Im Wimbledon-Finale gegen Jannik Sinner:Alexander Zverev und die Chance seines Lebens
von Jannik Schneider
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Alexander Zverev trifft in seinem ersten Wimbledon-Finale auf Angstgegner Jannik Sinner. Doch Selbstvertrauen und Selbstverständnis haben sich seit den letzten Duellen verändert.
Tennis: Alexander Zverev in Wimbledon.
Quelle: APSchon vor geraumer Zeit hat Alexander Zverev erzählt, dass er sich immens für die Wissenschaft im Generellen und den Weltall und die Sterne im Speziellen interessiert. Nicht nur, aber vor allem während wichtiger Turniere, liest der bekennende Stephen-Hawking-Fan wissenschaftliche Bücher, um sich abzulenken und setzt sich immer wieder intensiv mit Raum, Zeit und Materie auseinander.
Zverev kennt sein Erfolgsgeheimnis
Die Beurteilung der Weiterentwicklung seines Tennisspiels und seines Selbstverständnisses geht Zverev wesentlich unwissenschaftlicher an. Mehrmals in der jüngeren Vergangenheit und bei diesem Wimbledon-Turnier betonte der 29-Jährige, das sei keine Raketenwissenschaft. Vor seinem ersten Finale an der prestigeträchtigen Church Road gegen Jannik Sinner hielt Zverev die Dinge bewusst einfach.
Zwei Dinge seien bis hierhin entscheidend gewesen, bekräftigte Zverev nach seinem souveränen Halbfinalsieg gegen den britischen Außenseiter Arthur Fery. "Zum einen gilt ganz sicher. Wenn man einmal ein Major gewinnt, weiß man, wie es geht und du hast dieses Gefühl in dir, dass du es wieder tun kannst", sagte Zverev vor dem Finale gegen Sinner am Sonntag (17 Uhr).
Arévalo/Ostapenko holen Mixed-Titel
Jelena Ostapenko (Lettland) und Marcelo Arévalo (El Salvador) haben den Mixed-Titel gewonnen. Die beiden besiegten die ungesetzten Australier Storm Hunter und Marc Polmans 4:6, 7:5, 6:2.
Quelle: APTennis ist keine Raketenwissenschaft
Zum anderen habe er sehr intensiv an seinem Spiel gearbeitet. "Ich finde, dass mein Spiel sich verbessert hat. Manchmal im Sport ist es exakt so einfach. Wenn du deine Vorhand verbesserst, deine Rückhand verbesserst, deinen Aufschlag verbesserst, deinen Return verbesserst, gewinnst du mehr Matches." Er könne über mentale Aspekte sprechen, über bestimmte Situationen, Trainerwechsel.
Aber wenn man sich als Spieler verbessert und als Spieler die Entscheidung trifft, sich zu verbessern, wird man bei Turnieren besser abschneiden.
Alexander Zverev
Keine Raketenwissenschaft, gewiss. Dennoch ist Zverev diese Weiterentwicklung, die er stellvertretend für seine Turnierleistung im Tiebreak des ersten Satzes gegen Fery präsentierte, hochanzurechnen. Dort servierte er ausschließlich erste Aufschläge, stand nah an der Linie, nutzt seine verbesserte Vorhand, spielte Serve and Volley und ließ seinem Gegner nicht einen Punkt.
Die Tennisprofis freuen sich auf die All England Championships in Wimbledon. Kann Alexander Zverev seine Form bestätigen - und was wird aus dem Comeback des Jahres?
28.06.2026 | 0:45 minNeun Niederlagen in Serie
Für den letzten deutschen Wimbledonsieger im Männereinzel, Michael Stich, war das keine Überraschung mehr. Als TV-Experte bezeichnete Stich Zverev bis dato mehrmals als besten Spieler dieses Turniers. Und Boris Becker bezeichnete die Situation Zverevs als "Chance seines Lebens".
Doch anders als bei den French Open vor einem Monat, als Zverev die frühen Fauxpas seiner größten Kontrahenten zu nutzen wusste und auf dem Weg zum lange ersehnten ersten Grand-Slam-Titel mit Flavio Cobolli nur einen Top-20-Spieler eliminieren musste, führt der Weg zum Wimbledon-Triumph nun über Sinner. Gegen den Weltranglisten-Ersten hat Zverev neunmal in Serie verloren und 2026 bei vier Versuchen keinen Satz gewonnen. Der letzte Sieg gegen den Südtiroler gelang Zverev vor fast drei Jahren bei den US Open.
Kate hat Eintrittskarten beim Tennisspiel in Wimbledon verkauft. König Charles hat seine "Royal Week" in Schottland beim Besuch eines Hand-Ba‘-Spiels fortgesetzt.
03.07.2026 | 0:53 minSinners Aufschlag steht dem von Zverev in nichts nach
Seitdem hat Sinner vier Grand-Slam-Titel und elf Masters zu seiner Karriere hinzugefügt. Diese Saison ging der Wimbledonsieger von 2025 bei den Majors nach einer Halbfinal-Niederlage gegen Novak Djokovic in Melbourne und einem körperlichen Einbruch in der zweiten Runde in Paris aber bei den bisherigen Majors leer aus.
Es ist dennoch die schwerstmögliche Aufgabe im Welttennis in diesen Tagen in Abwesenheit des noch angeschlagenen Carlos Alcaraz. Sinners Grundschläge sind aus jeder Position quasi fehlerlos, weil er so beweglich ist. Zusätzlich hat er sich Variationen wie den Stoppball erarbeitet. Sein Aufschlag steht Zverevs Service in nichts nach.
Thomas Emmrich ist der beste Tennisspieler der DDR. Er schlägt Weltklassespieler, aber in Wimbledon antreten darf er nicht. Der Staat erklärt seinen Sport für überflüssig und verbietet es ihm. Die Mauer trennt ihn von seinem Traum, aber er gibt nicht auf.
19.09.2025 | 25:44 minZverev: "Ich denke, dass die Aufschlag- und Returnmuster sehr, sehr wichtig sein werden." Er sei nach seinem ersten Grand-Slam-Titel konzentriert und hungrig geblieben. "Ich will mehr. Ich möchte weiterhin auf höchstem Niveau spielen und weiter gewinnen. Ich hoffe, dass mir das gelingt, und am Sonntag habe ich wieder eine große Chance."
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Über das Thema berichtete das ZDF in den heute-Nachrichten am 10.07.2026 ab 19 Uhr.
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