Tour de France: Warum die zweite Woche für Deutsche spannend wird

Tour de France 2026:Warum die zweite Tour-Woche für Deutsche spannend wird

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von Benno Krieger

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Die zweite Woche der Rundfahrt bietet mehreren deutschen Fahrern Chancen, hervorzustechen. Wem liegt welche Etappe am meisten und wann kommt die Tour in deutsches Grenzgebiet?

Tour de France Cycling

Die Tour de France nähert sich Deutschland.

Quelle: AP

In der zweiten Tour-de-France-Woche geht es für die Radprofis vom westlichen Rand des französischen Zentralmassivs in die Vogesen. Die 14. Etappe am Samstag startet sogar in Mülhausen, nur 20 Kilometer entfernt von der deutschen Grenze. Die sechs anstehenden Etappen bieten ganz unterschiedlichen Fahrertypen Möglichkeiten.




Etappe 10 und 13 für Ausreißer wie Zimmermann

Die deutschen Etappenjäger haben sich bereits gezeigt. Felix Engelhardt wurde auf der zweiten Etappe zum kämpferischsten Fahrer gewählt. Zimmermann, Steinhauser und Denz haben sich auf der vierten Etappe früh vom Hauptfeld als Ausreißer abgesetzt. Seitdem waren sie nicht mehr in einer Fluchtgruppe und dürften daher für die zweite Woche noch Reserven für weitere Attacken haben.

Felix Engelhardt nach der zweiten Etappe

Der Deutsche Meister Felix Engelhardt wurde bei seiner ersten Tour de France nach der zweiten Etappe in Barcelona zum kämpferischsten Fahrer des Tages gewählt.

Quelle: action press

Die Etappen 10 und 13 bieten ihnen genug Höhenmeter, um Sprinter abzuhängen, enden aber nicht mit einer langen Bergankunft, sodass sich die Kandidaten auf den Gesamtsieg um Tadej Pogacar zurückhalten könnten. Dem kletterstarken Georg Steinhauser könnte mit kleineren Anstiegen zum Schluss die zehnte Etappe liegen.

Mathieu van der Poel jubelt nach Etappensieg in Ussel.

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Georg Zimmermann passt vom Profil her zur Etappe 13. Diese endet mit einer Abfahrt vom Ballon d´Alsace. Dass Zimmermann flache Etappenfinals auf hügeligen Etappen gut beherrscht, zeigte er zuletzt mit dem Sieg bei Eschborn - Frankfurt im Mai. Felix Engelhardt wäre für beide Etappen ein Kandidat. Aber natürlich ist die Konkurrenz beim größten Radrennen der Welt auf jeder Etappe groß.

Tadej Pogacar streckt Arme in den Himmel

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Etappe 11 und 12 für Sprinter, wie Max Kanter

Auf der fünften Etappe hat Max Kanter mit seinem bisher größten Karriereerfolg überrascht und wurde im Sprint Zweiter. Der 28-Jährige hat in der ersten Woche gezeigt, dass er in seinem Team Astana starke Anfahrer hat, die ihm beim Massensprint bestens helfen. Auf der siebten Etappe wurde er nochmal Vierter. Auf den flachen Etappen elf und zwölf hat der aktuell schnellste Deutsche nochmal die Chance aufs Podium.

Dazu könnten die erfahrenen Ackermann und Bauhaus nochmal in die Top 10 sprinten, wie es ihnen in der ersten Woche gelungen ist. Ein deutscher Sieg im Sprint wäre jedoch eine Überraschung. Marcel Kittel gewann als letzter Deutscher einen Massensprint bei der Tour de France im Jahr 2017.

2021 - Nils Politt (12. Etappe als Ausreißer - hügelig)
2020 - Lennard Kämna (16. Etappe als Ausreißer - bergig)
2018 - John Degenkolb (9. Etappe als Ausreißer - flach)
2017 - Marcel Kittel (Fünf Etappensiege im Massensprint)

Marcel Kittel hat insgesamt 14 Etappen bei der Tour de France gewonnen und ist der Rekordhalter bei den Etappensiegen unter den deutschen Fahrern.


Deutsche Fans in den Vogesen zu erwarten

Ein Highlight für die Fans ist die 14. Etappe von Mühlhausen nach Le Markstein. Der kleine Wintersportort in den Vogesen ist das Etappenziel, welches am nächsten zur deutschen Grenze ist. Dementsprechend werden rund um Le Markstein viele deutsche Fans an der Strecke erwartet.

Die letzten sechs Kilometer der Mittelgebirgsetappe nach einem elf Kilometer langen Anstieg sind flach. Bergfeste Ausreißer wie Georg Steinhauser können sich hier Hoffnung machen. Der Allgäuer hat sich einen Etappensieg in diesem Jahr zum Ziel gesetzt. Wenn dagegen die Top-Favoriten um Tadej Pogacar die Etappe kontrollieren sollten, könnten die deutschen Fans in der Verfolgung Florian Lipowitz in Aktion sehen.

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Finale der 15. Etappe liegt Florian Lipowitz

Auf jeden Fall vormerken sollten sich Lipowitz-Fans den Sonntag (19. Juli). Auf der 15. Etappe geht es in den französischen Alpen zum Finale bei Brison über elf Kilometer mit über neun Prozent durchschnittlich extrem steil nach oben.

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Lipowitz zählt bei genau solchen besonders steilen Etappenfinals zu den Besten der Welt. Hier könnte der deutsche Hoffnungsträger erstmals eine Attacke wagen, um sich im Gesamtklassement zu verbessern. Bereits 2025 hat er in den Alpen gezeigt, dass ihm das zuzutrauen ist. Zudem lässt seine Leistung in der ersten Tourwoche erahnen, dass er im Hochgebirge erneut stärker ist als Teamkollege Evenepoel.

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Quelle: Reuters

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Das ZDF berichtet seit dem 4. Juli regelmäßig in den heute-Nachrichtensendungen sowie im Morgen- und Mittagsmagazin über die Tour de France 2026.

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