Fit trotz Dunkelheit: Tipps und Tricks zum Wachwerden im Winter

Was gegen Müdigkeit im Winter hilft:Tipps zum Wachwerden: Fit in den Tag trotz Dunkelheit

von Thilo Hopert

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Wenn es morgens länger dunkel bleibt, kommt der Körper oft nur langsam in Gang. Warum viele im Winter müde sind und welche einfachen Mittel den Start in den Tag erleichtern können.

Jemand liegt im Bett und schläft.

Morgens kämpfen viele mit Müdigkeit oder fehlender Motivation, vor allem wenn es draußen noch dunkel ist. So kommen Sie morgens leichter in Schwung.

27.01.2026 | 4:28 min

Der Wecker klingelt, draußen ist es noch stockdunkel und der Körper oft noch träge. Vielen Menschen fällt das Wachwerden vor allem in der dunklen Jahreszeit schwer. Schuld ist oft der Mangel an Licht, der den natürlichen Rhythmus stört.

Der Hell-Dunkel-Wechsel ist der wichtigste Zeitgeber für unsere innere Uhr und den Schlaf-Wach-Rhythmus.

Prof. Dr. Dieter Riemann, Vorstandsreferent, Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin

Wenn die Tage kürzer sind und durch das Wetter auch die Sonneneinstrahlung zu wünschen übrig lässt, mindere das unsere Wachheit, erklärt Dieter Riemann, Vorstandsreferent der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM).

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Neben dem veränderten Rhythmus spielt auch das Hormon Melatonin, das in der Dunkelheit ausgeschüttet wird, eine Rolle. Melatonin steuert unseren Schlaf-Wach-Rhythmus und bereitet den Körper physiologisch auf den Schlaf vor. Ist es im Herbst und Winter dunkler, gilt folgender Zusammenhang: "Mehr Dunkelheit bedeutet mehr Melatonin - und damit ein größeres Schlafbedürfnis. Das bilden wir uns nicht ein, das ist knallharte Biologie", sagt Riemann.

Was können wir tun, um dennoch morgens in Gang zu kommen?

Waldemar liegt wach im Bett. Neben ihm steht ein Wecker, die Uhrzeit zeigt 3:41h nachts an.

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Tipp 1: Genügend Schlaf ist die wichtigste Komponente

Besseres Wachwerden beginnt für Riemann bereits am Abend. "Man muss darauf achten, dass man genügend Schlaf bekommt", so der Experte. Die meisten Erwachsenen brauchen laut Riemann sechs bis neun Stunden Schlaf, im Mittel sind es siebeneinhalb Stunden.

Wenn ich im Sommer siebeneinhalb Stunden Schlaf brauche, sollte ich im Winter acht Stunden haben.

Prof. Dr. Dieter Riemann, Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin

Genügend Schlaf könne das gestiegene Schlafbedürfnis ausgleichen. Wichtig ist zudem ein regelmäßiger Schlafrhythmus - auch am Wochenende. Zu spätes Zubettgehen oder Aufstehen könne das Wachwerden erschweren, so Riemann.

Ein Powernap, also ein kurzes Nickerchen, kann laut Schlafexperten Riemann bei einem Leistungstief helfen, die Wachheit zu erhöhen. Wichtig ist die Dauer: Das Schläfchen sollte nicht länger als 20 bis 30 Minuten sein, damit das Gehirn nicht in die Tiefschlafphase rutscht. Andernfalls fühlt man sich danach oft müder als zuvor. Deshalb empfiehlt es sich, einen Wecker zu stellen. Wer nicht einschläft, muss sich nicht ärgern - auch kurze Ruhephasen können erholsam sein.


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Tipp 2: Bewegung und kaltes Wasser zum Wachwerden

Ein natürlicher Wachimpuls ist Bewegung. "Eine kurze, ein- bis zweiminütige körperliche Betätigung oder Gymnastik kann nach dem Aufstehen gegen Müdigkeit helfen", so der Experte.

Neben Bewegung wirkt auch Kälte aktivierend. Wechselduschen sind ein guter Wachmacher. Anfangen sollte man mit warmem Wasser und mit zunächst sanften Temperaturänderungen, um den Körper nicht zu überfordern. Nach zwei bis drei Wechseln sollte man mit kaltem Wasser enden. "Das bringt den Kreislauf in Schwung und macht einen wach", so Riemann.

Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Infekten ist von Wechselduschen allerdings abzuraten. Für den Körper stellen sie eine zusätzliche Belastung dar.

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Tipp 3: Tee und Kaffee als Wachmacher

Kaffee und Tee können beim Wachwerden unterstützen. "Koffein ist wissenschaftlich gut untersucht. Es ist eine stimulierende Substanz, die nachweisbare Effekte hat", erklärt der Experte. Heißt: Koffein macht wach. Der klassische Filterkaffee hat laut Riemann den höchsten Koffeingehalt.

Teetrinker sollten auf die Brühzeit achten. Drei Minuten gelten sowohl bei schwarzem als auch bei grünem Tee als ideal, um die belebende Wirkung zu entfalten. "Blätter haben zudem stärkere Effekte als Beutel", so der Schlaf-Experte.

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Tipp 4: Tageslichtlampen können Schlaf-Wach-Rhythmus stützen

Spezielle Tageslichtlampen können laut Riemann in der dunklen Jahreszeit einen positiven Effekt haben, um sich wacher zu fühlen. Auch laut Bundesamt für Strahlenschutz können Tageslichtlampen den Schlaf-Wach-Rhythmus unterstützen. Der Effekt der speziellen Lampen kommt durch die hohe Leuchtkraft von 5.000 bis 10.000 Lux. Normale Zimmerlampen leuchten mit 100 bis 300 Lux.

Riemann empfiehlt, bei Produkten auf eine CE-Zertifizierung zu achten. Um eine Wirkung zu merken, muss man eine Tageslichtlampe regelmäßig anwenden. Der Effekt ist laut des Experten eher sanft, jedoch wissenschaftlich erwiesen.

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Über dieses Thema berichtete das ZDF in der Sendung "Volle Kanne" am 26.01.2026 ab 09:05 Uhr.

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