Was tun bei Schlafproblemen:Wenn die Nächte kurz und die Tage zäh sind
von Daniela Hoyer
Wer nachts nicht schlafen kann, spürt das oft auch am Tag. Was passiert, wenn der Schlaf keine Erholung bringt? Wie kann es gelingen, besser zu schlafen?
Die Reportage von 37 Grad zeigt drei Lebensgeschichten, in denen Schlafmangel zur täglichen Belastung wird.
13.01.2026 | 28:35 minEine "Gute Nacht" ist für viele Menschen nicht selbstverständlich: Mehr als ein Drittel der Deutschen haben zumindest hin und wieder Probleme mit dem Schlaf. Und die Zahl jener, die nachts wachliegen, steigt. Auch Kinder und Jugendliche sind zunehmend betroffen.
Schlafmangel macht müde, gereizt - und auf Dauer krank. Konzentrationsprobleme und manchmal sogar Angstzustände kommen hinzu. 37 Grad begleitet Menschen, deren Alltag durch Schlafstörungen aus dem Takt geraten ist - und zeigt ihre Suche nach einem Weg aus dem Teufelskreis.
Regelmäßig wach im Bett zu liegen, kann auf Dauer sehr belastend sein. Dr. Christoph Specht verrät, welche Routinen helfen können. Außerdem ordnet er ein, wann Schlafmittel eine Option sind.
14.01.2026 | 7:22 minHormone bringen beim Schlaf viel durcheinander
Jeden Abend graut es Susanne davor, ins Bett zu gehen. Was für andere selbstverständlich ist, wird für die 58-jährige Bremerin zur Qual. Seit einer Brustkrebserkrankung vor acht Jahren leidet sie unter massiven Schlafstörungen.
Die Medikamente haben mich in die Wechseljahre geschossen. Wenn ich einschlafe, dann kriege ich eine Schwitzattacke und bin hellwach.
Susanne, leidet seit acht Jahren unter Schlafstörungen
Die Nächte sind kurz, die Tage zäh. Trotzdem gibt Susanne nicht auf: Mit Hilfe eines Schlafcoachs will sie endlich wieder zur Ruhe finden.
Über ein Drittel der Fünft- bis Zehntklässler haben laut einer Studie Schlafprobleme. Ursächlich seien neben digitalen Medien auch Stress, Zukunftsängste und Leistungsdruck.
20.07.2025 | 1:29 minDauerstress beeinträchtigt den Schlaf
"Es ist einfach wie so ein Nebel im Kopf, der einen sehr langsam macht", sagt Waldemar. Der 36-Jährige schläft seit zehn Jahren schlecht - vier Stunden pro Nacht sind keine Seltenheit. Wenn er wach im Bett liegt, kreisen die Gedanken - Arbeit, Selbständigkeit, Nebenjob, seine Familie. Sein Körper steht unter Dauerstrom. Ob seelische oder körperliche Ursachen dahinterstecken, soll nun ein Schlaflabor klären. Waldemar hofft auf eine Antwort - und auf Erleichterung.
Welche Faktoren die Nachtruhe stören können und was man gegen Schlafprobleme tun kann.
25.03.2025 | 4:28 minSchichtdienst führt zu Schlaflosigkeit
Für Katharina ist Schlaflosigkeit Teil des Berufsalltags. Die 28-jährige Intensivpflegerin arbeitet im Schichtdienst, ihr Rhythmus gerät ständig durcheinander.
Ich mache mir schon daheim Druck, wenn ich nicht schlafen kann.
Katharina, arbeitet im Schichtdienst
Sie und ihre Kollegen dürften keine Fehler machen, sagt Katharina. "Es sind schließlich Menschen, mit denen wir arbeiten." Der Anspruch, immer funktionieren zu müssen, raubt ihr den Schlaf. Gemeinsam mit zwei Kolleginnen sucht sie Hilfe bei einer Meditationslehrerin.
Plötzliches Einschlafen und unkontrollierbare Schlafattacken: Narkolepsie belastet den Alltag der Betroffenen erheblich. Wie läuft die Diagnose ab und was hilft gegen den Schlafdrang?
13.01.2026 | 5:12 minDie gravierenden Folgen der Schlaflosigkeit
Die Folgen von Schlafproblemen und einer ausbleibenden Regeneration des Körpers sind nicht zu unterschätzen. Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Gereiztheit und Kopfschmerzen sind dabei nur die bekanntesten Symptome. Die Forschung zeigt auch: Zu wenig Schlaf wirkt wie Alkohol. Sind wir 17 Stunden am Stück wach, ist das mit etwa 0,5 Promille zu vergleichen.
Ein falsches Kopfkissen kann zu Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Atemproblemen führen. Daher kann eine individuelle Wahl des Kissens sinnvoll sein.
30.10.2024 | 5:56 minLangfristig schadet der Schlafmangel auch dem Gehirn: Metabolische Abfallprodukte können nicht abtransportiert werden, wenn wir zu wenig schlafen. Damit steigt das Risiko für neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson. Auch kann das Gehirn die Erlebnisse des Tages dann nicht ausreichend sortieren. Die Folge sind Schwierigkeiten beim Lernen und Erinnern. Auch Depressionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Angstzustände können auf Schlafprobleme zurückzuführen sein.
Wir schlafen ein Drittel unseres Lebens. 43 Prozent der Deutschen aber leiden unter Schlafstörungen. Saskia Fröhlich geht der Frage nach, was das Geheimnis guten Schlafes ist.
18.12.2024 | 44:49 minWelche Maßnahmen den guten Schlaf zurückbringen können
Gegen eine unruhige Welt, Geldsorgen oder Arbeitszeiten lässt sich oft wenig unternehmen. Doch auch schon kleine Veränderungen in der abendlichen Routine können Wirkung zeigen: Einheitliche Bett- und Aufstehzeiten tragen zu einer guten Nacht bei; wie auch eine dunkle und ruhige Umgebung. Auch Entspannungstechniken wie aktive Atmung, Yoga oder Meditation können beim Einschlafen helfen.
Die Gründe für die Schlaflosigkeit sind vielfältig: Mentale Belastungen wie Stress und Sorgen können uns wachhalten. Auch psychische Krankheiten wie Angststörungen oder Depressionen gehen oftmals mit Schlafproblemen einher - oder können umgekehrt von ihnen bedingt werden. Daneben lassen uns auch Alkohol oder Koffein schlecht schlafen. Aber auch äußere Umstände wie ein durch Schichtarbeit bedingter ungewöhnlicher Rhythmus sorgen für wenig erholsamen Schlaf: So leiden mehr als die Hälfte aller Intensivpflegenden unter Schlafproblemen.
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