Pyro, Jagdszenen, Polizeieinsatz:2. Liga: Heftige Ausschreitung bei Dresden gegen Hertha
Fan-Krawalle haben das Zweitligaspiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC überschattet. Die Partie musste mehrfach unterbrochen werden, die Polizei rückte auf das Spielfeld aus.
Die Paraden von Hertha-Keeper Ernst und Winklers 1:0-Siegtor sind die sportlichen Highlights des Spiels Dynamo Dresden - Hertha BSC. Überschattet wird Herthas Sieg von einem Platzsturm.
06.04.2026 | 9:05 minDas Zweitliga-Topspiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC ist von Pyrotechnik, einem Platzsturm und zweimaliger Unterbrechung überschattet worden. Der 1:0-Sieg der Berliner war nur eine Randnotiz.
Schwere Ausschreitungen bei Hertha-Gastspiel in Dresden
"Das ist nicht das, was wir hier sehen wollten. Wir wollten ein tolles Topspiel am Samstag sehen. Ausverkauftes Haus, über 30.000 Menschen da", sagte Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Stephan Zimmermann bei "Sky".
Realität ist leider, dass wir 100 Menschen auf dem Platz gesehen haben, ungefähr, die sich Pyrotechnik entgegengeworfen haben.
Dynamo-Geschäftsführer Stephan Zimmermann
Auf den Platz stürmende Fans sorgten für einen Eklat. Zuvor hatten beide Fanlager Pyrotechnik abgebrannt. Dann sprangen plötzlich Hertha- und Dynamo-Anhänger über die Zäune. Die Dresdner Anhänger rannten vermummt quer übers Spielfeld in Richtung Hertha-Fanblock. Beide Fanlager schossen Pyrotechnik hin und her.
Heftige Szenen im Dresdner Stadion. Polizisten müssen eingreifen, um Schlimmeres zu vermeiden.
Quelle: dpaPolizei versuchte, Dynamo-Fans in Block zurück zu drängen
Schiedsrichter Sven Jablonski musste die Partie unterbrechen und schickte die Teams in die Kabine. Unterdessen versuchten Polizisten, die Dynamo-Anhänger zurück in ihren Block zu drängen. Dort wurde dann eine Hertha-Fahne abgebrannt. Zimmermann sagte bei "RTL", es sei "wohl eine Fahne vom Gastverein weggegangen".
Zimmermann verurteilte die Vorgänge. Es habe seit Wochen einen Austausch auch mit der Politik in Sachen Sicherheit gegeben. "Es ist klar, dass wir das als Verein nicht sehen wollen und verabscheuen."
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Über 100 Polizisten blieben dann in der Dynamo-Hälfte in zwei großen Reihen mit Blick in den Ultrablock stehen. Die Stimmung im Stadion war extrem aufgeheizt. Nach rund 20 Minuten Unterbrechung zogen die Polizisten wieder vom Rasen ab. Der Stadionsprecher verkündete, dass die Partie fortgesetzt werden soll. Jablonski pfiff schließlich - offiziell - in der 19. Minute wieder an.
Schon nach drei Minuten musste die Begegnung erstmals unterbrochen werden. Die Herthaner zündeten Pyrotechnik in ihrem Block, Dynamos Anhänger ein Feuerwerk hinter dem Ultra-Block außerhalb des Stadions. Nach wenigen Minuten setzte Jablonski die Begegnung bis zur zweiten Unterbrechung fort.
Rote Karte für Hertha - Tjark Ernst hält Elfmeter
Sportlich egalisierten sich beide Teams im Mittelfeld. Großchancen waren Mangelware in Hälfte eins, die mit den Unterbrechungen insgesamt 71 Minuten andauerte. Nach dem Wechsel war mehr Tempo drin. Ab der 66. Minute spielte Hertha in Unterzahl. Josip Brekalo traf den Ball nicht, dafür aber mit der offenen Sohle den Dresdner Robert Wagner - dafür gab es glatt Rot.
Dynamo erhöhte anschließend den Druck. Nach einem Handspiel von Paul Seguin gab es nach Videoüberprüfung von Jablonski Elfmeter für Dresden. Doch Herthas Tjark Ernst (77. Minute) hielt den Strafstoß gegen Vincent Vermeij. Quasi im Gegenzug köpfte Marten Winkler (80.) den letztlich entscheidenden Treffer für die Berliner.
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