Christian Dobrick: Coming-out von U19-Trainer des FC St. Pauli

Coming-out beim FC St. Pauli:U19-Trainer Dobrick: "Schwule noch immer Außerirdische"

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Der U19-Trainer des FC St. Pauli hat seine Homosexualität öffentlich gemacht. Dabei kritisiert er Homophobie im Profifußball. Schwule würden "noch immer als Außerirdische" gelten.

Das Bild zeigt St. Paulis Nachwuchstrainer Christian Dobrick. Er trägt ein schwarzes Fußballtrikot und lächelt in die Kamera.

Mit seinem Coming-Out sorgt Nachwuchstrainer Christian Dobrick für großes Aufsehen. Homosexualität gilt im Männerfußball als Tabuthema. Dobrick möchte mit seinem Outing ein Zeichen setzen.

24.03.2026 | 0:35 min

Mit Christian Dobrick (29) hat sich erstmals ein Trainer aus dem Stab eines Bundesligavereins öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt. Der U19-Trainer des FC St. Pauli sagte in Interviews bei RTL und im "Stern":

Im Profifußball gelten Schwule noch immer als Außerirdische.

Christian Dobrick, U19-Trainer des FC St. Pauli

Dabei sei er "mit Sicherheit kein Einzelfall", so Dobrick weiter.

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Auch Jürgen Klopp hat Dobrick zum Outing bewogen

Zum Coming-out habe ihn auch eine Begegnung mit Jürgen Klopp bewogen, sagt Dobrick: "Du kannst als Trainer sein, wer du willst, aber du musst für etwas stehen. Du musst du selbst sein", habe der frühere Bundesliga- und Liverpool-Coach bei einem Treffen mit Salzburger Nachwuchstrainern gesagt.

Dobrick, der seit Sommer 2025 im Nachwuchsbereich von St. Pauli arbeitet und zuvor für RB Salzburg, die TSG Hoffenheim und Holstein Kiel tätig war, spricht von Homophobie, die über "Jahrzehnte ins Fußballvokabular eingesickert" sei: "Beklagt sich ein Spieler über zu große Härte, wird er schnell Schwuchtel genannt."

Diese Schimpfworte sind schwer rauszukriegen und damit auch das Zerrbild von Schwulen, das dahintersteht.

Christian Dobrick, U19-Trainer des FC St. Pauli

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Dobrick: "Wortakrobatik", um Schwulsein zu verbergen

Dobrick betont, dass es ihn viel Kraft gekostet habe, sein Schwulsein im Arbeitsumfeld zu verbergen. Oftmals habe er "Wortakrobatik" und einen "rhetorischen Eiertanz" aufführen müssen, um sein Leben als schwuler Mann zu kaschieren. Nun folgte das öffentliche Coming-out.

"Spring ins kalte Wasser und schwimm!", rät er Spielern und Trainern, die ihre Homosexualität bislang geheimhalten. St. Paulis Präsident Oke Göttlich habe Dobrick "persönlich seine Unterstützung" zugesichert, teilte der Klub am Dienstag mit. "Was den Profibereich betrifft, vermute ich, dass es dort deutlich weniger Schwule gibt als im Bevölkerungsdurchschnitt", sagte Dobrick: "Weil der Druck in der Branche so groß ist, ein hetero-normatives Leben zu führen."

Es kommen weniger schwule Fußballer ganz oben an, weil sie ihre Energie verschwenden müssen für Probleme, die nichts mit dem Sport zu tun haben.

Christian Dobrick, U19-Trainer des FC St. Pauli

Quelle: SID
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress in dem Beitrag "Nachwuchstrainer Christian Dobrick" outet sich" am 24.03.2026 um 23:38 Uhr.

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