CL-Niederlage gegen Inter:Wie Müller Bayern ins Halbfinale hieven will
von Maik Rosner
Müller richtet nach der Niederlage gegen Inter sofort den Blick nach vorne, damit es für Bayern noch klappt mit dem CL-Halbfinale. Doch die Münchner erahnen ein zähes Rückspiel.
Später Schock für den FC Bayern in der Champions League: Gegen Inter Mailand verlieren die Münchner.
Quelle: ddpThomas Müller klatschte sofort nach dem Abpfiff in die Hände, um seine Kollegen beim FC Bayern aufzumuntern. Den Schock durch das späte Gegentor und dadurch die 1:2 (0:1)- Niederlage gegen Inter Mailand im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League saß schließlich tief.
Doch der 35 Jahre alte Rekordspieler dachte sofort ans Rückspiel am kommenden Mittwoch im Giuseppe-Meazza-Stadion. "Wir haben jetzt Halbzeit, haben das Hinspiel gespielt", erinnerte Müller. Man habe sich das Ergebnis anders vorgestellt.
Aber wir wissen, dass da auf jeden Fall noch einiges drin ist.
Thomas Müller, FC Bayern München
Zwei Glanzmomente von Inter Mailand bringen den FC Bayern in die Bredouille. Weil die Münchner Chancen liegen lassen und Inter clever kontert, verlieren sie das Hinspiel mit 1:2.
09.04.2025 | 2:59 minChampions League: Finale am 31. Mai als Bayerns Fernziel
Müllers Aufmunterungen richteten sich nicht allein an die Kollegen, sondern auch an sich selbst. Denn erstens hatte Müllers Ausgleich rund zehn Minuten nach seiner Einwechselung nicht zu einem Remis gereicht, das eine deutlich bessere Ausgangsposition bedeutet hätte. Und zweitens war die Aufmunterung auch angezeigt, um das Fernziel, das Finale am 31. Mai in der eigenen Arena, fest im Blick zu behalten.
Käme es am Mittwoch in Mailand zum Aus, bliebe nur der Meistertitel als Ziel. Zudem wäre auch Müllers bestenfalls kitschiger Abschied aus der Münchner Arena hinfällig.
Trainer Kompany mit Zuversicht
Deshalb versuchten sich auch andere beim FC Bayern, den Blick schnell wieder nach vorn zu richten. "Wenn man sich anschaut, wie viele Chancen wir hatten gegen diese defensivstarke Mannschaft, dann schießt du normalerweise zwei oder drei Tore", befand Vincent Kompany.
Der Trainer wollte das als Lob für seine Belegschaft verstanden wissen und als Grund zur Zuversicht. Doch der frühere Innenverteidiger weiß auch:
Nächste Woche dürfen wir nicht viele Fehler machen.
Vincent Kompany, Trainer vom FC Bayern München
Inter Mailand trifft nach Kanes verpasster Chance
Kompanys Mannschaft hatte es sich ja selbst zuzuschreiben, dass sie sich keine bessere Ausgangslage erspielt hatte. Zunächst vergab sie mehrere Großchancen, allen voran durch den freistehenden Rechtsschuss von Harry Kane an den Pfosten. Danach ließ sie sich von Inters schönem Schnellangriff übertölpeln als Lautaro Martínez sehenswert mit dem Außenrist zum 0:1 vollendete.
Auch später, nachdem das Spiel durch Müllers Ausgleich per Dropkick nach Konrad Laimers Flanke seinen emotionalen Höhepunkt erlebt hatte, machten sich die Bayern die schöne Geschichte genauso zunichte wie bessere Aussichten aufs Halbfinale. Nur drei Minuten nach Müllers 1:1 ließen sie einen Konter zu, an dessen Ende Davide Frattesi das Münchner Publikum verstummen ließ.
Bayern ohne Musiala - sechs weitere Ausfälle
"Wir haben vieles gut gemacht, haben gut verteidigt und waren effizient vor dem Tor", sagte Inters Torwart Yann Sommer, der 2023 vom FC Bayern nach Mailand gewechselt war.
Bei allem positiven Denken ahnen die Bayern, dass sie im Rückspiel vor einer Herkulesaufgabe stehen. Zwar genügt ihnen ein Tor, um eine Verlängerung zu erreichen. Doch der italienische Meister hatte in der Münchner Arena demonstriert, dass er über die Klasse verfügt, die personell geschwächten Bayern ohne Jamal Musiala und sechs weitere Ausfälle in die Bredouille zu bringen.
Müller lobt Inters Qualität: "Wie Kaugummi"
"Sie haben sehr viele Spieler, die gut mit dem Ball umgehen können, die auch das Spiel gerne langsam machen. Und wenn es eng wird, dann spielen sie auf ihre körperlich starken Stürmer einen langen Ball", analysierte Müller. Er sprach vor allem jene Qualität an, die im Rückspiel besonders zum Tragen kommen könne.
"Sie sind sehr, sehr zäh zu bespielen", befand Müller und verwies auf Inter Mailands erst drei Gegentore in den elf Spielen dieser Saison in der Champions League. Müller sagte: "Sie sind ein bisschen wie Kaugummi." Sicher ist: Es dürfte eine sehr knifflige Aufgabe werden, das Halbfinale zu erreichen. Auch deshalb versuchte Müller schon am Dienstagabend alles, damit das gelingt.
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