Verluste für SPD, Gewinne für AfD:CDU mit Gordon Schnieder gewinnt Wahl in Rheinland-Pfalz
von Katrin Meyer
Die CDU mit Spitzenkandidat Gordon Schnieder hat die Wahl in Rheinland-Pfalz gewonnen. Schnieder wird damit Alexander Schweitzer von der SPD als Ministerpräsident ablösen.
Laut Hochrechnung liegt die CDU mit Gordon Schnieder klar vor der SPD von Ministerpräsident Schweitzer. Die AfD mit dem stärksten Ergebnis in einem West-Bundesland auf Platz drei.
22.03.2026 | 2:35 minBei der Wahl in Rheinland-Pfalz ist das Ergebnis laut vorläufigem Ergebnis deutlich: Die CDU liegt mit 31,0 Prozent vor der SPD mit 25,9 Prozent. Die AfD folgt mit 19,5 Prozent auf Platz drei. Auch die Grünen schaffen es mit 7,9 Prozent in den neuen Landtag.


















































Damit hat CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder das Rennen um das Amt des Ministerpräsidenten gegen Amtsinhaber und SPD-Spitzenkandidaten Alexander Schweitzer gewonnen. Die CDU wird also nach 35 Jahren Pause wieder an der Spitze des Landes stehen.
Die Freien Wähler mit 4,2 Prozent und die Linke mit 4,4 Prozent sind nicht im Landtag vertreten. Auch die FDP, die bisher als Regierungspartei im Landesparlament vertreten war, schafft den Einzug mit 2,1 Prozent nicht.
Schnieder will Probleme in Rheinland-Pfalz lösen
"Die CDU Rheinland-Pfalz ist wieder da", sagte Gordon Schnieder kurz nach den ersten Zahlen in Mainz. Im Interview mit dem heute journal lobte Schnieder den "sehr fairen Wahlkampf", der "sehr themenbasiert" gewesen sei. Er wolle jetzt "Rheinland-Pfalz wieder nach vorne führen". "Wir müssen die Probleme der Menschen im Land wirklich lösen", sagte Schnieder im Hinblick darauf, wie man rechtsextreme Kräfte wieder "zurückgestutzt" bekomme.
"Wir wollen Rheinland-Pfalz wieder nach vorne führen", sagt CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder nach dem historischen Sieg seiner Partei bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz.
22.03.2026 | 4:08 minSchweitzer: Nicht alle Ursachen liegen in Rheinland-Pfalz
Für Alexander Schweitzer liegt das Ergebnis "weit unter dem, was wir uns vorgenommen haben", sagte der Ministerpräsident und SPD-Spitzenkandidat im heute journal. Nicht alle Ursachen des Ergebnisses lägen in Rheinland-Pfalz, erläuterte Schweitzer. Gleichzeitig wolle er für die Bundes-Partei keine Personaldebatten führen.
Nach der Niederlage bei der Landtagswahl müsse sich die SPD fragen, wie sie wahrgenommen werde, so Ministerpräsident Schweitzer: noch als Partner und an der Seite der Menschen?
22.03.2026 | 4:20 minVerluste für die SPD, Zugewinne für die AfD
Für die SPD bedeuten die Zahlen große Verluste. Große Zugewinne kann die AfD verzeichnen.
Politikwissenschaftler Korte zufolge hat die Abwahl der SPD in RLP eine "historische Dimension". Die Niederlage trotz beliebtem Spitzenkandidaten Schweitzer werfe für die SPD nun Fragen auf.
22.03.2026 | 1:42 minWie sieht die Sitzverteilung im Landtag aus?
Mehr als 100 Sitze hat der Landtag in Rheinland-Pfalz. So sieht die Sitzverteilung aus:
Quelle: Forschungsgruppe Wahlen
Damit hätte eine Koalition von CDU und SPD eine deutliche Mehrheit. Rechnerisch wären auch Koalitionen zwischen CDU und AfD sowie SPD und AfD möglich. Eine Zusammenarbeit mit der AfD wurde im Vorfeld des Wahltags aber von CDU und SPD ausgeschlossen.
Eine über 30-jährige SPD-Ära in Rheinland-Pfalz geht zu Ende. Was bedeutet das für das Land? Studioleiterin Christel Haas berichtet aus Mainz.
22.03.2026 | 1:06 minWie sieht das Ergebnis in den Wahlkreisen aus?
ZDFheute Infografik
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Wie weitere Ergebnisse in den Wahlkreisen aussehen, finden Sie in unserem Überblick.
Wie reagieren die Politiker in Rheinland-Pfalz?
SPD-Politiker Clemens Hoch, Gesundheitsminister in Rheinland-Pfalz, sprach von einem Abend, bei dem sich die SPD natürlich mehr erhofft habe. "Wir hatten das Gefühl, es ist viel stärker ein Kopf-an-Kopf-Rennen."
"Wir sind sehr erleichtert, weil wir unser Ergebnis vom letzten Mal fast gehalten haben und das unter schwierigsten Bedingungen", sagte Katrin Eder, Spitzenkandidatin der Grünen.
Jan Bollinger, AfD-Spitzenkandidat, freut sich über das Ergebnis seiner Partei: Das ist "ein Rekord in Westdeutschland".
Daniela Schmitt, Spitzenkandidatin der FDP und bisherige Ministerin für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau in Rheinland-Pfalz, sprach von einem bitteren Abend. "Wir haben uns ein anderes Ergebnis erhofft."
Nach den ersten Zahlen zur Landtagswahl zeigte sich der rheinland-pfälzische Spitzenkandidat der Freien Wähler, Joachim Streit, enttäuscht. Obwohl seine Partei wohl den Landtag verlassen muss, sprach er dennoch von einem "guten Wahlkampf".
Reaktionen aus Rheinland-Pfalz im Video
Wie fallen die Reaktionen im Bund aus?
CDU-Generalsekretär Carsten Linnenmann hat Gordon Schnieder und der CDU in Rheinland-Pfalz gratuliert. "Chapeau, ein richtig starker Wahlkampf, ein starkes Ergebnis, und nach 35 Jahren kommt die CDU jetzt in die Regierung."
SPD-Chefin Bärbel Bas sprach von einem "einschneidenden Ergebnis, was wir jetzt erleben in Rheinland-Pfalz". Sie lobte das Team Alexander Schweitzer und das SPD-Team und gestand ein, dass "der Bund Auswirkungen auf das Ergebnis in Rheinland-Pfalz hatte".
Nach Baden-Württemberg haben die Menschen in Rheinland-Pfalz in diesem Super-Wahljahr gewählt. Die Reaktionen der Bundespolitik in Berlin auf den Machtwechsel in Rheinland-Pfalz.
22.03.2026 | 2:28 minGrünen-Chef Felix Banaszak ist froh über das Ergebnis. "Erstmal ist es ein wirklich gutes Ergebnis", sagt Banaszak. Die Partei habe sich ungefähr bei dem Wert gehalten, wo sie beim letzten Mal war.
Was AfD-Vorsitzender Tino Chrupalla zu den Zahlen in Rheinland-Pfalz sagt: "Es ist das beste Ergebnis, das wir je in einem westdeutschen Bundesland erreicht haben - wenn die 20 Prozent auch so bleiben." Damit habe die Partei das Ergebnis mehr als verdoppelt.
Ein bitterer Tag für die SPD: Was bedeutet die Niederlage in Rheinland-Pfalz für die Zusammenarbeit mit der CDU im Bund? ZDF-Korrespondentin Diana Zimmermann analysiert.
22.03.2026 | 1:10 minFDP-Generalsekretärin Nicole Büttner zeigte sich enttäuscht über das Abschneiden ihrer Partei. "Wir haben gekämpft", sagte sie. "Fakt ist aber, wir haben verloren."
Dem Linken-Vorsitzenden Jan van Aken tue es weh, "dass es heute Abend nicht gereicht hat in Rheinland-Pfalz". Rückblickend habe man in allen Wahlen seit der Bundestagswahl "ordentlich zugelegt".
Bundesweite Reaktionen zur Wahl im Video
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder freut sich nicht nur als CDU-Politiker über das gute Abschneiden seiner Partei in Rheinland-Pfalz - sondern auch als Bruder von CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder. "Dass mein Bruder das geschafft hat, ist phänomenal."
Das vorläufige Ergebnis sei ein historisches Ereignis für die CDU in Rheinland-Pfalz, sagt Gordon Schnieder, Bundesverkehrsminister und Bruder von CDU-Spitzenkandidat Patrick Schnieder.
22.03.2026 | 0:57 minWie hoch war die Wahlbeteiligung?
Laut Landeswahlleiter lag die Wahlbeteiligung bei 68,5 Prozent. Vor fünf Jahren hatten 64,4 Prozent der Wahlberechtigten in Rheinland-Pfalz ihre Stimme abgegeben.
Wie sah das Wahlergebnis in Rheinland-Pfalz 2021 aus?
- SPD: 35,7 Prozent
- CDU: 27,7 Prozent
- Grüne: 9,3 Prozent
- AfD: 8,3 Prozent
- FDP: 5,5 Prozent
- Freie Wähler: 5,4 Prozent
- Die Linke: 2,5 Prozent
In Folge der Wahl von 2021 bildete sich eine Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP.
Für ihn bedeute der Sieg der CDU in Rheinland-Pfalz Rückenwind, sagt Sven Schulze, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt. Dort finden dieses Jahr auch noch Landtagswahlen statt.
22.03.2026 | 3:17 minNoch drei weitere Landtagswahlen 2026
Nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz stehen 2026 noch drei weitere Landtagswahlen an. Die Wahl in Sachsen-Anhalt ist am 6. September. Die Abgeordnetenhauswahl in Berlin und die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern finden am 20. September statt. Vor zwei Wochen hatte das Superwahljahr 2026 mit der Wahl in Baden-Württemberg begonnen.
Die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern steht unter anderen Vorzeichen als in Rheinland-Pfalz, sagt die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig. Es gehe um die SPD gegen die AfD.
22.03.2026 | 4:34 minMehr zur Wahl in Rheinland-Pfalz
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