Sonnenschutz für Kinder: Welches Produkt am besten schützt

Sonnenschutz für Kinder im Test:Stiftung Warentest: Fünf Kinder-Sonnencremes fallen durch

von Gereon Helmes

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Kinderhaut reagiert besonders empfindlich auf UV-Strahlung. Sonnenschutz ist daher wichtig. Ein Test der Stiftung Warentest zeigt jedoch: Nicht alle Produkte schützen ausreichend.

Verschiedene Sonnenschutz-Mittel für Kinder stehen auf einem Tisch.

Kinderhaut ist besonders empfindlich und braucht zuverlässigen Schutz vor UV‑Strahlung. Die Stiftung Warentest hat 23 Sonnenschutzmittel für Kinder geprüft - fünf Produkte fallen durch.

23.06.2026 | 4:39 min

Stiftung Warentest hat 23 Sonnenschutzmittel für Kinder geprüft - darunter Cremes, Lotionen, Sprays und Roller mit Lichtschutzfaktor 30, 50 oder 50+. Untersucht wurde, ob der angegebene UV-Schutz eingehalten wird und wie zuverlässig Kinderhaut vor schädlicher Sonnenstrahlung geschützt wird.

Neben der Schutzwirkung floss auch in die Bewertung ein, wie gut sich die Mittel auftragen lassen und einziehen. Zudem prüfte die Stiftung Warentest kritische Inhaltsstoffe sowie deren biologische Abbaubarkeit.

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Viele Sonnenschutzmittel sind gut und preiswert

14 Sonnenschutzmittel im Test bieten einen guten UV-Schutz. Günstige Produkte kosten etwa 2,54 bis 3,13 Euro pro 100 Milliliter. Damit der Schutz zuverlässig wirkt, muss ausreichend Creme aufgetragen werden.

Wird zu wenig Sonnencreme verwendet, kann selbst ein hoher Lichtschutzfaktor seine Schutzwirkung nicht vollständig entfalten. Die Gefahr: Schäden an der Haut, die sich oft erst Jahre später im Erwachsenenalter zeigen können.

Der Sonnenschutzfaktor gibt an, wie viel länger man sich mit aufgetragener Sonnencreme theoretisch in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, als dies ohne Sonnencreme möglich wäre. Wie lange das tatsächlich ist, lässt sich nicht pauschal bestimmen: Hauttyp, Sonnenstand und Wetter spielen eine wichtige Rolle.

Grundsätzlich gilt: Je höher der Sonnenschutzfaktor, desto länger der Schutz für die Haut.


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Kein ausreichender UV-Schutz: Fünf Produkte fallen im Test durch

Fünf Produkte im Test halten den angegebenen Sonnenschutzfaktor nicht ein und wurden deshalb mit "mangelhaft" bewertet - darunter auch das teuerste Produkt.

Die hochpreisige Sonnencreme von Eco Cosmetics für 39,98 Euro pro 100 Milliliter erfüllt zwar den angegebenen UVB-Schutz, fällt jedoch beim UVA-Schutz durch. Das führte zur Abwertung.

UVB-Strahlen verursachen Sonnenbrand. Der Sonnenschutzfaktor gibt an, wie gut ein Produkt davor schützt.

UVA-Strahlen dringen tiefer in die Haut ein und fördern Hautalterung sowie Langzeitschäden. Entscheidend ist daher auch ein ausreichender UVA-Schutz.


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Problematische Inhaltsstoffe in fast allen Produkten

Erstmals hat Stiftung Warentest auch die Umweltverträglichkeit von Sonnenschutzmitteln bewertet - mit ernüchterndem Ergebnis: Nahezu alle geprüften Produkte enthalten Stoffe, die nicht oder nur schwer biologisch abbaubar sind.

Gelangen schwer abbaubare Inhaltsstoffe aus Sonnenschutzmitteln beim Baden in Seen oder Meere, können sie dort lange verbleiben. Aufgrund dieser Umweltbelastung erreichte in diesem Test kein Sonnenschutzmittel die Gesamtnote "sehr gut".

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Testsieger: Guter Schutz ist auch günstig zu haben

Der Test zeigt: Zuverlässiger Sonnenschutz für Kinder muss nicht teuer sein. Die beiden Testsieger zählen zu den günstigsten Produkten im Vergleich. Das Cien Sun Kids Sonnenspray von Lidl für circa 2,60 Euro pro 100 Milliliter sowie das Tabaluga Sonnenspray Sensitiv für circa 2,54 Euro pro 100 Milliliter bieten sehr guten UV-Schutz. Beide Testsieger erhielten die Gesamtnote gut (1,7).

Neben dem sehr guten UV-Schutz schnitten die Testsieger auch in der Anwendung gut ab. Sie lassen sich gut auftragen und ziehen schnell ein.

  • Regelmäßig nachcremen: Sonnenschutzmittel reichen auch bei hohem Lichtschutzfaktor nicht für den ganzen Tag. Besonders wenn Kinder baden oder schwitzen. Auch als "wasserfest" beschriebene Mittel bieten nicht stundenlangen Schutz.
  • Schützende Kleidung: Eine Kappe und Kleidung, die vor den schädlichen UV-Strahlen schützt, sind ratsam und bieten eine gute Ergänzung zu Sonnenschutzmitteln.
  • Hitze meiden: Spielen in der prallen Sonne kann für Kinder und ihre Haut belastend sein. Besser ist es, die heißen Temperaturen in der Mittagszeit zu meiden und stattdessen schattige Plätze aufzusuchen.

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Über dieses Thema berichtete das ZDF in der Sendung "Volle Kanne" am 23.06.2026 ab 09:05 Uhr.

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