Neues Heizungsgesetz: Droht wieder Chaos bei Wärmepumpe und Co.?

Neues Heizungsgesetz wohl bis Frühjahr:Bringt 2026 ein neues Heizungs-Chaos?

Mark Hugo

von Mark Hugo

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Das "Heizungsgesetz" kommt weg. So hat es die Regierung angekündigt. Nach fast einem Jahr steht fest: Es bekommt einen neuen Namen. Die genauen Inhalte sind dagegen noch offen.

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Vom "Heizhammer" war 2024 die Rede und davon, dass den Menschen die Wärmepumpe aufgezwungen werden sollte. Auch wenn nicht alles stimmte, was damals geschrieben und gesagt wurde: Die Aufregung um die Änderung des Gebäudeenergiegesetz (GEG) war groß und bremste den Absatz mit Wärmepumpen und damit die dringend notwendige Wende im Gebäudebereich kräftig aus. Inzwischen hat sich die Branche zwar erholt. Die Angst vor neuem Chaos ist aber groß.

 Eine Wärmepumpe steht in einem Raum im Kompetenzzentrum der Innung Sanitär, Heizung und Klima Berlin.

Die neue Bundesregierung wird das Gebäudeenergiegesetz von Robert Habeck, auch als "Heizungsgesetz" bekannt, laut Koalitionsvertrag abschaffen - und das neue "technologieoffener" machen.

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Regierung verspricht Abschaffung des Gebäudeenergiegesetzes

Grund sind die Pläne der Bundesregierung, das Gebäudeenergiegesetz (GEG), das gerne auch "Heizungsgesetz" genannt wird, abzuschaffen. Das war schon im Wahlkampf der erklärte Plan.

Passiert ist das bisher nicht. Das liegt vor allem daran, dass in der Koalition noch darüber gestritten wird, wie ein mögliches neues Gesetz aussehen könnte. Vor allem geht es darum, wie strikt (SPD) oder weich (CDU) die Vorgaben beim Einbau neuer Heizungen künftig sein sollen.



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Heizungs-Branche fürchtet Marktchaos

Bisher wurde mehrfach eine Einigung verschoben. "Das hat für erhebliche Verunsicherungen gesorgt", sagt Prof. Manfred Fischedick vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie. "Menschen haben nicht mehr investiert, Unternehmen haben nicht mehr investiert. Jetzt braucht es Klarheit." Und auch in der Branche geht die Angst um:

Es wäre fatal, wenn wir jetzt erneut ein Marktchaos bekommen.

Jasper Honig, Wärmepumpenhersteller Aira

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Neuer Name für neues "Heizungsgesetz"

Immerhin eines wurde nun im Dezember entschieden: "Das sogenannte Heizungsgesetz wird abgeschafft, es wird künftig Gebäudemodernisierungsgesetz heißen", erklärte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Bis Ende Februar soll es beschlossen sein, so der Plan. Bis dahin dürfte weiter über die Details gestritten werden.

Denn was genau im Gesetz mit neuem Namen stehen wird, ist noch offen. Laut Regierung soll es "technologieoffener, flexibler und einfacher" sein als das alte. Experte Fischedick erwartet allerdings nur "ganz, ganz wenige Änderungen".

Mehr wird man auch nicht durchsetzen können, weil man sonst den Klimaschutzzielen nicht gerecht wird.

Prof. Manfred Fischedick, Wuppertal Institut

Daneben sei man auch auf europäischer Ebene an Rahmenbedingungen gebunden, so Fischedick.

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Strafzahlungen drohen bei Verfehlen der Ziele

Ohne moderne Heizungen, also vor allem Wärmepumpen, werde es in Zukunft nicht gehen. Das weiß wohl auch die Bundesregierung. Und auch, dass hohe Strafzahlungen drohen, sollten die auf EU-Ebene geforderten Ziele für den Gebäudesektor nicht erreicht werden.

Im Grundsatz könnte es also auch im neuen Gesetz mit neuem Namen bei der bisherigen Regelung bleiben, dass neue Heizungen zu mindestens 65 Prozent oder in einer ähnlichen Größenordnungen aus erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Um "auf Klimakurs" zu bleiben, fordern genau das Umweltschutzverbände wie BUND oder WWF.

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Warnung vor "fossiler Kostenfalle"

Aber auch, um Haushalte davor zu schützen, in die "fossile Kostenfalle" zu tappen, indem sie etwa weiter auf neue Gas-Heizungen setzen. Sicher ist nämlich: Heizen mit Öl und Gas wird künftig wegen des stetig steigenden CO2-Preises teurer werden.

Das Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) etwa erwartet, dass ein Vier-Personen-Haushalt, der noch mit Gas heizt, ab 2028 mit rund 1.000 Euro höheren Heizkosten pro Jahr rechnen müsste. Vor steigenden Kosten warnt auch der Verbraucherzentrale Bundesverband. Es dürfe daher keine Fehlanreize geben.

Auch wenn Details und auch der Umfang der künftigen Förderung klimafreundlicher Heizungen noch nicht feststehen: Wichtig sei vor allem, schnell wieder "echte Planbarkeit" zu haben - für Verbraucher und Branche, fordert Jasper Honig: "Wenn die Politik das Gesetz nun unter neuem Namen verpackt, um ein lange versprochenes Symbol einzulösen, sei es drum. Entscheidend ist, dass es inhaltlich keine Rückschritte gibt."

Mark Hugo ist Redakteur in der ZDF-Umweltredaktion.

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