Grünen-Politiker zu US-Angriffen:Nouripour: Hin und Her in Iran könnte monatelang andauern
Grünen-Politiker Nouripour befürchtet, dass die Angriffe der USA und Irans noch monatelang weitergehen könnten. Es werde schwer, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
Grünen-Politiker Omid Nouripour warnt vor falschen Informationen über den Iran-Krieg von beiden Seiten.
Quelle: ddpBundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) rechnet damit, dass die gegenseitigen Attacken der USA und Irans noch monatelang weitergehen könnten.
Nouripour: Rückkehr an Verhandlungstisch wird schwer
"Das kann gut sein, dass die Auseinandersetzungsart, wie wir sie gerade vorfinden, einfach permanent so weitergeht. Das war ja auch während des sogenannten Waffenstillstands so, dass jetzt halt nicht jeden Tag, sondern jeden zweiten Tag geschossen wurde", sagte der in Iran geborene Politiker im Deutschlandfunk.
Das US-Militär hat Dutzende Ziele in Iran angegriffen. Unter anderem standen Luftabwehrsysteme und Radarstationen im Visier. Iran reagierte mit Angriffen auf US-Militärstützpunkte.
13.07.2026 | 0:26 minEs werde relativ schwer sein, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren, auch weil die iranische Seite einen großen Druck habe. Es könne tatsächlich sein, dass es in den kommenden Monaten eine weitere Hin-und-Her-Situation geben werde, sagte Nouripour.
Es wird so getan, als würde es Gespräche geben. Es wird so getan werden, als kann es Waffenstillstand geben, und ab und an wird geschossen (...).
Omid Nouripour, Grüne
Er glaube, dass man sehr genau schauen müsse, was die Realität vor Ort sei. "Und die Realität vor Ort führt gerade dazu, dass die Ölpreise ansteigen."
USA haben Iran erneut angegriffen. Gleichzeitig gibt es widersprüchliche Angaben zur Sperrung der Straße von Hormus. ZDF-Korrespondent Jörg Brase berichtet.
12.07.2026 | 1:11 minGrünen-Politiker: Nicht von "Scheinwelt" blenden lassen
Der Grünen-Politiker warnte vor falschen Informationen über den Konflikt. Mit Blick auf die USA und US-Präsident Donald Trump sagte er, dass diese in der Vergangenheit iranische Angriffe auf Schiffe dementiert hätten.
"Trump hat jetzt wieder erklärt, die Straße von Hormus sei offen. Das ist einfach nicht wahr. Und dementsprechend sind wir halt ein Stückchen, auch wenn es um die Äußerungen geht der beiden Seiten, in so was wie einer Scheinwelt, von der man sich nicht blenden lassen darf."