Kein Happy Birthday: Neuendorf muss WM-Schäden beseitigen

DFB-Präsident Neuendorf ist rund um seinen Geburtstag wieder mal als Krisenmanager gefragt. Nach dem WM-Debakel soll zeitnah Klopp als neuer Bundestrainer präsentiert werden.
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DFB-Präsident Neuendorf ist rund um seinen Geburtstag wieder mal als Krisenmanager gefragt. Nach dem WM-Debakel soll zeitnah Klopp als neuer Bundestrainer präsentiert werden.
Mit fünf Toren gehört Norwegens Erling Haaland zu den gefährlichsten Angreifern der WM - doch Brasiliens Abwehrspieler sind vor dem Achtelfinale am Sonntag (22 Uhr) auf die Wucht des Ausnahmestürmers vorbereitet. "Jeder weiß, wie er spielt", sagte Trainer Carlo Ancelotti, "ich muss meinen Verteidigern nicht erklären, wie sie gegen ihn vorgehen sollen." Gerade für die beiden Innenverteidiger der Brasilianer ist Haaland kein Unbekannter. Gabriel, der beim FC Arsenal unter Vertrag steht, bekommt es mit dem Angreifer von Manchester City regelmäßig in der englischen Premier League zu tun. Kapitän Marquinhos von Paris St. Germain traf bereits in der Champions League auf Haaland.
"Ich glaube nicht, dass es so etwas wie einen Anti-Haaland-Plan gibt", sagte Ancelotti deshalb in vollem Vertrauen auf seine Defensive. Mittelfeldspieler Bruno Guimaraes indes warnte vor dem einstigen Dortmunder: "Wir müssen verhindern, dass der Ball zu ihm gelangt", sagte er. "Wir müssen zwar angreifen, aber wir müssen sicherstellen, dass jemand an ihm dranbleibt, denn mit einem einzigen Ball kann er das Spiel entscheiden."
Im WM-Achtelfinale kommt Bundesliga-Schiedsrichter Felix Zwayer wieder zum Einsatz. Für das Nachbarduell des Europameisters Spanien gegen Portugal mit Altstar Cristiano Ronaldo am Montag (21 Uhr/ZDF) in Dallas ist der 45-Jährige vom Weltverband FIFA als Vierter Offizieller eingeteilt worden.

Bei der WM gelten für Torhüter im Fünf-Meter-Raum plötzlich neue Maßstäbe. FIFA-Schiedsrichterchef Collina mache seine eigenen Regeln, kritisiert Thorsten Kinhöfer im ZDF.
Brasilianische Fans haben vor dem WM-Achtelfinale gegen Norwegen den bekannten Ruder-Schlachtgesang der Wikinger mit einer Samba-Version aufgegriffen. Zu den Klängen des brasilianischen Funk-Hits "Dança do Créu" ahmten sie die charakteristischen Ruderbewegungen der norwegischen Fußball-Fans nach, wie Videoaufnahmen aus New York zeigen.
Mit dem schon legendären Jubel-Ruder-Ritual haben sich die Skandinavier vor und während der WM einen Namen gemacht. "Das Rudern ist ein Markenzeichen der norwegischen Fans geworden. Es gehört zu dieser WM", sagte Norwegens Coach Stale Solbakken bei der Pressekonferenz vor der Partie.
Thomas Tuchel rechnet im Achtelfinal-Knaller der englischen Nationalmannschaft im legendären Aztekenstadion mit einem rasanten Attacke-Beginn der Mexikaner. "Die ersten 15, 20 Minuten werden die härtesten für uns", prophezeite der deutsche Coach der Three Lions knapp 24 Stunden vor dem Anstoß in dem Fußball-Tempel der mexikanischen Hauptstadt (Montag, 2 Uhr).
"Sie werden uns einen Geschmack von der Intensität geben. Wir müssen die besten Leistungen aus den bisherigen Spielen (dieser WM) zusammenbringen, um Mexiko zu schlagen", betonte Tuchel.
Von wegen Schützenfest: Paraguay wehrt sich gegen den großen Favoriten mit allen, immer wieder auch unfairen Mitteln und verliert am Ende "nur" mit 0:1. "Wir haben gezeigt, dass wir nicht nur Offensivfußball spielen können", sagte Siegtorschütze Kylian Mbappé, nachdem er nach dem Abpfiff erleichtert seine Freude herausgebrüllt hatte.
Mit Blick auf die ruppige Gangart des Gegners ergänzte der Superstar: "Wenn wir uns die Hände schmutzig machen müssen, dann machen wir uns die Hände schmutzig. Ich habe kein Problem damit. Sie wollten nur kämpfen. Wir können auch dreckig spielen, aber waren trotzdem besser als sie."
Als ihre Heldengeschichte beendet war, gingen die kanadischen Fußballer mit erhobenem Kopf. "Ich bin sehr stolz. Ich finde, wir haben ein großartiges Turnier gespielt", sagte Stephen Eustáquio nach dem 0:3 (0:0) des Co-Gastgebers im WM-Achtelfinale gegen Marokko: "Ich denke, alle zu Hause sollten sehr stolz sein."
Auch Trainer Jesse Marsch fand nur lobende Worte. "Wir haben die Nummer sieben der Welt total kontrolliert, total. Wir waren die aggressivere Mannschaft", sagte der US-Amerikaner, "an einem anderen Tag hätten wir vielleicht die Führung erzielt und gewonnen. Ich bin sehr stolz auf diese unglaubliche Leistung."
Offensivspieler Raphinha steht Brasilien im WM-Achtelfinale gegen Norwegen wieder zur Verfügung. Der Angreifer des FC Barcelona, der im zweiten Gruppenspiel gegen Haiti (3:0) eine Muskelverletzung im Oberschenkel erlitten hatte, kehrt am Sonntag (22 Uhr) in East Rutherford in den Kader der Selecao zurück.
Raphinha mache "sehr gute Fortschritte", sagte Nationaltrainer Carlo Ancelotti am Tag vor der Partie: "Er ist noch nicht vollständig fit, aber er kann auf der Bank sitzen. Falls nötig, kann er einige Minuten spielen und uns in bestimmten Situationen helfen."

Mit Marokko ist bei der WM zu rechnen: Beim 3:0 gegen Kanada bestätigt das Team, warum es zu den Mitfavoriten gehört - diesmal dank Effizienz und Doppelpacker Ounahi.

Kultfigur Jan Aage Fjørtoft erklärt vor dem WM-Achtelfinale gegen Brasilien, warum Norwegen mittlerweile mit den Großen mithält und warum Haaland für ihn der beste Spieler ist.
Hervé Renard ist nach nur zwei WM-Spielen als Nationaltrainer Tunesien zurückgetreten. Seinen Abschied verkündete der 57 Jahre alte Franzose in den sozialen Medien: "Es war mir eine Ehre, die Farben Tunesiens zu tragen und diese unvergessliche Erfahrung zu machen."
Renard hatte nach dem 1:5 der Tunesier zum Auftakt gegen Schweden die Nachfolge von Sabri Lamouchi angetreten. Unter seiner Regie verloren die Nordafrikaner auch die Partien gegen Japan (0:4) und die Niederlande (1:3).
Nach ihrem Vorrunden-Aus hat die iranische Nationalmannschaft nochmals den Hauptausrichter hart kritisiert. Die WM solle ein "ein Fest des Fußballs, der Freundschaft zwischen den Nationen und des gegenseitigen Respekts sein - und keine Plattform für politische Einmischung, diskriminierende Praktiken, Rassismus oder unprofessionelles Verhalten", hieß es in einem Statement.
Die iranische Nationalmannschaft musste wegen Einreisebeschränkungen für jedes Spiel aus dem WM-Quartier im mexikanischen Tijuana in die USA einreisen und durfte nur kurz vor und nach den Spielen in den Vereinigten Staaten bleiben. Der Iran hatte den Einzug in die K.-o.-Runde knapp verpasst.
Für Bayern-Neuzugang Ismael Saibari ist das Achtelfinale Marokkos gegen Kanada wegen einer Verletzung vorzeitig zu Ende gegangen. Der 25-Jährige musste nach 22 Minuten ausgewechselt werden. Über die Schwere der Verletzung ist bislang nichts bekannt.
Saibari von der PSV Eindhoven erhält bei den Bayern einen Vertrag bis zum 30. Juni 2031. Die Ablösesumme soll Schätzungen zufolge im Bereich von 55 Millionen Euro liegen.
Die USA feiern ihren 250. Geburtstag – und die Fußball-Nationalmannschaft liefert den passenden Anlass: den Einzug ins Achtelfinale. Zwischen Flaggen, Feuerwerk und Milliardenumsätzen wird der 4. Juli zum doppelten Ereignis.