WM im Liveblog: Bilic folgt Dalic als Kroatiens Nationaltrainer

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+++ Liveblog zur Fußball-WM +++:Bilic übernimmt zum zweiten Mal Kroatiens Nationalteam

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News rund um die WM im Liveticker.

Über die Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko berichtet das ZDF seit dem 1. Juni in seinen Programmen.
Wichtige Meldungen

Diego Forlán soll Bielsa-Nachfolger bei Uruguay werden

Nach dem Vorrundenaus bei der Fußball-WM soll der frühere Topstürmer Diego Forlán die uruguayische Nationalmannschaft als Interimstrainer übernehmen. Das bestätigte Verbandschef Ignacio Alonso beim TV-Sender Teledoce. Der Vertrag von Trainer Marcelo Bielsa war mit dem WM-Aus ausgelaufen. Forlán habe sich "begeistert" von der Aussicht gezeigt, die Nationalmannschaft zu übernehmen. Eine Einigung könnte "in den nächsten Stunden" erzielt werden", sagte Alonso.

Der frühere Mittelstürmer, mit 36 Toren in 112 Länderspielen der drittbeste Torschütze der uruguayischen Nationalmannschaft, würde das Team zunächst bis März 2027 übernehmen. Parallel dazu soll Forlán auch Uruguays U20 auf die Südamerikameisterschaft im Januar 2027 vorbereiten. Danach könnte eine dauerhafte Anstellung in Betracht gezogen werden.


Frankreich oder Spanien: Wer erreicht das Finale?

Es ist Halbfinal-Zeit bei der Fußball-WM 2026. Frankreich gegen Spanien oder Kylian Mbappé gegen Lamine Yamal. Wer setzt sich durch und zieht ins Endspiel ein?

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Wichtige Meldung

Niederländischer Referee Dieperink stirbt mit 38

Der niederländische Fußball trauert um Schiedsrichter Rob Dieperink. Wie der nationale Verband KNVB bestätigte, verstarb der Referee, der zunächst als Offizieller für die WM in den USA, Mexiko und Kanada vorgesehen war, im Alter von 38 Jahren. Zu den Hintergründen des Todes gab der KNVB nichts bekannt. 

Dieperink war von der FIFA vor dem WM-Start von der Liste der Spieloffiziellen gestrichen worden. Zuvor war er im April von der Polizei wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch eines minderjährigen Jungen in London verhaftet worden. Der Fall wurde aus Mangel an Beweisen eingestellt.

Spanien: Rodri fordert Geduld mit Yamal

Lamine Yamal erzielte bei der WM bislang nur ein Tor - Spaniens Kapitän Rodri nahm ihn an dessen 19. Geburtstag aber in Schutz. Bei der EM vor zwei Jahren habe Yamal "so viel Reife" gezeigt. "Er ist jetzt zwei Jahre älter, und ihr habt gesehen, was er kann, deshalb beeindruckt es euch vielleicht nicht mehr so sehr", sagte Rodri vor dem Halbfinale gegen Frankreich am Dienstag (21 Uhr MESZ/live im ZDF) in Dallas.

Yamal müsse manchmal "seine Nervosität, seinen Drang" zügeln. "Er ist so wichtig für uns, mit und ohne Ball. Gegen Frankreich hoffen wir, dass er eine wichtige Rolle spielen kann", sagte Rodri dem "Guardian"


Schweigeminute vor Halbfinale Frankreich - Spanien

Vor dem WM-Halbfinale zwischen Frankreich und Spanien wird eine Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer des Terroranschlags von Nizza vom 14. Juli 2016 abgehalten. Das teilte der französische Staatspräsident Emmanuel Macron am Montag bei X mit.

Vor zehn Jahren war nach dem Ende des Feuerwerks zum französischen Nationalfeiertag ein islamistischer Attentäter mit einem Lastwagen durch eine Menschenmenge gefahren. 86 Menschen wurden getötet. Der Täter wurde von der Polizei erschossen. 


Wichtige Meldung

Bilic folgt Dalic als Kroatiens Nationalcoach

Der frühere Bundesliga-Profi Slaven Bilic ist zum zweiten Mal in seiner Karriere Trainer von Kroatiens Nationalmannschaft. Der 57-Jährige löst Zlatko Dalic ab, der nach dem WM-Aus gegen Portugal im Sechzehntelfinale seinen Rücktritt bekanntgegeben hatte. 

Von 2006 bis 2012 trainierte Bilic schon einmal die Auswahl seines Landes und kam bei der EM 2008 in der Schweiz und Österreich bis ins Viertelfinale. Er sei nach einem einstimmigen Vorstandsbeschluss zum Chefcoach ernannt worden, teilte der kroatische Verband mit.

Quelle: imago

Nur sechs Bundesliga-Spieler im Halbfinale

Die Bundesliga nimmt bei der WM nur noch eine Nebenrolle ein. Ganze sechs Spieler der vier Halbfinalisten stehen in Deutschland unter Vertrag. Im Vergleich zur Premier League (41), La Liga (28) und der Ligue 1 (13) bedeutet das gleichauf mit der Serie A Platz vier.

Immerhin: Mindestens einen Weltmeister wird die Bundesliga stellen, schließlich verteilt sich das Sextett auf alle vier Halbfinalisten:

  • England: Harry Kane (Bayern München), Jarell Quansah (Bayer Leverkusen)
  • Frankreich: Michael Olise, Dayot Upamecano (beide Bayern)
  • Spanien: Alejandro Grimaldo (Bayer Leverkusen, seit 1. Juli Atlético Madrid)
  • Argentinien: Exequiel Palacios (Leverkusen)

Kroos sieht keinen Streit bei Tuchel und England

Toni Kroos hat sich in der Diskussion um die Mannschaftskritik von Thomas Tuchel auf die Seite des englischen Nationaltrainers gestellt. "Wer, wenn nicht der Trainer, darf sagen, was nicht funktioniert hat?", sagte Kroos auf TikTok. "Vor allem, wenn er vorher zwei Minuten darüber gesprochen hat, was für eine geile Mentalität die Mannschaft hat."

Tuchel hatte die Leistung Englands beim knappen 2:1-Sieg im Viertelfinale gegen Norwegen als "schlampig" und "nicht schnell genug" bezeichnet.

Kroos zufolge sei die "Situation ausgenutzt" worden, speziell Jude Bellingham habe nach dem Spiel Fragen in einem anderen "Tonus" gestellt bekommen als "Tuchel es gesagt" habe.


Zeitung: Baloguns Begnadigung wohl im Alleingang entschieden

Die Begnadigung von US-Nationalspieler Folarin Balogun erfolgte offenbar auf Initiative eines einzigen Funktionärs. Informationen der "Times" zur Folge traf Mohammad Al-Kamali, Vorsitzender der FIFA-Disziplinarkommission, die Entscheidung im Alleingang. Die 17 weiteren Mitglieder des Gremiums seien von dem Mann aus den Vereinigten Arabischen Emiraten nicht einbezogen worden.

Die Aufhebung der Sperre hatte für einen Eklat gesorgt, da US-Präsident Donald Trump bestätigte, dass er FIFA-Präsident Gianni Infantino wegen des Platzverweises angerufen und eine Überprüfung gefordert habe. Infantino schob die Verantwortung der Entscheidung auf die FIFA-Disziplinarkommission.


Wichtige Meldung

Nach WM-Aus: DFB plant mit 9,4 Millionen Defizit

Das frühe Scheitern der deutschen Mannschaft kostet den DFB viel Geld. "Das Defizit liegt bei geplanten 9,4 Millionen Euro, wobei wir das Ist-Ergebnis aus Abrechnungsgründen final erst im Herbst benennen können", sagte Schatzmeister Stephan Grunwald dem "Kicker": "Ins Plus wären wir erst ab dem Finale gekommen."

Dabei hatte der Dachverband einen konservativen Haushalt für das Turnier angelegt, Prämien für die Spieler wären zudem erst ab dem Achtelfinale fällig geworden. "Ich habe die Aufgabe, so zu planen, dass auch im schlechten Falle niemand in Panik ausbrechen muss", erklärte Grunwald. 

FIFA weist Spidercam-Vorwurf bei England-Tor erneut zurück

Der Fußball-Weltverband hat bekräftigt, dass beim Ausgleichstor der Engländer im Viertelfinale gegen Norwegen alles rechtens gewesen sein soll. Die These, dass wackelnde Kamerabilder beweisen könnten, dass der Ball vor dem Treffer das Kabel einer sogenannten Spidercam berührt habe, wies die FIFA zurück. Auf dem Bildmaterial der Spidercam sei "klar zu sehen, dass die Kamera weder wackelt noch sich bewegt", teilte die FIFA "sportschau.de" mit.

Die Debatten hatten sich an einer Szene nach einem Abschlag von Norwegens Torwart Orjan Nyland entzündet. Der Ball war bei Englands Anthony Gordon gelandet, dieser hatte dann Jude Bellinghams Treffer zum 1:1 vorbereitet.


Nach WM-Aus: Hasskommentare gegen Sörloth

Alexander Sörloth ist nach Norwegens Aus in den sozialen Medien massiv beleidigt worden. Seine Partnerin Lena Selnes veröffentlichte diverse Kommentare, die sie über Instagram erreicht haben. "Bitte begehe Selbstmord, du Idiot", hieß es dort unter anderem. "Sag deinem Mann, dass er Norwegen verlassen und von einer Klippe springen soll" und "Ich werde ihn töten" waren weitere Kommentare.

"Die WM und der Fußball bringen Freude, aber auch viel Hass", schrieb Sörloths Partnerin Selnes: "Ich möchte dem eigentlich nicht viel Aufmerksamkeit geben, aber ich muss das nach diesen Kommentaren tun."


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Kane verteidigt Tuchel nach Bellingham-Kritik

Nach dem 2:1 nach Verlängerung im Viertelfinale gegen Norwegen hatte Englands Coach Tuchel gesagt, seine Mannschaft habe Glück gehabt, sei nachlässig gewesen und habe viele technische Fehler gemacht. Dies konterte Doppeltorschütze Bellingham mit der Aussage, dass man nicht jedes Spiel mit 1.000 Pässen, sondern auch mal schmutzig gewinnen müsse.  

"Er versucht, das Beste aus uns herauszuholen und wir wissen, dass wir noch ein Level besser spielen können", meldete sich nun Kane als Kapitän zu Wort. "Wir haben das gegen Norwegen nur in Ansätzen gezeigt." Kane äußerte Verständnis für Tuchels Ansprüche.

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"Unerträglicher Rassismus": Spaniens Ex-Premier in der Kritik

Der frühere spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy hat vor dem Halbfinale zwischen Spanien und Frankreich mit einer rassistischen Äußerung für Empörung gesorgt. Der frühere Politiker der konservativen Volkspartei schrieb in einem Beitrag für "El Debate", dass Frankreich über einen Kader auf höchstem Niveau verfüge. Allerdings stünden keine Franzosen in dem Fußball-Team.

Rajoys Beitrag stieß sowohl in Frankreich als auch in Spanien vor der Partie am Dienstag (21 Uhr live im ZDF) in Dallas auf scharfe Ablehnung. "Mariano Rajoys Äußerungen über die französische Nationalmannschaft zeugen von unerträglichem Rassismus", schrieb Frankreichs Fußballverbandspräsident Philippe Diallo bei X. Der aktuelle spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez betonte, dass die bessere Mannschaft gewinnen und der Rassismus verlieren möge.

BVB-Boss: Ruck durch Klopp über den Fußball hinaus

Aus Sicht von Borussia Dortmunds Klubchef Carsten Cramer könnte Jürgen Klopp als neuer Bundestrainer eine Wirkung über den Fußball hinaus haben. "Nennen Sie mir ein Argument, das gegen ihn spricht. Ich würde mich sehr freuen, wenn der DFB und Jürgen Klopp zueinanderfänden", sagte Cramer im "Kicker"-Interview. "Ich glaube, er verkörpert sehr viel von dem, was dem Fußball, aber auch unserem Land fehlt."

Klopp hat schon eine Grundsatzvereinbarung mit den Bossen des DFB um Präsident Bernd Neuendorf und Cramers BVB-Vorgänger Hans-Joachim Watzke erzielt. Eine Einigung mit Klopps derzeitigem Arbeitgeber Red Bull steht aber noch aus.


Medien: Forlán soll vorübergehend Uruguay übernehmen

Das uruguayische Fußball-Idol Diego Forlán soll nach Medienberichten vorerst die Nationalmannschaft seines Heimatlandes trainieren. Der frühere Topstürmer soll zunächst bis März die Nachfolge von Marcelo Bielsa übernehmen, der die "Celeste" nach dem Vorrunden-Aus verlässt. Dies berichtete unter anderem die spanische Zeitung "Marca" und zitierte auch Verbandspräsident Ignacio Alonso.

Anschließend soll über die weitere Besetzung des Postens entschieden werden. In Personalunion soll Forlán auch die U20-Nationalmannschaft Uruguays betreuen. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht.


Top-Stars prägen die WM wie selten zuvor

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Bei keiner WM in den vergangenen Jahrzehnten wurden so viele Topstars ihrer Rolle gerecht. Was steckt dahinter? Zufall oder Plan? Und warum hat das bei der DFB-Elf nicht geklappt?

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Medien: Klopp nicht als Red-Bull-Botschafter eingeplant

Jürgen Klopp als Bundestrainer - und Red-Bull-Markenbotschafter? Eine mögliche Doppelrolle des 59-Jährigen sorgt dieser Tage für einige Diskussionen, laut Medienberichten ist es die vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) präferierte Lösung, um bei der Auflösung von Klopps Vertrag als Fußballchef des Red-Bull-Imperiums (bis 2029) eine millionenschwere Ablöse zu sparen. Am Sonntagabend berichteten allerdings Sky und der kicker beinahe zeitgleich Gegenteiliges.

Eine Rolle als Markenbotschafter sei demnach nicht Teil der Überlegungen, Red Bull wünsche sich lediglich, "hin und wieder" auf Klopps Expertise zurückgreifen zu können. Die Kritik an einer Lösung, in der der Bundestrainer zugleich Werbeträger für Red Bull wäre, war in den vergangenen Tagen vielstimmig, kam unter anderem von Fanvertretern und auch aus den DFB-Landesverbänden. Die Lösung soll nun in der anstehenden Wochen gefunden werden, laut kicker wird sich die DFB-Spitze bereits am Dienstag mit Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff treffen. Im Rahmen des WM-Finales in den USA soll dann Ende der Woche ein Treffen Mintzlaffs mit Klopp folgen.


Yakin plant keine Karriere als Schauspieler

Murat Yakin hat seinen Sinn für Humor nach dem WM-Aus der Schweiz nicht verloren. "Ich hoffe nicht, dass ihr denkt, dass ich eine neue Karriere als Schauspieler mache", scherzte er und bezog sich darauf, dass ihn Entertainer James Corden kürzlich mit einem Bösewicht aus dem James-Bond-Kosmos verglichen hatte.

"Ich bin nach wie vor sehr gerne Trainer und extrem stolz, Schweizer Nationaltrainer zu sein", sagte Yakin. "Ich habe Lust und Freude, mit dieser Mannschaft zu arbeiten. Für mich gibt es null Gedanken daran, einen anderen Weg zu gehen. Ich freue mich auf das, was auf mich zukommt."


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ZDF-Experte Mertesacker zum DFB? Immer mehr Fürsprecher für "tolle Idee"

Nach Uli Hoeneß machen sich weitere prominente Namen für einen Spitzenposten für Ex-Weltmeister Per Mertesacker im deutschen Fußballs stark. Der 41-Jährige wird für eine verantwortliche Rolle beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) gehandelt, womöglich auch in einer künftig neuen Funktion als Verschmelzung zwischen Geschäftsführer und Sportdirektor. 

"Einen Per Mertesacker kann ich mir gut vorstellen. Der hat beim FC Arsenal sehr erfolgreich gearbeitet", sagte 1990-Weltmeister Pierre Littbarski in der TV-Sendung "Doppelpass". Mertesacker leitete zuletzt acht Jahre die Nachwuchsakademie des englischen Meisters FC Arsenal. Hoeneß hatte den Weltmeister von 2014 in der vergangenen Woche ins Gespräch gebracht. Darauf angesprochen, sagte Mertesacker als ZDF-Experte: "Ich glaube, ich bin wirklich gewachsen in den letzten Tagen, weil es natürlich super schön ist, ein positives Echo zu bekommen von den Fußballgrößen dieses Landes." Er stünde für eine Aufgabe beim DFB zur Verfügung.

Auch Stefan Effenberg sprach sich für den 104-maligen Nationalspieler in einer führenden DFB-Rolle aus: "Ich finde Mertesacker eine tolle Idee. Das macht Sinn. Du brauchst mehr Fachkompetenz in dem Team. Das ist ganz wichtig für den Aufbau von unten."

Quelle: dpa, sid, Reuters
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