Rekord bei Einnahmen von CO2-Zertifikaten in Deutschland

Emissionshandel in Deutschland:Rekord bei Einnahmen von CO2-Zertifikaten

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Mit CO2-Zertifikaten kaufen Unternehmen die Erlaubnis, Treibhausgase auszustoßen. Damit finanziert werden Klimaschutz und Energiewende. 2025 lagen die Einnahmen auf Rekordniveau.

Treibhausgase

Deutschland hat im vergangenen Jahr über 21 Milliarden Euro aus dem europäischen und dem nationalen CO2-Emissionshandel eingenommen. Das sind rund drei Milliarden Euro mehr als im Jahr zuvor.

07.01.2026 | 0:37 min

Deutschland hat im vergangenen Jahr einen Einnahmerekord mit dem Verkauf von Kohlendioxid-Verschmutzungsrechten erzielt. Aus dem europäischen und dem nationalen Emissionshandel kamen 2025 mehr als 21,4 Milliarden Euro zusammen, wie die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) in Berlin mitteilte. 2024 lag der Wert bei 18,5 Milliarden. Die DEHSt gehört zum Umweltbundesamt (UBA).

Einnahmen finanzieren Energiewende und Klimaschutz

Das Geld fließt vollständig in den Klima- und Transformationsfonds, aus dem Maßnahmen für Energiewende und Klimaschutz finanziert werden. Mit dem Geld wird etwa die energetische Gebäudesanierung gefördert, der Umbau der Industrie Richtung Klimaneutralität, die Wasserstoffwirtschaft oder der Ausbau des Ladesäulennetzes für Elektroautos.

Abgase werden von einer Fabrik in die Luft geblasen

Wie der Emissionshandel mit CO2-Zertifikaten funktioniert - und welche Kritik es an dem Verfahren gibt.

03.11.2021 | 1:33 min

Emissionsberechtigungen werden seit 2008 verkauft. Die seitdem erzielten Gesamterlöse überschritten den Angaben zufolge im Dezember die 100-Milliarden-Euro-Marke. Umweltbundesamt-Präsident Dirk Messner erklärte:

Der Emissionshandel hat sich zum zentralen sektorübergreifenden Klimaschutzinstrument entwickelt.

Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes

Zusammen mit anderen Maßnahmen setze die CO2-Bepreisung entscheidende Impulse für den klimaschonenden Umbau der Gesellschaft.

Die Umweltminister der EU-Länder haben sich darauf geeinigt, den europäischen Emissionshandels im Verkehr und bei Gebäuden um ein Jahr zu verschieben. Florian Neuhann berichtet.

Die Umweltminister der EU-Länder haben sich darauf geeinigt, den europäischen Emissionshandel im Verkehr und bei Gebäuden um ein Jahr zu verschieben. Florian Neuhann berichtet.

05.11.2025 | 1:01 min

Zertifikate für rund 74 Euro pro Tonne Kohlendioxid

Die Bepreisung von Treibhausgasen soll Wirtschaft und Verbrauchern einen Anreiz geben, weniger fossile Brennstoffe zu verwenden. Es gibt ein europäisches und ein nationales Handelssystem. Kraftwerke, große Industrieanlagen, der innereuropäische Luftverkehr sowie der Seeverkehr benötigen die europäischen Berechtigungen. Pro Tonne ausgestoßenem CO2 müssen sie ein Zertifikat bei der Emissionshandelsstelle abgeben.

Erwerben können sie diese Verschmutzungsrechte unter anderem bei Versteigerungen an der Energiebörse in Leipzig. Im europäischen Emissionshandel wird die Menge der zugeteilten Berechtigungen jährlich gesenkt, um die Emissionen schrittweise immer stärker zu begrenzen. Die europäischen Zertifikate kosteten 2025 im Schnitt 73,86 Euro (2024: 65 Euro).

Das Kohlekraftwerk Warrick Power Plant in Newburgh, USA, ist in Betrieb.

Laut Forschern der britischen Universität Exeter nimmt der CO2-Ausstoß weiter zu. Das 1,5-Grad-Ziel sei nicht mehr realistisch.

13.11.2025 | 0:25 min

Emissionshandel soll CO2-Ausstoß senken

Im nationalen Emissionshandelssystem geht es darum, den klimaschädlichen CO2-Ausstoß in den Bereichen Wärme und Verkehr zu senken. Erfasst werden die Brennstoffe Benzin, Diesel, Heizöl, Flüssig- und Erdgas sowie Kohle. Seit 2024 wird die Abgabe auch auf die Verbrennung von Abfällen erhoben.

Die CO2-Abgaben werden etwa bei den Gaslieferanten oder Unternehmen der Mineralölindustrie erhoben, die diese dann an die Verbraucherinnen und Verbraucher weiterreichen. Im Unterschied zu den europäischen Zertifikaten werden die nationalen bislang nicht verknappt. Außerdem waren die Preise für die Berechtigungen bislang festgelegt.

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Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 07.01.2026 um 10:51 Uhr.

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