Paris-Roubaix: Van Aert gewinnt im Spurt gegen Pogacar

Sieg im Spurt gegen Tadej Pogacar:Wout van Aert gewinnt Paris-Roubaix

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Wenige Meter haben den Spurt zweier Radsport-Größen entschieden: Wout van Aert gewinnt Paris-Roubaix vor Tadej Pogacar. Im Frauen-Rennen siegte zum ersten Mal eine Deutsche.

Der belgische Fahrer Wout van Aert fährt vor dem slowenischen Fahrer Tadej Pogacar zwischen Compiègne und Roubaix in Nordfrankreich am 12. April 2026.

Am Ende hat Wout van Aert den besseren Punch: Der Belgier gewinnt im Velodrome den Rad-Klassiker Paris-Roubaix im Spurt vor Tadej Pogacar.

21.03.2025 | 0:22 min

Tadej Pogacar hat den Sieg bei Paris-Roubaix und damit seinen noch fehlenden Erfolg bei den fünf bedeutendsten Eintagesrennen des Radsports verpasst. In einem von vielen Defekten und wilden Wendungen geprägten Rennen unterlag der 27-Jährige dem Belgier Wout van Aert, der sein zweites Monument nach Mailand-Sanremo 2019 gewann. Dritter wurde van Aerts Landsmann Jasper Stuyven. Titelverteidiger Mathieu van der Poel kam nach viel Pech auf Platz vier.

Pogacar hat die anderen Radsport-Monumente Mailand-Sanremo, Lüttich-Bastogne-Lüttich und die Lombardei-Rundfahrt mindestens einmal gewinnen können. Alle fünf dieser Klassiker zu gewinnen, haben bislang nur die drei Belgier Eddy Merckx, Roger De Vlaeminck und Rik Van Looy geschafft.

Ich hatte noch Hoffnung auf den Sprint, aber meine Beine waren wie Spaghetti. Er hat auf den Champs-Élysées gewonnen. Es ist hart, ihn zu schlagen.

Tadej Pogacar über Wout van Aert

Van der Poel, Pogacar und van Aert kämpfen mit Problemen

Das mit Spannung erwartete Duell von Pogacar mit seinem großen Widersacher van der Poel fiel aus. Der niederländische Ex-Weltmeister verpasste nach einem Defekt zur Unzeit im berüchtigten Wald von Arenberg den Anschluss und damit auch seinen vierten Sieg nacheinander. Am Ende wurde er Vierter.

Der slowenische Radrennfahrer Tadej Pogačar jubelt nach dem Rennen bei der Flandern-Rundfahrt 2026

Tadej Pogacar hat die Flandern-Rundfahrt gewonnen. Seinen Konkurrenten Mathieu van der Poel hängte der Weltmeister rund 18 Kilometer vor dem Ziel ab.

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In einer spektakulären 123. Auflage blieb aber kein Fahrer von technischen Problemen verschont. Auch Pogacar musste zweimal vom Rad und zwischenzeitlich eine Aufholjagd starten. Van Aert musste einmal aus dem Sattel, ließ sich dann aber auf den heftigen Kopfsteinpflaster-Sektoren im Zweikampf mit Pogacar nicht mehr abschütteln.

Die Entscheidung fiel entsprechend erst im Velodrome. Dort lancierte Pogacar den Sprint, doch van Aert zog vorbei und riss schnell eine Lücke. Diese konnte Pogacar nicht mehr schließen. Bester Deutscher war der Kölner Nils Politt auf Platz neun.

Koch gewinnt als erste deutsche Frau

Bei den Frauen hat Franziska Koch Radsport-Geschichte geschrieben. Die 25-Jährige ist die erste Deutsche, die sich beim Kopfsteinklassiker den Sieg sichern konnte. Koch setzte sich im Zweiersprint um den Sieg gegen die dreimalige Weltmeisterin Marianne Vos aus den Niederlanden durch. Platz drei ging mit sechs Sekunden Rückstand an die französische Tour-de-France-Siegerin Pauline Ferrand-Prévot.

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Für die deutsche Meisterin Koch war es der mit Abstand größte Karriere-Erfolg und der erst vierte Profisieg ihrer Karriere - nach den Meistertiteln 2024 und 2025 sowie einer Etappe bei der Boels Ladies Tour 2019. Die Frauen fahren erst seit 2021 durch die "Hölle des Nordens".

Mit Ausnahme der Lombardei-Rundfahrt gibt es mittlerweile von allen Radsport-Monumenten Frauen-Ausgaben. Der zuvor letzte Sieg gelang dabei Judith Arndt bei der Flandern-Rundfahrt 2012. In der langen Geschichte des Männerrennens von Paris-Roubaix haben erst zwei Deutsche triumphiert: 1896 gewann Josef Fischer die Premiere, 2015 triumphierte John Degenkolb.

Quelle: dpa / SID
Über dieses Thema berichtete das ZDF in den heute-Sendungen am 12.04.2026 ab 17:00 Uhr und ab 19:00 Uhr
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