und Weise der Zusammenarbeit unter den Ländern geben, sagte Rhein in einem Funke-Podcast. Aus Sicht von Rhein müsse sehr genau geschaut werden, wie man mit sicherheitsrelevanten Informationen umgehe, die die Länder üblicherweise untereinander austauschten. Man müsse prüfen, "mit welcher Information kann man arbeiten, mit welcher Information nicht".
Urteil in Hongkong: Jimmy Lai im Betrugsfall entlastet
Ein Gericht in Hongkong hat der Berufung des inhaftierten Demokratie-Aktivisten und Medienmoguls Jimmy Lai in einem Betrugsverfahren gegen ihn stattgegeben. Die Staatsanwaltschaft habe nicht zweifelsfrei nachgewiesen, dass der Ex-Verleger und ein weiterer Angeklagter falsche Angaben gemacht hätten, erklärte das Berufungsgericht. Damit sei der Tatbestand nicht erfüllt. Lai bleibt aber trotz des juristischen Erfolgs weiter im Gefängnis - wegen einer 20-jährigen Haftstrafe, die in einem anderen Verfahren verhängt wurde.
Preiskampf und Qualität: China bereitet Mittelstand Sorge
Während Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die Beziehungen zu China stärken will, wächst im deutschen Mittelstand die Sorge vor Konkurrenz aus Fernost. Fast jeder fünfte (19 Prozent) der 3,9 Millionen hiesigen Mittelständler sieht sich steigendem Wettbewerbsdruck durch chinesische Anbieter ausgesetzt, wie eine Befragung der KfW-Bank zeigt. "Dabei konkurrieren die chinesischen Wettbewerber nicht nur mit günstigen Preisen, sondern auch mit einer steigenden Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen", heißt es darin.
Cyberdome-Konzept noch offen: Abstimmung über Cyberpakt läuft
Über den von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) angekündigten Cyber- und Sicherheitspakt mit Israel gibt es in der Regierung noch Gesprächsbedarf. In einer Antwort der Regierung auf eine Linke-Anfrage heißt es, bei der Erstellung des Konzepts für einen "Cyberdome" sei eine enge Zusammenarbeit mit Israel vorgesehen. "Konkrete Details zu einer diesbezüglichen Zusammenarbeit mit Israel sind zum aktuellen Zeitpunkt regierungsintern noch nicht abschließend abgestimmt", führt das Bundesinnenministerium aus.
Parteikongress in Nordkorea: Kim droht Südkorea mit Kollaps
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat Südkorea mit einem "vollständigen Kollaps" gedroht, falls die Sicherheit seines Landes bedroht wäre. Zudem wies er die Annäherungsversuche der südkoreanischen Regierung als plumpe Täuschung zurück, wie Nordkoreas staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete. Gegenüber den USA signalisierte er Dialogbereitschaft. Sollten die USA ihre "feindselige Politik" aufgeben und Nordkoreas Status als Atommacht akzeptieren, stünde einer friedlichen Koexistenz nichts im Wege, sagte Kim.
Industrie-Transformation: Schaeffler löst sich vom Auto
Der vor allem für die Autoindustrie tätige Zulieferer Schaeffler will künftig große Teile seines Geschäfts außerhalb des traditionellen Tätigkeitsbereichs erwirtschaften. Vorstandsvorsitzender Klaus Rosenfeld nannte etwa den Bau von Teilen für humanoide Roboter sowie Produkte für die Verteidigungsindustrie als neue Betätigungsfelder. "Wir haben uns vorgenommen, dass wir 2035 zehn Prozent unseres Umsatzes aus neuen Aktivitäten erzielen wollen", so Rosenfeld. Der Automotive-Bereich bleibe aber auf lange Sicht ein Hauptfeld.
Öl- und Gasheizungen: Grüne Quoten im neuen Heiz-Gesetz
Die Bundesregierung hat sich auf Eckpunkte für ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) geeinigt. Es soll das alte "Heizungsgesetz" ablösen. Das GMG sieht unter anderem die Einführung einer "Grüngasquote" sowie einer "Grünheizölquote" vor. Dabei sollen ab 2028 Heizöl und Gas zunächst zu einem Hundertstel aus klimafreundlichem Öl oder Gas bestehen. Verpflichtet werden sollen dazu die Inverkehrbringer, also etwa Mineralölkonzerne und Händler. Die Quote soll dann schrittweise angehoben werden.
China-Reise: Merz besichtigt Verbotene Stadt
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat seinen China-Besuch mit der Besichtigung der Verbotenen Stadt in Peking fortgesetzt, die mehr als 500 Jahre lang als Kaiserpalast diente. In seinem Eintrag ins Gästebuch wünschte er Deutschland und China Tempo, Kraft und Energie für "ein Jahr der Zusammenarbeit und des Wachstums". In China hat gerade das Jahr des Pferdes begonnen. Am Vormittag wird Merz in die südchinesische Metropole Hangzhou weiterreisen. Die Stadt ist ein wichtiger Standort für Hightech-Unternehmen.
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