Verteidigungsminister in Kiew:Pistorius will mit Ukraine neue Hightech-Waffen bauen
Verteidigungsminister Boris Pistorius ist für Gespräche in Kiew eingetroffen. Bei dem Besuch soll es vorrangig um den Ausbau der Rüstungskooperation mit der Ukraine gehen.
Boris Pistorius ist zu Gesprächen in Kiew eingetroffen. Der Verteidigungsminister betonte bei der Ankunft, man sei nicht mehr bloß Unterstützer - die Ukraine sei ein strategischer Partner.
11.05.2026 | 0:46 minVerteidigungsminister Boris Pistorius setzt auf den Bau von neuen Waffensystemen zusammen mit der Ukraine. Dazu solle die Zusammenarbeit beider Staaten weiter ausgebaut werden, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Kiew, wo er am Morgen zu einem nicht öffentlich angekündigten Besuch eintraf. Diese Kooperation als Teil einer strategischen Partnerschaft zu stärken, sei das Hauptziel der Reise.
"Deutschland und die Ukraine sind strategische Partner, die beide von der Kooperation profitieren. Daraus ergeben sich zahlreiche neue Projekte", sagte der Minister.
Im Fokus steht die gemeinsame Entwicklung modernster unbemannter Systeme in allen Reichweiten, gerade auch im Bereich 'deep strike'. So stärken wir die Sicherheit unserer Länder.
Boris Pistorius, Verteidigungsminister
Die Ukraine setzt mittlerweile massiv Drohnen und KI ein, um Stellungen einzunehmen und ihre Verluste zu senken. Die Technik entwickelt sich rasant. Das ZDF durfte in einem Trainingszentrum drehen.
11.05.2026 | 2:32 minAls "deep strike" wird die Fähigkeit bezeichnet, wichtige Angriffsziele weit im Hinterland eines gegnerischen Landes zu zerstören. Die europäischen Nato-Partner haben im Bereich der weitreichenden Waffen noch sogenannte Fähigkeitslücken. Pistorius hält es für nötig, dass die Nato-Staaten diese schnellstmöglich schließen.
Pistorius: "Profitieren von Erfahrungen der Ukrainer auf Gefechtsfeld"
Pistorius sagte, die Bundesregierung strebe weitere deutsch-ukrainische Gemeinschaftsunternehmen ("Joint Ventures") an. "Dabei profitieren wir von den Erfahrungen der Ukrainer auf dem Gefechtsfeld", sagte Pistorius.
Außerdem planen wir, über die Plattform 'Brave One' Entwickler, die vielversprechende Innovationen vorweisen können, zu fördern.
Boris Pistorius, Verteidigungsminister
Im Krieg gegen Russland hat die Ukraine billige Abfangdrohnen entwickelt. Hersteller wittern ein Geschäft: Auch die Golfstaaten könnten künftig von der Technologie profitieren.
21.03.2026 | 2:00 minUm einen Mangel an weiterreichenden Waffen auszugleichen, hat die Ukraine inzwischen umfangreiche Eigenentwicklungen gemacht. So gilt sie im fünften Jahr des Abwehrkampfes gegen Russland als ein weltweit führendes Land beim Kampf mit Drohnen. Aus leidvollen Erfahrungen an der Front wurden neue Einsatzverfahren abgeleitet.
Russland zunehmend unter Druck
Inzwischen stehen Russlands Truppen durch die Gegenwehr der von Nato-Staaten unterstützten Ukraine - Deutschland liegt hier ganz vorn - zunehmend unter Druck. Im April verlor das russische Militär erstmals seit Jahren wieder mehr Gebiete in der Ukraine als es neu besetzte.
Vor allem die ukrainischen Drohnen treffen in immer kürzeren Abständen ihre Ziele auch weit hinter der Front. Zugleich sind die Kampfhandlungen weitgehend festgefahren und auf dem Schlachtfeld gibt es kaum echte Bewegung. Allein im April hatte Russland nach westlichen Militärangaben 35.000 Tote und Verletzte zu verzeichnen.
Die Ukraine schaffe es, durch innovative unbemannte Waffensysteme zu verhindern, dass Russland weiter Raum gewinnt, erklärt Oberst Markus Reisner bei ZDFheute live.
16.04.2026 | 26:34 minDeutschland will mehr privates Kapital mobilisieren
Deutschland hat seine Unterstützung für den Abwehrkampf der Ukraine zuletzt ausgeweitet. So will die Bundesregierung auch private deutsche Geldgeber verstärkt für Investitionen in ukrainische Rüstungsbetriebe und Gemeinschaftsunternehmen gewinnen.
Um über die Bedingungen dafür zu reden, hatte das Verteidigungsministerium in Berlin eine Konferenzschalte mit Regierungsvertretern der Ukraine ausgerichtet. Erstmals waren auch Banken, Fonds und weitere relevante Akteure des Finanzsektors dabei.
Waffenhilfe soll Verhandlungsposition der Ukraine stärken
Mitte April hatte die Bundesregierung bei Regierungskonsultationen eine "strategische Partnerschaft" mit der Ukraine vereinbart und weitere Militärhilfe zugesagt. Die Zusammenarbeit soll künftig weit über die militärische und finanzielle Hilfe Deutschlands hinausreichen, sodass beide Seiten langfristig davon profitieren können.
Auf dem Schlachtfeld neuer Waffen entscheidet Hightech und Innovation: Land-, Luft- und Seedrohnen greifen an, zerstören Nachschub und treffen selbst die Schiffsflotten – Krieg im Drohnenfeuer.
19.02.2026 | 16:47 minBekanntgegeben wurde, dass Deutschland einen Vertrag der Ukraine mit dem US-Rüstungsunternehmen Raytheon über die Lieferung von mehreren hundert Patriot-Raketen finanzieren wird. Ferner sei mit dem deutschen Unternehmen Diehl Defence die Lieferung weiterer Startgeräte für Iris-T-Luftabwehrsysteme abgemacht worden. Vereinbart wurde auch die Produktion von Drohnen mittlerer und größerer Reichweite. Geplant ist die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit dem Ziel der Lieferung Tausender Drohnen.
Erklärtes Ziel Deutschlands und der anderen Unterstützer der Ukraine ist es, dem Land eine möglichst starke Position in etwaigen Friedensverhandlungen mit Russland zu verschaffen. Moskau soll dem angegriffenen Land keine Regeln für eine Friedenslösung diktieren können, zu der auch Gebietsabtretungen gehören könnten.
Wichtiger Hinweis in eigener Sache
Wer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt.
Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick.
→ Hier ZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.
Aktuelle Meldungen zu Russlands Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit in unserem Liveblog:
Mehr zu Kiews Strategie im Krieg
- Analyse
Rheinmetall-Chef irritiert mit Aussagen:Warum die ukrainische Drohnen-Industrie doch innovativ ist
von Nils Metzgermit Video0:43 Kiew schickt Luftabwehr-Experten:Ukraine unterstützt Golfstaaten mit Drohnen-Expertise
mit Video0:25- Analyse
Kiew lehnt Einstellung der Angriffe ab:Wie ukrainische Drohnen Russlands Ölsektor ins Wanken bringen
von Christian Mölling und András Ráczmit Video2:54 - Analyse
Russlands Exporte deutlich gesunken:Wie die Ukraine russische Ölhäfen lahmlegt
von Christian Mölling, András Ráczmit Video1:28