Trump zu möglichem Iran-Angriff:"Ich könnte es tun, ich könnte es nicht tun"
Greifen die USA militärisch in den Krieg zwischen Israel und dem Iran ein? US-Präsident Trump lässt sich nicht in die Karten schauen. "Niemand weiß, was ich tun werde", sagte er.
US-Präsident Donald Trump will sich nicht auf einen klaren Kurs mit Blick auf den Iran festlegen. "Niemand weiß, was ich tun werde", sagte der Republikaner vor dem Weißen Haus auf die Frage, ob er einen US-Schlag gegen iranische Nuklearanlagen erwäge.
Ich könnte es tun, ich könnte es nicht tun.
Donald Trump
Und wenn, dann werde er das auch nicht vorher verkünden, sagte Trump weiter.
Trump wiederholt Forderung nach bedingungsloser Kapitulation
Er wiederholte einerseits seine bereits an den Iran gestellte Forderung einer "bedingungslosen Kapitulation", schloss andererseits aber weitere Verhandlungen auch nicht komplett aus. Es sei noch nicht zu spät. Zu den militärischen Fähigkeiten der Islamischen Republik erklärt Trump, das Land sei "völlig schutzlos, ohne jegliche Luftabwehr".
Teheran habe "eine Menge Ärger", sagte Trump. Er monierte, eine Lösung hätte bereits früher gefunden werden können. Es sei "ein großer Unterschied zwischen jetzt und vor einer Woche", betonte Trump. Die iranische Seite habe sogar vorgeschlagen, ins Weiße Haus zu kommen, gab Trump an. "Das ist (...) mutig, (...) es war nicht leicht für sie, das zu tun", sagte er.
Trump: Iran will verhandeln
Der Iran ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zu neuen Verhandlungen über sein Atomprogramm bereit. "Der Iran hat viele Probleme, und sie wollen verhandeln", sagte Trump dazu. Auf die Frage von Journalisten, ob die iranische Führung ihn kontaktiert habe, antwortete er mit "Ja".
Der US-Präsident hatte zuvor den Ton gegenüber dem Iran verschärft und von Teheran eine "bedingungslose Kapitulation" gefordert. Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei wies dies entschieden zurück und warnte die USA vor einem militärischen Eingreifen in den Konflikt.