Fußball - 2. Bundesliga: Darmstadt ist reif für den Aufstieg

Fußball - 2. Bundesliga:Darmstadt ist reif für den Aufstieg

von Christoph Ruf

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Der SV Darmstadt 98 hat alle Chancen, in die Fußball-Bundesliga zurückzukehren. Das haben die "Lilien" nicht erst mit dem 1:1 gegen Schalke unter Beweis gestellt.

Fraser Hornby (Mitte) und der SV Darmstadt haben die Rückkehr in die Bundesliga vor Augen.

Fraser Hornby (Mitte) und der SV Darmstadt haben die Rückkehr in die Bundesliga vor Augen.

Quelle: Imago

Nach dem 1:1 im Spiel zwischen dem SV Darmstadt 98 und dem FC Schalke 04 bereute keiner der 17.000 Zuschauer sein Kommen zum Topduell der 2. Bundesliga. Wie auch? Nach diesen 90 Minuten, die spannend, abwechslungsreich und so hochklassig waren, wie man es sich von einem Spitzenspiel erhofft.

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Mit der 1. und 2. Bundesliga - darunter auch das Spitzenspiel Darmstadt gegen Schalke.

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Das größte Kompliment für die Lilien kam dabei von Gästetrainer Miron Muslic. Der lobte nicht nur die "Wucht und Struktur" der Darmstädter, die er als eins von zwei Teams gesehen hatte, das "eine brutale Energie in sich" habe.

Darmstadt punktet mit variablem Ballbesitzfußball


Angesichts dessen, was Darmstadt im zweiten Durchgang gezeigt habe, sei er umso stolzer auf seine Defensive: "Die meisten Mannschaften würden dieses Spiel in der zweiten Halbzeit verlieren." Dabei spielt Darmstadt einen grundsätzlich anderen Fußball als die Schalker Pressing-Experten. Trainer Florian Kohfeldt hat dem Team seit seiner Amtsübernahme vor eineinhalb Jahren variablen Ballbesitzfußball verordnet.

80 Prozent der Tore fallen nach eigenen Angriffen oder Standards, gegen Schalke traf Isac Lidberg nach einem Freistoß. "Wir nehmen uns unter der Woche sehr viel Zeit für Standards", verriet Offensivmann Marco Richter.

Das ist eine Riesenwaffe von uns.

Darmstadts Marco Richter

Darmstadt lebt zudem von seiner mannschaftlichen Geschlossenheit - und dem Glauben daran, in dieser Liga jedes Spiel drehen zu können. Auch wenn es mit Schalke das beste Team der Liga ist, das mit 1:0 in Führung geht.

Warten auf den nächsten Auswärtssieg

"Das zeichnet uns in dieser Saison aus: Wir kommen zurück, wir geben nicht auf", sagt Offensivmann Kai Klefisch, der allerdings auch die Auswärtsschwäche der Lilien ansprach. "Wir haben in den letzten Spielen zu viele Punkte liegen lassen."

Tatsächlich gelang in diesem Jahr noch kein einziger Auswärtssieg. Schlimmer: Bei den drei Abstiegskandidaten Braunschweig, Magdeburg und Dresden reichte es in Summe nur zu zwei Zählern.

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Kohfeldt fühlt sich in Darmstadt wohl

Dennoch scheint diese Elf, der im Sommer kaum einer einen Aufstieg zugetraut hätte, gut gerüstet fürs letzte Saison-Viertel. Trainer Kohfeldt fühlt sich im familiären Umfeld der Südhessen nach eigenem Bekunden pudelwohl fühlt. Die Art und Weise, wie er Fußball spielen will, wird von Sportdirektor Paul Fernie hundertprozentig unterstützt.

Wie gefestigt Darmstadt mittlerweile ist, zeigt auch, dass es gelang, den wochenlangen Ausfall der Leistungsträger Fraser Hornby und Killian Corredor aufzufangen. Der Schotte fehlte drei Spiele und war gegen Schalke gleich wieder einer der Besten im Team. Corredor hingegen hätte eigentlich nur einen Kurzeinsatz bekommen sollen, um langsam wieder an die Startelf herangeführt zu werden.

Schlimme Verletzung von Marseiler

Doch nach der schweren Verletzung von Luca Marseiler musste er früh eingewechselt werden. Der Mittelfeldmann war im Rasen hängengeblieben, und jeder Fan im Stadion hatte den gleichen Gedanken wie seine sichtlich geschockten Mitspieler und deren Trainer.

Er habe noch keine Diagnose, sagte Kohfeldt nach der Partie. "Aber es sieht so aus, als ob da sehr viel kaputt ist im Knie." Weitere Einsätze in dieser Saison scheinen ausgeschlossen.

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Dass am Ende dieser Spielzeit auch für die "Lilien" der Aufstieg steht, können sich offenbar auch Muslic und Kohfeldt gut vorstellen. Nachdem der Schalker Coach betont hatte, er hoffe, "dass wir uns nächstes Jahr wiedersehen", ließ auch Kohfeldt später sein Statement verschmitzt lächelnd so enden.

Nur um nach dem offiziellen Teil der Pressekonferenz zu betonen, man habe auch schon 2023/24 in der gleichen Liga gearbeitet. Tatsächlich war Kohfeldt damals beim KAS Eupen beschäftigt, sein Kollege coachte Cercle Brügge.

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Quelle: Reuters

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Über dieses Thema berichtet das aktuelle sportstudio am 21.03.2026 ab 22:30 Uhr.

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