ZDF-Politbarometer: Reformpaket kommt nicht bis zum Sommer

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ZDF-Politbarometer:Mehrheit: Reformpaket kommt nicht bis zum Sommer

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Fast drei Viertel der Deutschen glauben laut ZDF-Politbarometer nicht, dass die Bundesregierung ihr Reformpaket zu Rente, Gesundheit, Pflege und Steuern bis zum Sommer vorlegt.

David-7-Grafik-Politbarometer

Die Mehrheit der Deutschen zweifelt an schnellen Reformen bei Steuern, Arbeit und Rente. Laut ZDF-Politbarometer halten viele Veränderungen für nötig, nur wenige akzeptieren aber Belastungen.

19.06.2026 | 0:28 min

Die Bundesregierung ist angetreten, um unter anderem bei den Themen Rente, Gesundheit, Pflege und Steuern grundlegende Reformen in Angriff zu nehmen. In einem neuen Anlauf sollen jetzt bis zum Sommer entsprechende Reformen von der Koalition beschlossen und vorgelegt werden.

Die Bundesregierung wird das angekündigte Reformpaket bei Steuern, Arbeitsmarkt und Rente bis zum Sommer vorlegen ...
Wer ist hauptsächlich Schuld, dass die Bundesregierung bei den Reformen nur schwer vorankommt?
Große Probleme bei Rente, Arbeitsmarkt, Gesundheit: Grundlegende Reformen, die auch zu Belastungen führen ...
Für grundlegende Reformen würde ich persönlich ... Belastungen hinnehmen:
Die Bundesregierung wird mit den Reformen einen wichtigen Beitrag zur Lösung der Probleme in Deutschland leisten ...
Projektion: Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre ...
Bewertung der zehn wichtigsten Politiker/innen
Bewertung der zehn wichtigsten Politiker/innen
Bewertung der Arbeit von Bundesregierung und Bundeskanzler
CDU lehnt politische Zusammenarbeit ab ...
Unionsanhänger: CDU lehnt politische Zusammenarbeit ab ...
Für ein Ende des Krieges in der Ukraine: Könnten da zurzeit Gespräche westlicher Politiker mit Putin viel erreichen?
Die europäischen Staaten sollten die Ukraine militärisch unterstützen ...
Bei dauerhaftem Waffenstillstand: Wenn Deutschland sich an der militärischen Sicherung der Straße von Hormus beteiligt ...
Krieg zwischen USA und Iran
Wird Deutschland Fußball-Weltmeister?
Die deutsche Mannschaft kommt bei der Fußball-Weltmeisterschaft maximal bis ...
Projektion  
Politische Stimmung in Deutschland
Keine Wahlabsicht
Was halten Sie von ...
Was halten Sie von ...
Was halten Sie von ...
Bundeskanzler Merz macht seine Arbeit eher ...
Die Bundesregierung macht ihre Arbeit eher ...
Allgemeine Wirtschaftslage in Deutschland
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Wirtschaftskompetenz
Mit der Wirtschaft in Deutschland| geht es eher ...   
Bringt die EU-Mitgliedschaft der deutschen Bevölkerung eher ...
Wie kommen die Politbarometer-Ergebnisse zustande?
Wann sind Umfragen repräsentativ?
Wann sind Umfragen repräsentativ?
Wie genau sind die Umfragen?

Dass ihr dies gelingt, bezweifeln allerdings 73 Prozent und nur 24 Prozent glauben, dass die Bundesregierung das schaffen wird (Rest zu 100 Prozent hier und im Folgenden jeweils "weiß nicht"). Die Schuld, dass die Regierung bei diesen Reformen zum Teil nur schwer vorankommt, wird dabei von einer großen Mehrheit (71 Prozent) allen beteiligten Koalitionären gleichermaßen zugeschrieben, 14 Prozent machen dafür hauptsächlich die SPD verantwortlich, acht Prozent die CDU und vier Prozent die CSU.

Dabei werden grundlegende Reformen, die auch zu Einschnitten und finanziellen Belastungen führen, von 87 Prozent als sehr wichtig oder wichtig bezeichnet. Lediglich zehn Prozent sehen das nicht so. Gleichzeitig gibt es aber erhebliche Zweifel an der Reformbereitschaft in unserem Land: Nur 19 Prozent gehen davon aus, dass die Bereitschaft für solche Reformen groß ist.

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11.06.2026 | 1:46 min

Gut drei Viertel (78 Prozent) glauben nicht, dass hierfür bei uns alles in allem eine hohe Bereitschaft vorhanden ist. Auch die Bereitschaft, im Rahmen dieser Reformen persönlich große Belastungen hinzunehmen, ist mit 25 Prozent eher gering. 72 Prozent wären dazu nicht bereit.

Allerdings erwarten auch nur 23 Prozent, dass die Bundesregierung mit ihren Reformen einen wichtigen Beitrag zur Lösung der Probleme in Deutschland leisten wird, 74 Prozent und Mehrheiten in allen Parteianhängergruppen außer der CDU/CSU bezweifeln das.

Projektion: AfD weiter vor der Union

Weiterhin ist die AfD - jetzt mit einem neuen Rekordwert - in der Politbarometer-Projektion stärkste Partei: Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, käme die CDU/CSU auf 24 Prozent (minus eins) und die AfD auf 28 Prozent (plus eins).

Die SPD würde sich leicht auf 13 Prozent (plus eins) verbessern, die Grünen kämen nur noch auf zwölf Prozent (minus zwei) und die Linke auf elf Prozent (unverändert). Die FDP erhielte vier Prozent (plus eins) und alle anderen Parteien zusammen acht Prozent (unverändert), darunter keine Partei, die mindestens drei Prozent erreichen würde. Mit diesem Ergebnis hätte Schwarz-Rot weiterhin keine Mehrheit.

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Nicht nur auf Bundesebene werden Mehrheiten jenseits der AfD immer schwieriger. Deshalb stellt sich insbesondere für die CDU die Frage, wie sie sich zur AfD und zur Linken positioniert. Dass die CDU eine politische Zusammenarbeit mit der AfD ablehnt, finden 63 Prozent richtig und 35 Prozent nicht richtig.

Eine Zusammenarbeit mit der Linken wird mehrheitlich aber anders gesehen: Dass die CDU auch diese ablehnt, finden nur 37 Prozent aller Befragten richtig und 57 Prozent nicht richtig. Die Anhänger der Union sprechen sich allerdings mehrheitlich sowohl gegen eine Zusammenarbeit mit der AfD (79 Prozent zu 19 Prozent) als auch mit der Linken (60 Prozent zu 34 Prozent) aus.

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Top Ten: kein eindeutiger Trend

Bei der Beurteilung nach Sympathie und Leistung ("Was halten Sie von?") liegt Verteidigungsminister Boris Pistorius weiterhin auf Platz eins. Er wird auf der Skala von +5 bis -5 mit einem Durchschnittswert von 1,5 (hier und im Folgenden Vergleichswert von Anfang Juni: 1,6) beurteilt.

Es folgen Cem Özdemir mit 1,0 (1,1) und Johann Wadephul mit 0,3 (0,4). Danach beginnt der Negativbereich: Lars Klingbeil wird mit minus 0,4 (minus 0,4) beurteilt, Bärbel Bas mit minus 0,7 (minus 0,9), Markus Söder ebenfalls mit minus 0,7 (minus 0,7) und Heidi Reichinnek mit minus 0,8 (minus 0,6). Friedrich Merz kommt auf minus 1,3 (minus 1,4), Katherina Reiche auf minus 1,5 (minus 1,5) und Schlusslicht bleibt Alice Weidel mit minus 2,4 (minus 2,3).

Krieg zwischen USA und Iran: Wenig Vertrauen in Waffenstillstand

Die am Mittwochabend unterschriebene Vereinbarung zwischen den USA und Iran sieht unter anderem einen Waffenstillstand vor. Dass dieser hält, bezweifelt mit 76 Prozent eine deutliche Mehrheit (hält: 21 Prozent). Für den Fall eines dauerhaften Waffenstillstands finden es 57 Prozent gut (nicht gut: 38 Prozent), wenn sich Deutschland zusammen mit anderen europäischen Staaten an der militärischen Sicherung der Straße von Hormus beteiligt.

Die Beteiligung wird dabei jeweils von Mehrheiten der Anhänger von Union (72 Prozent), SPD (73 Prozent), Grünen (64 Prozent) und FDP (64 Prozent) geteilt. Mehrheitlich dagegen sprechen sich die Anhänger der Linken (52 Prozent) aus, die Anhänger der AfD sind eher gespalten (gut: 46 Prozent, nicht gut: 51 Prozent).

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Rückhalt für die militärische Unterstützung der Ukraine rückläufig

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Allerdings glaubt auch nur eine Minderheit (20 Prozent), dass für ein Ende des Krieges Gespräche westlicher Politiker mit Wladimir Putin zurzeit viel erreichen könnten (glaube das nicht: 77 Prozent).

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Auf dem G7-Gipfel erklärte US-Präsident Donald Trump, Russland solle ein Abkommen mit der Ukraine schließen. Wie wahrscheinlich es ist, dass es dazu kommt – ZDFheute live analysiert.

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Fußball-WM: Nur geringfügig gewachsene Zuversicht für WM-Titel Deutschlands

Nach dem ersten Spiel der deutschen Mannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer glauben mit 21 Prozent (plus sechs) jetzt etwas mehr Befragte als vor zwei Wochen, dass Deutschland den Titel holen wird, 66 Prozent (minus sechs) bezweifeln das.

Die Umfrage zum Politbarometer wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 16. bis 18. Juni 2026 bei 1.190 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch und online erhoben. Dabei wurden sowohl Festnetz- als auch Mobilfunknummern berücksichtigt. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von zehn Prozent rund +/-zwei Prozentpunkte. Daten zur politischen Stimmung: CDU/CSU 26 Prozent, AfD 21 Prozent, SPD 14 Prozent, Grüne 17 Prozent, Linke elf Prozent, FDP vier Prozent. Das nächste Politbarometer sendet das ZDF am Freitag, den 17. Juli 2026. Informationen zur Methodik der Umfrage sowie zu den genauen Frageformulierungen finden Sie unter www.forschungsgruppe.de.


Über dieses Thema berichtet die Sendung "Politbarometer", online verfügbar am 19.06.2026 um 15:30 Uhr, im ZDF am 19.06.2026 um 23:07 Uhr.

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