ZDF-Politbarometer Extra:Enges Rennen in Rheinland-Pfalz: CDU knapp vor der SPD
Kurz vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz liegt die CDU knapp vor der SPD. Das zeigt das aktuelle ZDF-Politbarometer Extra. Noch ist unklar, wer das Rennen macht.
In Rheinland-Pfalz wird am Sonntag ein neuer Landtag gewählt: Es wird ein enges Rennen zwischen SPD und CDU erwartet.
Quelle: dpaWenige Tage vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz ist noch unklar, wer das Rennen machen wird. Momentan hat die CDU einen knappen Vorsprung vor der SPD. Ähnlich wie vor zwei Wochen in Baden-Württemberg geht der Wettlauf um Platz eins vor allem zu Lasten der kleineren Parteien.




Wenn es um die Frage nach dem gewünschten Ministerpräsidenten geht, liegt Alexander Schweitzer (SPD) weiterhin klar vor seinen Konkurrenten von CDU und AfD.
Projektion: CDU mit leichtem Vorsprung vor der SPD
Wenn schon heute gewählt würde, dann ergäben sich folgende Projektionswerte für die Parteien: Die SPD läge zurzeit bei 27 Prozent (plus eins im Vergleich zur Vorwoche), die CDU käme auf 29 Prozent (plus eins), die Grünen auf neun Prozent (unverändert), die AfD auf 19 Prozent (unverändert), die Freien Wähler auf 4,5 Prozent (minus 0,5) und die Linke auf fünf Prozent (unverändert).
Die anderen Parteien erhielten zusammen 6,5 Prozent (minus 1,5), darunter keine Partei, die mindestens drei Prozent erzielen würde. Aufgrund dieser Zahlen würde es für eine Regierung aus CDU und SPD reichen. Rechnerisch mögliche Koalitionen mit der AfD wurden von den anderen Parteien ausgeschlossen.
Vor der Landtagswahl in Rheinland‑Pfalz ringen CDU und SPD um die Bildungspolitik, während Fehlzeiten, Gewalt und marode Schulen den Schulalltag belasten.
19.03.2026 | 2:53 minWahlabsicht: 27 Prozent noch unsicher
Diese Projektionswerte geben lediglich das Stimmungsbild für die Parteien zum jetzigen Zeitpunkt wieder und stellen keine Prognose für den Wahlausgang dar. Bei der Interpretation der Zahlen sind insbesondere die statistischen Fehlerbereiche von Umfragen zu berücksichtigen.
Dies gilt vor allem auch für die Parteien, die an der Fünf-Prozent-Grenze zu scheitern drohen. Zudem kann es bis zum Wahlsonntag durch unterschiedliche Mobilisierungserfolge der verschiedenen Parteien noch zu Veränderungen kommen. Darüber hinaus wissen zurzeit 27 Prozent der Befragten noch nicht sicher, wen oder ob sie wählen wollen.
Bei der letzten Landtagswahl in Rheinland-Pfalz vor fünf Jahren kam die SPD auf 35,7 Prozent, die CDU auf 27,7 Prozent, die Grünen auf 9,3 Prozent, die AfD auf 8,3 Prozent, die FDP auf 5,5 Prozent, die Freien Wähler auf 5,4 Prozent und die Linke auf 2,5 Prozent. Alle anderen Parteien erzielten zusammen 5,6 Prozent.
Ob die SPD ein weiteres Mal einen Rückstand aufholen kann, entscheide der Wahltag, sagt Politikwissenschaftler Albrecht von Lucke. Die Lage sei sehr offen.
13.03.2026 | 18:45 minGewünschter Ministerpräsident: Schweitzer klar vorne
Bei der Frage, wen man am liebsten als Ministerpräsidenten hätte, liegt Alexander Schweitzer (SPD) mit 40 Prozent klar vor dem CDU-Spitzenkandidaten Gordon Schnieder, für den sich 25 Prozent aussprechen. Jan Bollinger (AfD) kommt lediglich auf zehn Prozent. (Rest zu 100 Prozent: "weder noch"/"kenne nicht" oder "weiß nicht").
Die Umfrage zu diesem Politbarometer Extra wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden am 18.3. und 19.3.2026 unter 1.139 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten in Rheinland-Pfalz telefonisch und online erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die dortige wahlberechtigte Bevölkerung. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent gut +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von zehn Prozent gut +/- zwei Prozentpunkte. Das nächste bundesweite Politbarometer sendet das ZDF am Freitag, den 27.3.2026. Weitere Informationen zur Methodik der Umfrage finden Sie auch auf www.forschungsgruppe.de.
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