Viersatz-Sieg gegen Shelton:Zverev gewinnt die US Open und den zweiten Grand-Slam-Titel
von Sabine Fledersbacher
Alexander Zverev gewinnt die US Open und damit seinen zweiten Grand-Slam-Titel. Im Finale von New York gewinnt er gegen Ben Shelton - und realisiert es erst nicht.
Alexander Zverev gewinnt die US-Open. Er dominiert im Finale gegen Ben Shelton aus den USA und gewinnt somit seinen zweiten Grand Slam. Den Matchball nahm er erst gar nicht wahr.
14.09.2026 | 1:45 minAlexander Zverev hat die US Open gewonnen und sein herausragendes Tennis-Jahr mit dem zweiten Grand-Slam-Titel in dieser Saison und in seiner Karriere gekrönt.
Der 29 Jahre alte Weltranglisten-Zweite gewann das Finale in New York gegen US-Lokalmatador Ben Shelton mit 6:3, 7:6 (7:2), 5:7, 6:2. Damit ist Zverev erst der zweite Deutsche nach Boris Becker 1989, der die US Open gewann. Bei den Frauen gelang Angelique Kerber 2016 der Triumph in New York.
Nach seinem zweiten Grand-Slam-Titel bilanziert Alexander Zverev am ZDF-Mikrofon seine Leistung und was ihm dieser Titel bedeutet. Interview: Jannik Schneider.
14.09.2026 | 0:48 minZweiter Grand-Slam-Titel binnen drei Monaten
Zverev spielt die bislang beste Saison seiner Karriere. Im Juni gewann er die French Open und damit seinen langersehnten ersten Grand-Slam-Titel. In Wimbledon schaffte er es ebenfalls bis ins Finale, bei den Australian Open zu Jahresbeginn bis ins Halbfinale. Nun der Triumph bei den US Open.
Den gewonnenen Matchball realisierte der 29-Jährige in seiner Konzentration erst kurz nicht. Nach dem Blick auf die Ergebnistafel aber riss Zverev die Arme hoch und strahlte: Er ist nun zweifacher Grand-Slam-Gewinner.
Zverev dankt emotional seiner Mutter
"Es hat fast 30 Jahre gebraucht, und jetzt gewinnen wir zwei Grand Slams in drei Monaten", sagte Zverev in seiner Siegeransprache an sein Team gerichtet. Zudem dankte er in emotionalen Worten seiner Mutter, die trotz seiner Diabetes-Diagnose im Kindesalter an eine Tenniskarriere geglaubt hatte. "Sie ist die wichtigste und stärkste Person, die ich kenne."
Zverev als klarer Favorit in sein zweites US-Open-Finale
Bei den US Open stand Zverev schon einmal 2020 im Finale, das er damals nach Zwei-Satz-Führung noch verlor. Im diesjährigen Finale wollte er es besser machen. Als Nummer eins in New York gesetzt, war Zverev gegen Shelton klarer Favorit. Die fünf Matches zuvor gegen den 23 Jahre alten US-Amerikaner hatte er allesamt gewonnen.
Gleichzeitig war der Deutsche aber gewarnt, denn Shelton hatte im Viertelfinale den spanischen Titelverteidiger Carlos Alcaraz in einem Fünf-Satz-Krimi niedergerungen.
Shelton ging zwar mit der Unterstützung des US-Publikums im Rücken ins Finale, der Weltranglisten-Neunte startete aber nervös und schenkte dem Deutschen mit einem Doppelfehler gleich im ersten Spiel das frühe Break. Während Zverev seine Aufschlagspiele durchbrachte, patzte Shelton bei erneutem Breakball gegen sich mit einem weiteren Doppelfehler und der erste Satz ging im Eiltempo an Zverev.
Boris Becker konnte bislang als einziger Deutscher die US Open gewinnen. Für das diesjährige Finale traut er Alexander Zverev den Titel zu. Der 29-Jährige habe sich stark verbessert.
12.09.2026 | 3:25 minZverev verliert dritten Satz
Der zweite Satz gestaltete sich ausgeglichener, Shelton fing sich und bot Zverev Paroli. Die Entscheidung musste im Tiebreak fallen. Zverev spielte hochkonzentriert, holte früh zwei Mini-Breaks und entschied auch den zweiten Satz für sich.
Nach gut zwei Stunden musste Zverev im dritten Satz dann den ersten Breakball abwehren, tat dies souverän. Shelton steckte aber, angefeuert vom heimischen Publikum, nicht auf und erspielte sich drei Satzbälle - und holte den dritten Satz.
Frühes Break bringt die Vorentscheidung
Kippte nun das Momentum Richtung Shelton? Zverev ließ das nicht zu, breakte den US-Amerikaner gleich zum Auftakt des vierten Satzes. Hochkonzentriert brachte der Deutsche seine Aufschläge durch und schaffte das zweite Break zum 5:2. Den doppelten Vorsprung ließ sich Zverev nicht mehr nehmen.
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