Duplantis, Mihambo & Co.:Das sind die Stars der Leichtathletik-EM
Ab dem 10.08.2026 kämpfen Athletinnen und Athleten bei der Leichtathletik-EM Birmingham um Titel. Wer sind die größten Stars der Veranstaltung?
Gibts wieder eine Flugshow in Birmingham? Armand Duplantis ist einer der Top-Stars bei der Leichtathletik-EM.
Quelle: AFPEs sind Leichtathletik-Europameisterschaften und in Birmingham hat sich viel Weltklasse versammelt. Sechs Stars der Titelkämpfe in England, die am 10.08.2026 beginnen (alle Wettkämpfe live im ZDF).
Armand Duplantis (Schweden/Stabhochsprung)
Stabhochsprung-Gold geht in Birmingham wohl nur über ihn: Armand Duplantis
Quelle: dpa | Aurelien MorissardLange schien es, als habe Sergej Bubka damals Marken für die Ewigkeit gesetzt. Duplantis zeigt mittlerweile, wie kurz eine Ewigkeit manchmal dauern kann. 6,15 m war Bubka einst gesprungen, zu seiner Zeit unerhört.
Der damals erst 20 Jahre alte Duplantis holte sich den Weltrekord 2020 von Zwischenbesitzer Renaud Lavillenie und sprang mittlerweile 16, ja: 16 Zentimeter höher als Bubka. Nur eine von 14 großen Meisterschaften, drinnen wie draußen, hat Duplantis nicht gewonnen, 2019 gab es WM-Silber in Doha. "Mondo" setzt Marken für die Ewigkeit. Diesmal aber wirklich. Wahrscheinlich.
Femke Broeders-Bol (Niederlande/800 m)
Hat ihre Paradestrecke gewechselt: Die Niederländerin Femke Broeders-Bol
Quelle: AFP | VINCENT JANNINKÜber 400 m Hürden hat die Niederländerin fast alles gewonnen, was geht. Nur Olympia-Gold nicht, das ging in Tokio wie Paris an Sydney McLaughlin-Levrone aus den USA, die schnellste Hürdenläuferin der Geschichte - und Broeders-Bol, wie sie seit ihrer Heirat heißt, "nur" die zweitschnellste.
Und weil McLaughlin-Levrone bis LA28 nicht von den Hürden lassen will, weicht die Niederländerin zumindest vorerst auf die flachen 800 Meter aus. Auch wenn die Konkurrenz dort auch europäisch immens stark ist.
Karsten Warholm (Norwegen/400 m Hürden)
Kann er seinen EM-Titel von 2024 verteidigen? Karsten Warholm
Quelle: AFP | HENRY NICHOLLSEs ist ein Unding - seit der EM 2024 hat der beste Hürdenläufer der Geschichte keinen großen Titel mehr gewonnen. Der Olympiasieger von Tokio, wo er den Weltrekord auf sagenhafte 45,94 Sekunden drückte, wurde bei den Sommerspielen von Paris nur Zweiter, bei der WM 2025 gar Fünfter - gesundheitlich passte nicht alles.
Nun ist der 30-Jährige aber wieder voll auf der Höhe, will seinen vierten EM-Erfolg in Serie. Und das soll noch lange nicht das Ende sein. Seine Motivation: "Ich habe große Angst vor der Zeit nach der Karriere."
Marcell Jacobs (Italien/100 m)
Schon mit olympischem Gold über 100 Meter dekoriert: Marcell Jacobs
Quelle: dpa | Michael KappelerEs gab gute Gründe, dem Sensations-Olympiasieger von Tokio (100 m und Staffel) keine Großtaten mehr zuzutrauen. Dem Coup von 2021 folgte bei Weltmeisterschaften und Olympia 2024 keine Einzelmedaille mehr, Jacobs kämpfte mit vielen Verletzungen.
Bei Europameisterschaften war er aber immer voll da, siegte 2022 wie 2024 und peilt nun als Europas Jahresschnellster das Triple an, das über 100 m bislang nur Walerij Borsow gelang. "Bin ich wieder der Typ von Tokio? Der war nie weg", sagt Jacobs.
Jaroslawa Mahutschich (Ukraine/Hochsprung)
Stellte 2024 einen neuen Weltrekord im Hochsprung auf: Jaroslawa Mahutschich
Quelle: AFP | Hasselt, Geoffroy van derAm Weltrekord der exzentrischen Bulgarin Stefka Kostadinowa bissen sich die größten Hochspringerinnen folgender Generationen die Zähne aus, ob Heike Henkel, Kajsa Bergqvist oder Blanka Vlasic - Kostadinowas 2,09 standen 37 Jahre lang.
Dann kam eine Wunderathletin aus der Ukraine: Mahutschich, die als 18-Jährige schon 2,04 m sprang, überquerte 2024 im Sommer ihres Lebens erst 2,10 m und wurde dann Olympiasiegerin. Und während sie um die Opfer des Krieges in ihrer Heimat trauerte, sammelte sie alle großen Titel ein. Ihr Leben ist schon jetzt filmreif - dabei wird Mahutschich erst im September 25.
Malaika Mihambo (Deutschland/Weitsprung)
Sprang zuletzt in London wieder über sieben Meter: Malaika Mihambo.
Quelle: ImagoImmer wenn es danach aussieht, dass Mihambo im reifen Leichtathletik-Alter doch nachlassen könnte, hat sie die passende Antwort parat. So geschehen zuletzt Mitte Juli, als sie in London mit 7,05 m so weit flog wie seit ihrem EM-Triumph 2024 nicht mehr.
Mihambo hat alles gewonnen, Olympia, WM, EM, teils mehrfach. Und die 32-Jährige, die längst eine ganz Große der Weltleichtathletik ist, sieht immer noch Verbesserungspotenzial. Das treibt sie an.
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