Angriff in Regionalexpress: Zugbegleiter stirbt

Attacke in Rheinland-Pfalz:Zugbegleiter stirbt nach Angriff in Regionalexpress

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Bei einer Fahrkartenkontrolle wurde ein Zugbegleiter attackiert: Jetzt ist der 36-jährige Mann gestorben.

Ein Regionalexpress der DB Regio

Regionalexpress der Deutsche Bahn (Symbolbild)

Quelle: dpa

Nach dem Angriff auf einen Zugbegleiter bei einer Ticketkontrolle in Rheinland-Pfalz ist der Mann nach Angaben der Deutschen Bahn an seinen Verletzungen gestorben. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatte ein 26-Jähriger den 36 Jahre alten Bahnmitarbeiter am Montagabend in einem Regionalexpress angegriffen.

Eine Bahn der Deutschen Bahn fährt aus einem Bahnhof heraus.

Bei der Deutschen Bahn sind zwischen Januar und Oktober 2025 jeden Tag fünf Mitarbeiter angegriffen worden. In dieser Zeit wurden 2.987 Mitarbeiter Opfer von Körperverletzung oder Bedrohung.

04.01.2026 | 0:22 min

Schwarzfahrer verletzt Bahnmitarbeiter lebensgefährlich

Da er keinen Fahrschein vorzeigen konnte, sollte er des Zuges verwiesen werden - daraufhin kam es laut Polizei zum Angriff. Der Zugbegleiter wurde durch Faustschläge gegen den Kopf schwer verletzt. Das teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Zweibrücken mit. Nach bisherigem Ermittlungsstand sei somit keine Waffe zum Einsatz gekommen.

Der Zugbegleiter wurde demnach vor Ort reanimiert. Fahrgäste leisteten Erste Hilfe und alarmierten die Polizei. Einsatzkräfte der Landespolizei des Saarlandes und der Bundespolizei nahmen den Tatverdächtigen fest. Die Kriminaldirektion Kaiserslautern ermittelt zu den Hintergründen des Geschehens und zum Tatablauf. Der Schwerverletzte wurde vom Rettungsdienst ins Uniklinikum Homburg gebracht und ist dort heute verstorben.

Bei dem mutmaßlichen Täter handele es sich um einen Griechen ohne Wohnsitz in Deutschland, sagte eine Polizeisprecherin. Der 26-Jährige sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.

DB-Chefin: Schwarzer Tag

Die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Evelyn Palla, schrieb in einem Beitrag auf der Plattform Linkedin, der Tod des Mitarbeiters mache sie "fassungslos und traurig".

Wir alle bei der Deutschen Bahn verurteilen diesen schrecklichen Gewaltexzess und den völlig sinnlosen Tod des Kollegen aufs Schärfste.

Evelyn Palla, Bahnchefin

"Wir alle müssen uns die Frage stellen, warum es immer wieder zu solchen Gewaltausbrüchen kommt." Es sei ein schwarzer Tag für alle Eisenbahnerinnen und Eisenbahner, ihr tiefes Mitgefühl gelte seinen Angehörigen, Freunden und Kollegen.

Gewerkschaft ruft zu Schweigeminute auf

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat zu einer Schweigeminute aufgerufen. "Wir sind erschüttert und trauern um unseren Kollegen", teilte der EVG-Vorsitzende Martin Burkert. Die Schweigeminute soll heute um 15.00 Uhr stattfinden.

Heute steht die Eisenbahnerfamilie still.

Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG)

"Ab morgen erhöhen wir nochmal den Druck", schrieb die Gewerkschaft weiter. "Dieser brutale Überfall muss jetzt ein Umdenken einleiten." Die Politik müsse Maßnahmen für mehr Sicherheit ergreifen.

Rehlinger und Schweitzer geschockt

"Diese schreckliche Gewalt gegen jemanden, der einfach seinen Job macht, lässt uns wütend und traurig zurück", so der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer und seine saarländische Kollegin Anke Rehlinger. "Unsere Gedanken sind bei der Familie, allen Angehörigen und den Freundinnen und Freunden des getöteten Bahnmitarbeiters", sagten Rehlinger und Schweitzer.

Die beiden Regierungschefs wandten sich auch an die Kolleginnen und Kollegen des Getöteten: "Diese Tat erschüttert die gesamte Bahn-Familie und sie ist furchtbarer Ausdruck einer seit langem steigenden Aggressivität bis hin zu Gewalt gegenüber Zugbegleitern." Weiter sagten sie: Damit Zugbegleiter und Fahrgäste besser geschützt werden, müssen sich alle Beteiligten zusammentun", Der getötete Bahnmitarbeiter lebte in Ludwigshafen. Rehlinger und Schweitzer dankten den Einsatzkräften. "Unser Dank gilt auch allen Fahrgästen, die geholfen haben, den Zugbegleiter zu retten, und erste Hilfe leisteten", so Schweitzer und Rehlinger.

Feuerwehrmann Adrian sitzt in Feuerwehrmontur auf dem Bordstein, im Hintergrund ein Feuerwehrauto.

Helfer werden immer häufiger zur Zielscheibe und sind dadurch schneller am Ende ihrer Kräfte.

27.08.2024 | 28:30 min

Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtet ZDF heuteXpress in Kürze.

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