Olympische Spiele: Skibergsteigen bleibt, Zukunft der NoKo offen

IOC-Versammlung in Lausanne:Skibergsteigen bleibt olympisch, Zukunft der NoKo offen

von Christoph Schneider, Lausanne

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Bei der IOC-Vollversammlung in Lausanne wurden auch am zweiten Tag wichtige Zukunftsweichen für die Olympischen Winterspiele gestellt - eine Entscheidung wurde jedoch vertagt.

Die deutsche Skibergsteigerin Tatjana Paller bei den Olympischen Winterspielen 2026

Die deutsche Skibergsteigerin Tatjana Paller bei den Olympischen Winterspielen 2026

Quelle: IMAGO / Oryk HAIST

Die Session des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Lausanne war auch am zweiten Tag alles andere als langweilig. Nach einem umfassenden auch finanziellen Rückblick auf die vergangenen erfolgreichen Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo ging der Blick der Versammlung auf die nächsten Winterspiele 2030 in den französischen Alpen.

Ein besonderer Fokus wurde dabei auf die bei den vergangenen Winterspielen eingeführte Skisportart Skibergsteigen, englisch Ski-Mountaineering, gelegt. Die französischen Organisatoren der Winterspiele 2030 hielten ein flammendes Plädoyer für die Beibehaltung der Sportart.

Und das berühmte Tüpfelchen auf dem i setzte eine Olympiasiegerin, die Französin Emily Harrop, Goldmedaillengewinnerin 2026. Sie warb für ihren Sport und für die Fortführung gerade in den französischen Alpen. "Sie haben die Berge und die richtige Kultur, das Fachwissen und die Leidenschaft", führte die Olympiasiegerin aus und wurde mit viel Applaus bedacht. Wenig später war es amtlich - Skibergsteigen wird auch 2030 einen Platz im olympischen Wettbewerb haben.

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Bleibt die Nordische Kombination olympisch?

So klar das Votum für das Skibergsteigen war, so offen ist weiterhin die Zukunft der Nordischen Kombination, kurz NoKo. Bei dieser Vollversammlung gab es keine Entscheidung dazu. Sie soll erst in den nächsten Wochen fallen, wenn die Ergebnisse einer beauftragten globalen Attraktivitätsstudie vorliegen.

Und auch die Snowboard-Disziplin Parallelslalom steht weiter auf dem Prüfstand. Eine Entscheidung soll dazu ebenfalls in den nächsten Wochen getroffen werden.

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Prämie von 10.000 Dollar für Olympiateilnehmer

Für ordentlich Diskussionsstoff sorgte auch am Tag danach die Entscheidung des IOC, 10.000 US-Dollar (8.788 Euro) an alle Olympiateilnehmer zu zahlen. Und das rückwirkend: Alle Athletinnen und Athleten der Winterspiele 2026 können auf Antrag das Geld erhalten.

Ein Paradigmenwechsel, hatte sich doch IOC-Präsidentin Kirsty Coventry stets gegen eine Geldzahlung ausgesprochen. Für die einen ist die nun erfolgte Kehrtwende ein guter erster Schritt, für die anderen zu wenig. Anerkennen müsse man aber, dass überhaupt etwas gezahlt werde in der langen Geschichte des IOC.

IOC-Mitglied Kim Bui: "Historischer Moment"

Kim Bui, ehemalige Kunstturnerin und deutsches IOC-Mitglied, begrüßte diesen ersten Schritt, sieht aber auch das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Die 37-Jährige sagte: "Das ist ein historischer Moment in der olympischen Bewegung und der olympischen Geschichte. Denn mit den 10.000 Dollar werden nicht nur Medaillengewinner unterstützt, sondern auch alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer."

Und: "Natürlich ist es so, dass man wenn Geld fließt, immer gerne mehr hätte. Das ist jetzt erst einmal ein Startschuss gewesen." Durchaus möglich also, dass irgendwann auch mal mehr gezahlt wird.

Coe verbleibt im IOC

Zum Abschluss beschloss die Versammlung noch mehrheitlich, dass Leichtathletik-Präsident Sebastian Coe über die Altersgrenze von 70 Jahren hinaus im IOC bleiben kann. Die Vollversammlung stimmte für die Verlängerung der Amtszeit des Briten.

Coe verbleibt so weiter im Kreis der aktuell 104 IOC-Mitglieder bis zu seinem Ausscheiden an der Spitze des Leichtathletikverbandes. Der Beschluss war notwendig, denn das Alterslimit von 70 Jahren im IOC gibt es schon seit 1999. Über eine Verlängerung muss immer die Versammlung entscheiden.

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Quelle: Reuters

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Über das Thema berichtete ZDFsportstudio am 24.06.2026 um 21:00 Uhr

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