HSV bleibt tor- und punktlos:Mainz 05 fertigt HSV im Volksparkstadion ab
Der Hamburger SV steht nach zwei Spielen am Tabellenende der Bundesliga. Gegen stark aufspielende Mainzer gerät der HSV unter die Räder.
Sheraldo Becker schießt das Tor zum 1:0 für Mainz.
Quelle: ImagoDer Hamburger SV hat in seinem ersten Heimspiel der Bundesliga-Saison gegen den FSV Mainz 05 ein Debakel erlebt. Die Mainzer siegten beim phasenweise erschreckend schwachen HSV beinahe mühelos mit 5:0 (2:0).
Sheraldo Becker (20.), Phillipp Mwene (42.), zweimal Phillip Tietz (48. und 83.) sowie der Ex-Hamburger Ransford Königsdörffer (90.+1) trafen für die Gäste.
Mainzer mit gutem Saisonauftakt
Nach dem 0:0 im ersten Saisonspiel gegen den SC Paderborn und dem Sieg in Hamburg ist der Start der Mannschaft des Schweizer Trainers Urs Fischer gelungen. Die Hamburger finden sich hingegen nach zwei Niederlagen in zwei Spielen mit null Punkten und null Toren vorerst am Tabellenende wieder.
Vor 57.000 Zuschauern im wie in der vergangenen Saison stets ausverkauften Volksparkstadion bemühte sich der HSV gleich um Spielkontrolle. Mit hohem Pressing versuchten die Hamburger, das Aufbauspiel der Mainzer zu stören. Nach zehn Minuten erspielten sich die Gäste aber mehr und mehr ein Übergewicht und etliche Chancen - auch begünstigt durch haarsträubende Fehler von HSV-Spielern. Dabei erwies sich besonders Verteidiger Jordan Torunarigha als Unsicherheitsfaktor.
Vier Neue in der HSV-Startelf
Dem Spiel der Gastgeber war anzumerken, dass sie in der Formation noch nie zusammengespielt hatten. Auf vier Positionen hatte HSV-Cheftrainer Merlin Polzin seine Startelf im Vergleich zum 0:2 beim Bundesliga-Auftakt bei Borussia Dortmund umgestellt.
Borussia Dortmund ist mit einem Heimsieg gegen den Hamburger SV in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Hamburg kämpfte tapfer, doch der BVB gewann 2:0.
31.08.2026 | 12:15 minUnter anderem brachte er den erst am Dienstag verpflichteten Zakaria El Ouahdi für Bakery Jatta auf der rechten Außenbahn, auf Links kam der ebenfalls am Dienstag ausgeliehene David Möller Wolfe für Louis Lemke zum Einsatz. Der von den Fans herbeigesehnte Rückkehrer und Spielmacher Fabio Vieira saß zunächst auf der Bank.
Luis Enrique verlängert bei PSG um vier Jahre
Luis Enrique hat bei Paris Saint-Germain vorzeitig bis 2030 verlängert. Enrique kam im Sommer 2023 nach Paris und führte PSG seitdem unter anderem zum Champions-League-Gewinn 2025 und 2026.
Quelle: Imago / Harry Langer / DeFodi ImagesHSV leistet sich zu viele Fehler
An El Ouahdi und Wolfe lag es aber nicht, dass beim HSV nichts zusammenlief. Die Mainzer nutzten die Schwächen der Hamburger geschickt aus, wirkten reifer und eingespielter. Nationalspieler Nadiem Amiri ordnete das Spiel seiner Mannschaft, Stürmer Becker war ein ständiger Unruheherd und hätte schon in der 10. und 18. Minute sein Team in Führung bringen können.
Das gelang ihm dann nach einem Abspielfehler von HSV-Kapitän Nicolai Remberg im Mittelfeld. Kaishu Sano schaltete am schnellsten, spielte auf Becker, der HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes keine Chance ließ. In der Folgezeit wurde das Spiel der Hanseaten noch fahriger, die Mainzer hatten alles im Griff. Die fast logische Konsequenz: Nach tollem Zuspiel von Becker drückte Mwene den Ball zum 2:0 über die Linie.
Jubel, als Vieira eingewechselt wird
Zu Beginn der zweiten Halbzeit durften die HSV-Fans endlich jubeln. Polzin brachte neben Patson Daka und Shafiq Nandja die Heilsbringer-Hoffnung Fabio Vieira. Schon nach drei Minuten war die aufkommende Euphorie wieder erstickt, als der umtriebige Tietz für die Mainzer auf 3:0 stellte. Die Gäste waren weiter tonangebend. Dem HSV fiel nichts ein.
Vincent Wagner, Trainer der SV Elversberg, spricht über das verrückte Spiel in Mönchengladbach, seine gelb-rote Karte und was die Farbe Grün für ihn bedeutet.
05.09.2026 | 16:54 minSelbst Vieira brachte nicht die erhofften Impulse. Auch in der zweiten Halbzeit blieben die Hamburger ohne ernsthafte Torchance. Der HSV hatte sogar Glück, dass Nicolas Capaldo nicht nach 69 Minuten Rot sah. Er stoppte den durchgelaufenen kurz zuvor eingewechselten Ex-HSVer Königsdörffer per Bodycheck kurz vor dem Strafraum. Schiedsrichter Tobias Reichel wertete die Aktion aber nicht als Notbremse. Tietz und Königsdörffer machten mit dem 4:0 und 5:0 die derbe HSV-Pleite perfekt.