Eishockey-WM:Vierte Niederlage für DEB-Team
Das deutsche Eishockey-Team hat auch das vierte WM-Spiel verloren. Gegen die USA unterlag das Team von Trainer Harold Kreis im Penaltyschießen.
Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat auch das vierte Spiel bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz verloren. Nach Niederlagen gegen Finnland, Lettland und Gastgeber Schweiz musste sich das Team von Bundestrainer Harold Kreis dem Olympiasieger und Titelverteidiger USA mit 3:4 (1:1, 2:1, 0:1, 0:0, 0:1) nach Penaltyschießen geschlagen geben, hat mit einem Punkt in der Gruppe A aber immer noch eine Chance auf das Weiterkommen.
Pech im Penaltyschießen: DEB-Team verliert auch gegen die USA.
Quelle: imagoMoritz Seider (1.), Frederik Tiffels (30.) und Marc Michaelis (33.) erzielten die Treffer in der regulären Spielzeit für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bunds (DEB), die ihre achte WM-Pleite in Folge kassierte. Das hatte es zuletzt 1990 gegeben, ebenfalls beim Turnier in der Schweiz. Isaac Howard (15.), Max Sasson (26.) und Tommy Novak (55.) trafen für die USA.
Die deutsche Mannschaft muss nun ihre letzten drei Vorrundenspiele gegen Ungarn am Freitag (16:20 Uhr), Österreich am Samstag und Aufsteiger Großbritannien am Montag gewinnen, um noch eine Chance auf das Viertelfinale zu haben.
Der Kapitän geht voran
Kapitän Seider brachte das deutsche Team früh zum ersten Mal bei diesem Turnier in Führung. Auf dem Eis stand dabei die Paradereihe mit den beiden NHL-Stürmern Lukas Reichel und Samanski sowie dem Berliner Geburtstagskind Tiffels, die bislang fast alleine für die deutsche Offensive zuständig war.
Tkachuk und Co. kamen nur langsam in Schwung, zudem parierte Grubauer zunächst alle Schüsse auf sein Tor. Bis die DEB-Auswahl mal wieder dem Gegner half: Tiffels passte vors eigene Tor, wo Fabio Wagner die Scheibe verlor, Howard nahm das Geschenk zum Ausgleich für das Team USA dankend an.
Wieder Pech im Powerplay
Die Powerplay-Misere ging weiter: Auch im zehnten Versuch gelang kein Tor. Auf der Gegenseite verhinderte Philipp Grubauer mit starken Paraden einen Rückstand. Zu Beginn des zweiten Drittels überstand die deutsche Mannschaft erst zum vierten Mal eine Unterzahlsituation unbeschadet, doch kurz danach nutzte Sasson einen Fehler von Leon Hüttl zum 1:2.
Dann schoss Kai Wissmann zwar den Puck ins Tor, aber der Treffer wurde wegen Abseits zurückgenommen. Der Ausgleich durch Tiffels zählte dagegen. Dann traf der bislang völlig enttäuschende Michaelis mit seinem ersten Torschuss im ganzen Turnier. Daniel Fischbuch musste derweil in die Kabine, der Stürmer verfolgte mit Verdacht auf Handbruch die restlichen Minuten auf der Tribüne.
Er sah, wie Grubauer beim 3:3-Ausgleich bedrängt wurde, die Schiedsrichter aber gaben den Treffer. Von einer Challenge sahen Kreis und sein Trainerteam ab. Nach einer nervösen Verlängerung fiel die Entscheidung im Shootout.
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