Bei Dopingprobe EPO gefunden:Vorläufige Sperre für Marathon-Weltmeisterin Jepchirchir
Marathon-Weltmeisterin Peres Jepchirchir ist wegen Dopingverdachts vorläufig gesperrt worden. Laut Weltverband WA sind bei der Kenianerin Spuren von EPO nachgewiesen worden.
Die kenianische Marathonläuferin Peres Jepchirchir ist vorläufig gesperrt. Bei einer Dopingprobe wurde in ihrem Blut Spuren von EPO nachgewiesen. 2021 wurde sie Olympiasiegerin.
23.10.2026 | 0:51 minNeuer Doping-Skandal in der Leichtathletik: Kenias Marathon-Weltmeisterin Peres Jepchirchir ist vorläufig gesperrt worden. Bei der 33-Jährigen wurden bei einer Dopingprobe Spuren von EPO nachgewiesen, wie die unabhängige Integritätseinheit (AIU) des Weltverbandes WA mitteilte. Das Mittel fördert die Bildung roter Blutkörperchen und verbessert dadurch den Sauerstofftransport im Blut.
Weltverband: EPO bei Jepchirchir gefunden
Bei den pandemiebedingt um ein Jahr verschobenen Olympischen Spielen 2021 von Tokio hatte Jepchirchir ebenfalls Gold gewonnen. Früher hielt sie den Weltrekord im Halbmarathon, außerdem gewann Jepchirchir die großen Marathon-Rennen in London (2024), Boston (2022) und New York (2021).
Nach Angaben der AIU wurde Jepchirchirs Probe im Training in Kenia genommen, bevor sie den Sydney-Marathon am 30. August gewann. "Wir stehen unter Schock, insbesondere angesichts des Kalibers von Peres Jepchirchir und ihrer herausragenden Karriere", sagte Barnabas Korir vom kenianischen Leichtathletik-Verband.
Kenia: Über 140 Sperren seit 2017
Kenia sieht sich seit mehreren Jahren mit einer zunehmenden Zahl von Dopingfällen konfrontiert. Seit 2017 wurden mehr als 140 kenianische Athletinnen und Athleten wegen der Verwendung verbotener Substanzen oder verpasster Tests gesperrt oder von Wettkämpfen ausgeschlossen. Unter ihnen ist auch Ruth Chepngetich, die Weltrekordhalterin im Marathon.
Das Land hat kürzlich den Zuschlag für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2029 erhalten, es werden die ersten Titelkämpfe auf dem afrikanischen Kontinent sein. "Diese Meisterschaften werden uns bei unserem Bestreben helfen", die kenianische Leichtathletik sauberer zu machen, hatte WA-Präsident Sebastian Coe zuletzt gesagt.
Eine Flut von Doping-Verstößen beschäftigt Kenias Sport. 27 Athleten sind vorläufig suspendiert - nicht nur Läuferinnen und Läufer, sondern wohl auch Fußballer und Basketballer.
03.03.2026 | 0:28 min"Kenia bezeichnet sich mit Stolz als Heimat der Champions. Damit dieser Ruf erhalten bleibt und glaubwürdig ist, muss die Leichtathletik dort aber auch sauber sein", sagte Witold Banka, Präsident der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), zuletzt bei einem Besuch im Land: "Deshalb braucht Kenia eine starke Kultur des sauberen Sports, null Toleranz gegenüber Doping und ein entschlosseneres Vorgehen bei dessen Verhinderung und Bekämpfung."