Putin bringt Schröder als Vermittler im Ukraine-Krieg ins Spiel

Ukraine-Krieg:Putin bringt Schröder als Vermittler ins Spiel

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Gerhard Schröder als möglicher Vermittler im Ukraine-Krieg? Von europäischer Seite würde er Gespräche mit dem Altkanzler bevorzugen - sagt Kremlchef Putin klar.

Archiv: Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder

Russlands Präsident Putin spekuliert über ein mögliches Kriegsende. Auch bringt er Altkanzler Schröder als möglichen Vermittler für Gespräche zwischen Moskau und der EU ins Gespräch.

10.05.2026 | 0:17 min

Kremlchef Wladimir Putin hat Altkanzler Gerhard Schröder als möglichen Vermittler im Krieg zwischen Russland und der Ukraine ins Spiel gebracht.

Nach der Parade am Samstag in Moskau sagte er bei einer außerordentlichen Pressekonferenz: Obwohl sich die USA um Vermittlung bemüht hätten, könne er sich von europäischer Seite den früheren SPD-Chef als Vermittler vorstellen.

"Von allen europäischen Politikern würde ich Gespräche mit Schröder bevorzugen."

Wladimir Putin, Präsident Russland

Parade zum Tag des Sieges in Moskau

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Berlin: In Moskau offensichtlich kein Interesse an Verhandlungen

Der Kreml hatte jüngst erklärt, es sei Sache der europäischen Regierungen, den ersten Schritt zu gehen. Sie seien es gewesen, die nach dem Beginn des Krieges in der Ukraine den Kontakt zu Moskau abgebrochen hätten.

Die "Financial Times" hatte jüngst berichtet, die Staats- und Regierungschefs der EU würden sich auf mögliche Gespräche vorbereiten. Ein Sprecher der Bundesregierung sagte dazu , er wolle nicht darüber spekulieren, wann der Zeitpunkt für Gespräche gekommen sein könnte. Momentan sehe man aber, dass Russland und Putin offensichtlich kein Interesse an ernsthaften Verhandlungen hätten.

Russlands Präsident Wladimir Putin mit hohen russischen Befehlshabern des Militärs auf der Militärparade zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland.

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Der mittlerweile 82 Jahre alte Sozialdemokrat Schröder steht seit Jahren wegen seiner Freundschaft zu Putin und Tätigkeiten für russische Öl- und Gaskonzerne in der Kritik - auch innerhalb seiner Partei. Zuletzt hatte er Russlands Angriffskrieg in einem Gastbeitrag für die "Berliner Zeitung" als völkerrechtswidrig bezeichnet und zugleich betont: "Ich bin aber auch gegen die Dämonisierung Russlands als ewiger Feind." Auch plädierte Schröder für die Wiederaufnahme von Energielieferungen aus Russland.

Putin: Zu direkten Gesprächen mit Selenskyj bereit - in Moskau

Putin machte bei der Pressekonferenz weiter deutlich, er sei auch bereit zu direkten Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Er schränkte allerdings ein: "Wer sich mit mir treffen will, muss nach Moskau kommen." Ein Treffen an einem anderen Ort sei auch möglich, "aber nur, wenn zuvor eine langfristige Friedensvereinbarung getroffen wurde". Selenskyj schließt eine Reise nach Moskau aus.

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Auch spekulierte der Kreml-Chef über ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs. "Ich glaube, dass sich die Angelegenheit dem Ende zuneigt." Gleichzeitig übte Putin aber scharfe Kritik an der Unterstützung westlicher Länder für die Ukraine. "Sie haben damit begonnen, die Konfrontation mit Russland zu verschärfen, die bis heute andauert."

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Quelle: dpa, Reuters, AFP
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 10.05.2026 ab 09:50 Uhr in dem Beitrag "Putin bringt Schröder als Vermittler ins Spiel".

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