IOC hebt Sanktionen gegen Russland vorerst auf

Rückkehr in Weltsport geebnet:IOC hebt Sanktionen gegen Russland vorerst auf

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Das IOC hat die Sanktionen gegen das NOK Russlands vorläufig aufgehoben. Damit ist der Weg zur Rückkehr in den Weltsport geebnet.

Russische Flagge vor den olympischen Ringen

Das IOC hat Russland die Rückkehr in den Weltsport geebnet.

Quelle: dpa

Das Internationale Olympische Komitee öffnet Athletinnen und Athleten aus Russland den Weg zur Rückkehr in den Weltsport. Am Dienstag gab das IOC nach einer Sitzung der Exekutive bekannt, dass die Sanktionen gegen das Nationale Olympische Komitee Russlands ROC vorläufig aufgehoben und die Empfehlungen an die Fachverbände damit hinfällig sind.

Russische Mannschaften könnten damit ebenso wieder bei internationalen Wettbewerben an den Start gehen wie russische Sportler bei den Qualifikationen für die Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles.

Dafür müssen sie die Anforderungen im Anti-Doping-Kampf erfüllen: Jeder russische Athlet muss sich mehreren Tests unterziehen, bevor er wieder an internationalen Wettkämpfen teilnehmen darf.

IOC: Sport und Politik trennen

Unter der eigenen Flagge und Hymne dürfen russische Sportler und Teams zumindest bei Olympischen Spielen vorerst nicht starten. Die Entscheidung darüber werde zu einem späteren Zeitpunkt fallen. Wie die Weltverbände sich dazu verhalten, liege in deren Ermessen, teilte das IOC mit.

Nach Meinung der Dachorganisation dürfe der Start von Athleten bei internationalen Wettkämpfen "nicht durch das Handeln ihrer Regierungen eingeschränkt werden, einschließlich der Beteiligung an einem Krieg oder Konflikt". IOC-Präsidentin Kirsty Coventry betonte, dass russische Regierungsfunktionäre weiter nicht zu Olympischen Spielen eingeladen und auch keine IOC-Veranstaltungen nach Russland vergeben werden.

Kirsty Coventry am 22.02.26

Bei der Abschluss-Pressekonferenz des IOC wirkt Präsidentin Kirsty Coventry unvorbereitet und attackiert das eigene Team. Beobachter sind verwundert.

22.02.2026 | 3:10 min

Russland begrüßt die Entscheidung

Russland begrüßte die Entscheidung. "Das IOC sendet ein klares Signal: Die olympische Bewegung muss frei von Politik bleiben", erklärte der russische Sportminister Michail Degtjarjow auf Telegram.

Nach dem Angriff Russlands und des Verbündeten Belarus auf die Ukraine im Februar 2022 hatte das IOC den Ausschluss beider Aggressoren ausgesprochen, im Herbst 2023 Russlands Nationales Olympisches Komitee suspendiert, nachdem das ROC vier von Russland annektierte Gebiete aufgenommen hatte.

Bei den Olympischen Winterspielen 2026 im Mailand und Cortina waren 13 russiche Sportler als neutrale Athleten zugelassen. Im Mai hob das IOC die Sanktionen gegen Athleten aus Belarus auf. Diese dürfen in internationalen Wettkämpfen wieder unter eigener Flagge und mit eigener Hymne starten, auch Mannschaften sind wieder zugelassen.

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Quelle: Reuters

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Quelle: SID, dpa
Über das Thema berichtete das ZDF in den heute-Nachrichten am 07.07.2026 ab 19 Uhr.
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