Mineralwasser im Öko-Test: Welche Marken wirklich überzeugen

Ausreißer mit Schadstoff-Rückständen:Medium-Mineralwasser im Öko-Test: Viele Marken mit Bestnoten

Florence-Anne Kälble

von Florence-Anne Kälble

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Sommer, Sonne, Mineralwasser: 40 der 56 getesteten Medium-Mineralwässer werden von Öko-Test empfohlen. Kritisch sahen die Tester unter anderem PFAS- und Pestizidrückstände.

Ein Mann trinkt Wasser.

Günstig oder teuer, Glas oder PET: Welche Medium-Mineralwässer überzeugen wirklich? Öko-Test bewertete 56 Sorten, viele mit gutem Ergebnis - doch bei einem Wasser wurde ein kritischer Stoff nachgewiesen.

25.06.2026 | 0:55 min

Die Temperaturen steigen und der heimische Trinkwasserverbrauch gleich mit. Medium-Mineralwasser gilt als eine der beliebtesten Wasservarianten, um den Durst zu löschen. Öko-Test hat sich deshalb für seine Juli-Ausgabe mit der halbspritzigen Mineralwasser-Variante befasst.

Der Test lieferte eine große Auswahl an Bestnoten: 40 der 56 getesteten Produkte schnitten mit "sehr gut" ab. Unter anderem war dies das Bio Kristall Medium für 1,45 Euro pro Liter und das K-Classic Natürliches Mineralwasser Medium für 19 Cent pro Liter.

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Arsen im Wasser nachgewiesen

Nur eines der getesteten Produkte fiel im Test durch: Im Bad Harzburger Medium wies das Labor Arsen nach. Nach Angaben der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) kann anorganisches Arsen bereits in geringen Mengen gesundheitliche Risiken bergen. Die gemessene Konzentration lag laut Öko-Test zwar unterhalb eines akut bedenklichen Bereichs, schöpfte jedoch mehr als die Hälfte des zulässigen Höchstwerts aus.

Die Tester werteten das Mineralwasser deshalb um zwei Noten ab. Zusammen mit den Beanstandungen bei der ursprünglichen Reinheit führte dies im Gesamturteil zur Bewertung "mangelhaft".

"Ursprüngliche Reinheit" - Was bedeutet das?



Neben dem Versprechen auf die ursprüngliche Reinheit der Wässer überprüfte Öko-Test auch problematische Auslobungen.

Mai Thi Nguyen-Kim greift sich gestresst mit beiden Händen an den Kopf. Links von ihr sind verschiedene Abbildungen von ausgetrocknetem Boden und verdorrten Feldern zu sehen, dahinter eine Karte von Deutschland.

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Doch keine ursprüngliche Reinheit

Im Testergebnis "Ursprüngliche Reinheit" beanstandeten die Tester verschiedene Stoffe, die zwar nicht als unmittelbar gesundheitsschädlich gelten, aus ihrer Sicht jedoch nicht in ein natürliches Mineralwasser gehören. Denn Mineralwasser stammt aus tiefen, vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen und muss laut gesetzlicher Definition von ursprünglicher Reinheit sein. Nach Einschätzung von Öko-Test erfüllen zwölf der untersuchten Mineralwässer dieses Qualitätsversprechen nicht uneingeschränkt.

Weniger erfreulich ist, dass mit dem Regenwasser auch Schadstoffe wie Pestizide oder PFAS sowie Süßstoffe in den Untergrund gelangen können, wo sie sich im Wasser anreichern und die Umwelt belasten.

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Ewigkeitschemikalien nachgewiesen

Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) sind mittlerweile nahezu allgegenwärtig und werden wegen ihrer schlechten Abbaubarkeit auch Ewigkeitschemikalien genannt. Entsprechend fanden sich diese auch in zwei der getesteten Mineralwässer. In zwei Produkten wies das Labor erstmals nicht nur Spuren von Trifluoressigsäure (TFA), sondern auch weitere PFAS nach, unter anderem im mit Gesamtnote "sehr gut" bewerteten Carolinen Medium. Aufgrund der sehr geringen Mengen wertete Öko-Test die Funde jedoch nicht ab, führt sie aber bei den betroffenen Produkten auf.

In fast zwei Dritteln der untersuchten Mineralwässer fanden sich Spuren des PFAS-Abbauprodukts TFA. Bei sechs Produkten stuften die Tester die Werte als erhöht ein, da sie über dem seit Januar geltenden EU-Grenzwert für PFAS im Trinkwasser lagen. Da es bislang keine entsprechenden Grenzwerte für Mineralwasser gibt, orientierte sich Öko-Test an diesen Vorgaben.

Pestizidabbauprodukte und Süßstoffe im Mineralwasser

Darüber hinaus fand das Labor weitere, seitens Öko-Test als "erhöht" eingestufte Gehalte an Pestizidabbauprodukten. Hierbei handelt es sich um Überreste von Pestiziden, die beispielsweise durch den landwirtschaftlichen Einsatz von Spritzmitteln ins Grundwasser gelangen. Die Bewertung erfolgte angelehnt am Orientierungswert für Pestizide der geltenden Verwaltungsvorschrift für natürliches Mineralwasser. Im Wasser Magnus Medium wurden zwei Pestizidabbauprodukte gefunden, eines davon erhöht - Gesamtnote "ausreichend".

Weiterhin fanden sich in drei Produkten Süßstoffe, unter anderem im Förstina Sprudel Premium Medium, Gesamtnote "ausreichend". Diese könnten laut Öko-Test über menschliche Ausscheidungen ins Grundwasser und somit auch ins Trinkwasser gelangen.

Stilles Wasser im Öko-Test
:Öko-Test findet Schadstoffe in Mineralwasser

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von Florence-Anne Kälble
Eine Person schenkt stilles Wasser aus einem Krug in ein Glas ein, das auf einem Gartentisch steht.

So wurde getestet





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Über dieses Thema berichtete das ZDF in der Sendung "Volle Kanne" am 25.06.2026, ab 09:05 Uhr.

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