Vierter Sieg in Halbfinal-Serie:Eisbären Berlin kämpfen sich ins Finale
Die Eisbären Berlin haben sich in den Halbfinal-Playoffs der DEL gegen die Kölner Haie durchgesetzt. Die Hauptstädter gewannen Spiel sechs mit 4:1 und die Serie mit 4:2.
Die Eisbären Berlin ziehen mit einem 4:1 in Spiel 6 gegen die Kölner Haie ins DEL-Finale ein. Dort können sie ab kommendem Freitag gegen Mannheim den Titelhattrick schaffen.
21.04.2026 | 1:22 minDer Titelverteidiger Eisbären Berlin steht zum dritten Mal in Serie im Finale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft. Das Team von Erfolgscoach Serge Aubin schaltete am Montag Hauptrundenmeister Kölner Haie durch ein 4:1 (2:1, 0:0, 2:0) aus und folgte den Adlern Mannheim dadurch ins Playoff-Finale der Deutschen Eishockey Liga.
Die Endspielserie startet am Freitag (19:30 Uhr) in Mannheim. Die Haie warten nunmehr seit 24 Jahren auf den neunten Meistertitel.
Getauschtes Heimrecht schwächt Köln
Durch den ersten Auswärtserfolg der Halbfinalserie gewannen die Berliner das Duell mit den Haien mit 4:2. Den Kölnern wurde am Ende wohl auch das getauschte Heimrecht zum Verhängnis. Weil die heimische Arena Monate im Voraus mit Veranstaltungen belegt ist, sind kurzfristige Playoff-Heimspiele kaum planbar.
Deshalb starten die Kölner unabhängig von ihrer Hauptrundenplatzierung stets mit einem Auswärtsspiel. Nach drei Auswärtsniederlagen in Berlin und zwei Heimsiegen lastete der Druck schwer auf den Kölnern, die extrem nervös begannen und im Powerplay zu harmlos waren.
Juvonen und Stettmer überragend
Der starke Nationalverteidiger Jonas Müller (7. Minute) und ausgerechnet der gebürtige Kölner und ehemalige Haie-Profi Frederik Tiffels (10.) schossen den Titelverteidiger früh in Führung. Parker Tuomie (16.) gelang zwar der Anschluss, doch in der Folge ließen die Kölner sogar eine kurze doppelte Überzahl ungenutzt.
Im Mittelabschnitt überstand Köln dann selbst eine doppelte Unterzahl, nutzte das daraus gewonnene Momentum aber nicht. Beide Teams ließen nun teils beste Chancen ungenutzt, weshalb das hochklassige Spiel spannend bis ins Schlussdrittel blieb. Auch dort hielten die beiden Torhüter Janne Juvonen (Köln) und Jonas Stettmer (Berlin) herausragend.
Als Kölns Trainer Kari Jalonen seinen Keeper zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis nahm, fiel die Entscheidung durch Yannick Veilleux (59.) und Markus Vikingstadt (60.) ins leere Tor.