Bundestagswahl: Das sind die Kandidaten für den Bundestag

Alter, Beruf, Geschlecht:Wer sich für den Bundestag bewirbt

von Michael Kniess

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4.506 Kandidaten gibt es für die Bundestagswahl, mehr als zwei Drittel sind Männer. Im Durchschnitt sind sie 45,3 Jahre alt. Auch Schüler und Rentner wollen in den Bundestag.

Typical: Bundestag

Ihr Ziel ist der Bundestag: Rund 4.500 Wahlbewerber gibt es zur Bundestagswahl 2025. Unter ihnen finden sich unterschiedlichste Berufsgruppen.

Quelle: AFP

4.506 Menschen, ein gemeinsames Ziel: Sie alle wollen am 23. Februar in den Deutschen Bundestag gewählt werden. Wie bei der vorangegangenen Wahl 2021 sind erneut die weiblichen Wahlbewerber deutlich in der Unterzahl. Waren es vor vier Jahren 32,6 Prozent sind es nun 31,6 Prozent Frauen (in Zahlen: 1.422), die als Abgeordnete ins Parlament einziehen wollen. Es bewerben sich zudem drei Personen mit Geschlechtseintrag divers, davon zwei in Baden-Württemberg und eine in Rheinland-Pfalz.

Grüne wollen mit den meisten Frauen in den Bundestag

Mit 52,7 Prozent haben Bündnis 90/Die Grünen den höchsten Frauenanteil unter den Kandidierenden, dicht gefolgt von der Partei MERA25 mit 48,3 Prozent und der Tierschutzpartei mit 44,5 Prozent. Die CDU landet mit einem Frauenanteil von 41,9 Prozent auf Platz vier, die SPD auf Platz sechs (40,4 Prozent). Zum Vergleich: Die Freien Wähler kommen auf einen Frauenanteil von 15,7 Prozent, bei der AfD machen die weiblichen Wahlbewerber nur 12,4 Prozent aus. Keine Frau nominiert haben die Bayernpartei, die Partei Menschliche Welt und die Sozialistische Gleichheitspartei.

Die meisten Frauen kandidieren mit einem Anteil von 39,2 Prozent in Berlin, vor Schleswig-Holstein (37,1 Prozent) und dem Saarland mit 35,8 Prozent. Schlusslichter sind Thüringen mit 25,3 Prozent, Sachsen mit 27,1 Prozent sowie Nordrhein-Westfalen (28,3 Prozent).

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Weniger Kandidierende als 2021

Insgesamt treten bei dieser Bundestagswahl knapp 1.700 Wahlbewerber weniger an als 2021. Deutlich zurückgegangen ist nach Angaben der Bundeswahlleiterin zudem die Zahl der parteilosen Einzelbewerber. Waren es bei der letzten Bundestagswahl noch 197, sind es bei der Wahl am 23. Februar gerade einmal 62.

Von den aktuell 733 Bundestagsabgeordneten will ein Großteil, nämlich 587 Personen (80 Prozent), das Mandat verteidigen. 94 der Wahlbewerber sind erst nach der letzten Bundestagswahl 2021 volljährig geworden und damit erstmals wählbar.

Die älteste Kandidatin kommt aus Hamburg

Mit 88 Jahren ist die Rentnerin Irene Brandt die älteste Bundestagskandidatin. Sie kandidiert auf der Landesliste der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD) in Hamburg. Am anderen Ende der Alterspyramide steht Elena Dao Krein aus Balingen. Die 18-jährige Schülerin tritt im baden-württembergischen Wahlkreis Zollernalb - Sigmaringen für die Partei Die Linke an.

So alt sind die Bundestagskandidaten

Im Durchschnitt sind die 4.506 Bewerber 45,3 Jahre alt (2021: 45,5 Jahre). Die Frauen sind dabei mit durchschnittlich 44,4 Jahren jünger als ihre männlichen Mitbewerber (Altersdurchschnitt 45,8 Jahre).

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Ebenfalls interessant mit Blick auf das Alter: Die Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen ist mit 1.015 Bewerbern insgesamt am stärksten vertreten. Im Ranking der Parteien mit dem jüngsten Durchschnittsalter liegt die Partei der Humanisten (PdH) mit 34,8 Jahren ganz vorne.

Die Partei mit den durchschnittlich ältesten Bewerbern ist die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) mit 60,5 Jahren. Zum Vergleich: Die SPD kommt auf ein Durchschnittsalter von 43,1 Jahren, die CDU auf 45,2 Jahre, die CSU auf 43,5 Jahre, Bündnis 90/Die Grünen auf 40,4 Jahre, die FDP auf 42,6 Jahre, Die Linke auf 41,4 Jahre und die AfD auf 52,1 Jahre.

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06.02.2025 | 15:48 min

Diese Berufsgruppen wollen in den Bundestag

Was die Bandbreite der Berufe der 4.506 Bundestagskandidaten angeht, reicht diese von Juristen und Lehrern über Politikwissenschaftler und Berufssoldaten bis zu Kfz-Meister, Pflegedienstleiter und Architekten. Auch eine Damenschneidermeisterin, ein Berufstaucher, eine Servicekraft und ein Hafenarbeiter ist unter den Kandidierenden.

Wenig überraschend dominiert der Berufsbereich "Unternehmensorganisation, Recht, Verwaltung" (1.730 Personen) mit großem Abstand. 672 Wahlbewerber gehören den Gesundheits-, Lehr-, Sozial- und Erziehungsberufen an. Hinzu kommen 288 Schüler, Auszubildende und Studierende, 210 Personen im Ruhestand sowie 19 Hausfrauen oder Arbeitsuchende.

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