IOC-Entscheidung gefallen:Olympia-Aus für die Nordische Kombination
Was viele befürchtet hatten, ist nun Wahrheit geworden. Die traditionsreiche und große deutsche Sportart Nordische Kombination ist nicht mehr Teil der Olympischen Winterspiele.
Das Olympia-Aus der Nordischen Kombination ist besiegelt. Wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Dienstag nach einer Sitzung seiner Exekutive bekannt gab, gehört die traditionsreiche Mischung aus Skispringen und Skilanglauf bei den Winterspielen 2030 in den französischen Alpen nicht mehr zum olympischen Programm.
Die Nordische Kombination sei laut Studien beim Publikum die unbeliebteste Sportart der Winterspiele 2014, 2018, 2022 und 2026 gewesen, begründete das IOC seine Entscheidung. Darüber hinaus konzentriere sich die Sportart zu sehr auf nur wenige Länder. Nur fünf unterschiedliche Nationen hatten bei den vergangenen vier Winterspielen Medaillen gewonnen.
Die Nordische Kombination war seit 1924 in Chamonix olympisch, die Frauen allerdings tragen erst seit 2020 Weltcups aus. Bei den Olympischen Spielen 2026 blieben Nathalie Armbruster und Co. außen vor.
Rückkehr 2034 möglich
"Wir können verstehen, dass die Athleten enttäuscht sind. Wir haben aber auch sehr gute Gespräche mit dem internationalen Verband darüber geführt, welche Erwartungen in Zukunft bestehen und dass die Möglichkeit einer Teilnahme im Jahr 2034 weiterhin besteht", sagte IOC-Präsidentin Kirsty Coventry bei einer Pressekonferenz.
Nachdem die deutschen Kombinierer in den letzten Jahrzehnten zuverlässig für Medaillen sorgten, fahren sie dieses Jahr ohne Edelmetall nach Hause. Vinzenz Geiger stürzte im letzten Lauf.
20.02.2026 | 2:24 minDOSB bedauert Entscheidung
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bedauert die Entscheidung des IOC bezüglich der Kombination. "Ich teile die Enttäuschung der Athletinnen und Athleten, die über Jahre mit großer Disziplin, Leidenschaft und Entbehrung auf die Verwirklichung ihres olympischen Traums hingearbeitet haben und nun zunächst mit dieser Entscheidung leben müssen", sagte DOSB-Präsident Thomas Weikert.
Weikert richtete den Blick nach vorne: Es sei nun umso wichtiger, "gemeinsam mit allen Beteiligten neue Perspektiven für die Nordische Kombination zu schaffen und deren sportliche Zukunft nachhaltig zu sichern."
Zwei neue Sportarten im Olympia-Programm 2030
Weiterhin dabei ist der Parallel-Riesenslalom der Snowboarder, der ebenfalls auf dem Prüfstand gestanden hatte. Die Disziplin habe seit Peking 2022 laut IOC "deutliche Verbesserungen bei verschiedenen Popularitätswerten erzielt" - anders als die NoKo.
Neu im Olympia-Programm sind Freeride (Ski und Snowboard) sowie Synchro9 hingegen (Synchroneiskunstlauf).
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