Der Wettbewerb startet am Mittwoch:Alles Wissenswerte zur Fußball-Europa-League
von Tjard Häusling
Am 16. September ist es so weit: Die Europa League startet in die Ligaphase der neuen Saison. Zwei deutsche Mannschaften wollen im Rennen um den Pokal mitmischen.
Um ihn geht es: Der Europa-League-Pokal.
Quelle: dpaWelche deutschen Teams sind dabei?
Bayer 04 Leverkusen und TSG Hoffenheim gehen in den zweitwichtigsten europäischen Vereinswettbewerb.
Nachdem die Leverkusener zuletzt zwei Jahre in der Champions League gespielt hatten, müssen sie nach Rang sechs in der abgelaufenen Bundesliga-Saison mit der Europa League vorliebnehmen. Beim bis dato letzten Anlauf der Leverkusener in der Europa League führte der Weg bis ins Finale: 2024 unterlag die Mannschaft von Trainer Xabi Alonso im Endspiel Atalanta Bergamo mit 0:3.
Die TSG spielte zuletzt 2024/25 in der Europa League - jene Saison, in der zum ersten Mal im Ligamodus gespielt wurde. Gerne werden sich die Hoffenheimer allerdings nicht daran erinnern: Mit nur zwei Siegen in acht Spielen verpassten sie die K.o.-Runde.
Der FC Augsburg zeigt wieder eine starke zweite Halbzeit und dreht dank Gregoritsch gegen Bayer Leverkusen zwischenzeitlich die Partie. Für den Sieg reicht es aber nicht ganz.
14.09.2026 | 8:32 minWie stehen die Chancen für Leverkusen und Hoffenheim?
Speziell Bayer Leverkusen darf man zum Favoritenkreis zählen. Bayer nahm im Sommer viel Geld in die Hand und setzte auf einen neuen Trainer mit neuem System. Das Ziel: Bayer will seine Position unter den führenden Klubs Europas weiter festigen. Neben der Champions-League-Qualifikation über die Bundesliga hat die Werkself sicherlich auch den Weg über den Triumph in der Europa League im Blick.
Etwas anders ist die Gemengelage in Hoffenheim: Zwar blickt die TSG auf die seit Jahren überzeugendste Spielzeit zurück und konnte einen Großteil ihres Kaders und den Führungsstab halten. Dennoch startet Hoffenheim holprig in diese Saison.
Dazu gehört das Programm in der Ligaphase zu den kniffligeren in diesem Jahr. Dennoch sollte definitiv ein besseres Abschneiden als vor zwei Jahren möglich sein.
1. Spieltag:
Bayer 04 Leverkusen − NK Celje
OFI Kreta – TSG 1899 Hoffenheim
2. Spieltag:
Lech Posen – Bayer 04 Leverkusen
TSG 1899 Hoffenheim – Beşiktaş JK
3. Spieltag:
OFI Kreta – Bayer 04 Leverkusen
TSG 1899 Hoffenheim – Olympique Lyon
4. Spieltag:
Bayer 04 Leverkusen – Olympique Marseille
Crystal Palace – TSG 1899 Hoffenheim
5. Spieltag:
Dinamo Zagreb – Bayer 04 Leverkusen
TSG 1899 Hoffenheim – SK Sturm Graz
6. Spieltag:
Bayer 04 Leverkusen – Beşiktaş JK
RSC Anderlecht – TSG 1899 Hoffenheim
7. Spieltag:
Bayer 04 Leverkusen – RB Salzburg
Olympiakos Piräus – TSG 1899 Hoffenheim
8. Spieltag:
Olympique Lyon – Bayer 04 Leverkusen
TSG 1899 Hoffenheim – Ferencváros
Gefühltes Heimspiel für Stuttgart in Hoffenheim, aber keine Punkte. Mit 2:1 holt die TSG ihren ersten Saisonsieg. Mann des Tages ist Angreifer Adam Hlozek.
14.09.2026 | 9:23 minWelche Vereine sind Favorit?
Die größten Namen im Wettbewerb haben die italienischen Topklubs Juventus und AC Mailand. Dem Selbstverständnis der beiden Vereine zufolge sollte es ihnen eher um den Henkelpott in der Königsklasse gehen. Diese Möglichkeit verspielten beide Klubs jedoch am letzten Spieltag der Vorsaison.
Blut geleckt haben könnte auch Crystal Palace: Nach Jahrzehnten der Titellosigkeit gewannen die Londoner vor zwei Spielzeiten den nationalen FA Cup und im vergangenen Mai die Conference League. Das einzige Problem ist, dass Erfolgstrainer Oliver Glasner mittlerweile weg ist und Nottingham trainiert.
Crystal Palace setzte sich im Finale der Conference League gegen Rayo Vallecano durch. Den entscheidenden Treffer erzielte der Ex-Mainzer Jean-Philippe Mateta zum 1:0-Endstand.
28.05.2026 | 0:59 minWie wird die K.o.-Phase erreicht?
2024 veränderte die UEFA den Turniermodus ihrer drei Wettbewerbe grundlegend. Auf das Gruppenphasen-Modell folgte ein Liga-System, bevor die K.o.-Runde startet. In diesem Ligasystem werden jedem der 36 Europa-League-Teilnehmer acht Gegner zugelost. Nach Ende der acht Partien ergibt sich eine Abschlusstabelle.
Die Plätze 1 bis 8 sind direkt fürs Achtelfinale qualifiziert. Die Plätze 9 bis 24 treten in einer Play-Off-Runde gegeneinander an und ermitteln den Achtelfinal-Gegner der schon qualifizierten Spitzengruppe. Die Ränge 25 bis 36 scheiden aus.
Wo findet das Finale statt?
Das Endspiel der Europa League findet am 26. Mai 2027 in Frankfurt statt. Im Stadion des Europa-League-Siegers von 2022 findet erstmals ein als Einzelspiel ausgetragenes Europapokal-Endspiel der Männer statt.
Nach dem Champions-League-Finale 2025 in München und dem Conference-League-Finale 2026 in Leipzig findet somit das dritte Mal in Folge ein Europapokal-Endspiel in Deutschland statt.
Wie ist die Preisgeldverteilung?
Neben der Freude der Anhängerschaft und dem Prestige, was einem Verein das Weiterkommen im Europapokal bringt, birgt der sportliche Erfolg in der Europa League natürlich auch ökonomische Anreize.
Preisgelder in der Saison 2025/26
Im Topf befinden sich 565 Millionen Euro. Der Gesamtpool an Prämien besteht aus drei Säulen:
Startgeld (27,5 Prozent):
Jeder Klub erhält 4,31 Millionen Euro - unabhängig davon, wie er abschneidet.
Erfolgsabhängige Prämie (37,5 Prozent):
Jeder Sieg wird mit 450.000 Euro und jedes Remis mit 150.000 Euro belohnt. Die 150.000 Euro, die dabei bei jedem Remis-Spiel übrig bleiben, werden am Ende auf alle Klubs gleichermaßen aufgeteilt. Zusätzlich erhalten die Teams, die auf den Plätzen eins bis acht landen, weitere 600.000 Euro. Die Vereine auf den Rängen neun bis 16 bekommen zusätzlich 300.000 Euro.
Für das Erreichen der K.o.-Phase erhält jeder Verein 300.000 Euro, für das Achtelfinale gibt es 1,75 Millionen Euro, für das Viertelfinale 2,5 Millionen, für das Halbfinale 4,2 Millionen und für den Finaleinzug sieben Millionen - für den Sieg des Turniers gibt es dann nochmal sechs Millionen Euro obendrauf.
Wertprämie (35 Prozent):
Die neu geschaffene Wertesäule setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Dem europäischen Teil und dem nicht-europäischen Teil, deren verfügbaren Gesamtbeträge aus dem Verkauf der Medienrechte in den UEFA-Märkten (europäischer Teil) und allen anderen Märkten (nicht-europäischer Teil) stammen.