Lage in Straße von Hormus unklar:Neue US-Angriffe auf Dutzende Ziele in Iran
Die USA haben erneut Ziele in Iran angegriffen. Teheran reagiert mit Attacken auf US-Stützpunkte in der Region und scharfer Kritik an Washington.
Das US-Militär hat Dutzende Ziele in Iran angegriffen. Unter anderem standen Luftabwehrsysteme und Radarstationen im Visier. Iran reagierte mit Angriffen auf US-Militärstützpunkte.
13.07.2026 | 0:26 minDas US-Militär hat nach eigenen Angaben bei einer neuen Angriffswelle gegen Iran in der Nacht zum Montag Dutzende Ziele attackiert. Einige Stunden später erklärte die US-Armee die Attacken für beendet. Die Angriffswelle sei vorbei und habe Dutzende Zielobjekte mit Präzisionsmunition getroffen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom am frühen Morgen deutscher Zeit auf der Plattform X mit.
Flugabwehrsysteme, Radaranlagen, Raketenstellungen, Drohnenstandorte sowie kleinere Boote seien zerstört worden, um Iran weitere Attacken auf den internationalen Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zu erschweren.
Die USA und Iran greifen sich erneut gegenseitig an. Erst kürzlich hatte Trump das Rahmenabkommen für hinfällig erklärt. Wie lange kann er den Krieg noch fortführen? Die Analyse bei ZDFheute live
13.07.2026 | 23:37 minLage in der Straße von Hormus unklar
Die Straße von Hormus habe essenzielle Bedeutung für den weltweiten Handel und werde nicht von Iran kontrolliert, betonte Centcom. Die US-Streitkräfte stünden bereit, um die Freiheit des zivilen Schiffsverkehrs zu verteidigen - auch gegen "die ungerechtfertigte Aggression Irans, seine Schikane, Drohungen und willkürlichen Verlautbarungen".
Wer kontrolliert aktuell die Straße von Hormus? Dazu gibt es widersprüchliche Angaben der USA und Irans. (Archivbild)
Quelle: dpaIran hatte am Sonntag erklärt, die Meerenge werde "bis auf Weiteres und bis zum Ende der amerikanischen Interventionen in dieser Region gesperrt". Man werde nicht zulassen, dass eine "kindermordende Armee von der anderen Seite der Welt" seine "illegale Einmischung" in der Meerenge fortsetze.
Die USA haben in den vergangenen Tagen gezielt iranische Infrastruktur angegriffen, was auch zu Energieknappheit und Stromausfällen führt, berichtet ZDF-Korrespondent Jörg Brase.
13.07.2026 | 11:45 minEs war bereits die vierte Angriffswelle der USA, seit die Feindseligkeiten in der Nacht zu Mittwoch wieder aufgeflammt waren. Nach Angaben von Centcom kamen neben Kampfflugzeugen und Drohnen diesmal erstmals auch schwimmende Drohnen zum Einsatz.
Iran meldet Explosionen in Hafenstadt
Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldete Explosionen in der Hafenstadt Bandar Abbas sowie unweit der Insel Gheschm im Persischen Golf. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna sprach von "feindlichen Angriffen" auf Militäreinrichtungen in Bandar Abbas, wo in mehreren Stadtteilen Explosionen zu hören gewesen seien.
Die amerikanischen Luftangriffe hätten nicht ausgereicht Iran “in die Knie zu zwingen”, analysiert Sicherheitsexperte Prof. Fischer. Eine Rückkehr zum Verhandlungstisch hält er für möglich.
13.07.2026 | 9:49 minDas iranische Außenministerium verurteilte die jüngsten US-Angriffe scharf. Diese hätten alle diplomatischen Bemühungen der vergangenen Monate zunichtegemacht, erklärte das Ministerium. Die USA hätten zudem "eine Rückkehr der Unsicherheit in der Straße von Hormus sowie Störungen der internationalen Handelsschifffahrt verursacht".
Nach der Trauerfeier für seinen getöteten Vater droht Irans oberster Führer Mojtaba Chamenei mit Rache. US-Präsident Trump zeigt derweil Gesprächsbereitschaft, warnt aber auch vor neuen Angriffen.
11.07.2026 | 0:24 minIran greift US-Stützpunkte in der Region an
Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna griffen die iranischen Revolutionsgarden US-Militärziele in Jordanien, Kuwait und Bahrain an. Demnach seien unter anderem ein Luftwaffenstützpunkt in Jordanien, ein US-Drohnenkommandozentrum in Bahrain sowie weitere Stützpunkte in Kuwait attackiert worden.
In Bahrain wurde nach Angaben des Innenministeriums Sirenenalarm ausgelöst. Das Golfemirat Katar teilte mit, es wehre feindlichen Beschuss ab. In Jordanien meldete das Militär den Abschuss von vier iranischen Raketen.
Guterres fordert Rückkehr an Verhandlungstisch
UN-Generalsekretär António Guterres teilte auf der Plattform X mit, er sei zutiefst besorgt über die "erhebliche Eskalation". Eine Rückkehr zu umfassenden Kampfhandlungen hätte katastrophale Folgen für die Sicherheit der Region und die Weltwirtschaft. "Ich rufe Iran und die USA nachdrücklich auf, die Verhandlungen unverzüglich wieder aufzunehmen und offene Fragen auf diplomatischem Wege zu lösen."
US-Präsident Trump hatte sich im Konflikt mit Iran zu weiteren Gesprächen bereit erklärt, aber auch mit Angriffen gedroht. Die USA fordern unter anderem, dass die Straße von Hormus offen bleibt.
11.07.2026 | 0:21 minDie US-Armee hatte bereits in der Nacht zum Sonntag nach eigenen Angaben rund 140 militärische Ziele in Iran angegriffen, nachdem die Iranischen Revolutionsgarden ein Schiff in der Straße von Hormus attackiert hatten. Teheran reagierte mit Angriffen auf Ziele in mehreren Golfstaaten.
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