Krypto, Immobilien und teure Geschenke:Krypto-Geschäfte brachten Trump 2025 über eine Milliarde ein
US-Präsident Donald Trump hat im vergangenen Jahr mehr als eine Milliarde Dollar mit Kryptowährungen verdient. Auch Immobilien, Merch-Artikel und Geschenke bringen Einnahmen.
Rund eine Milliarde verdiente Trump mit Krypto-Geschäften.
Quelle: ImagoUS-Präsident Donald Trump hat im vergangenen Jahr rund 1,2 Milliarden Dollar (gut eine Milliarde Euro) mit seinen Krypto-Geschäften eingenommen. Das geht aus einer am Dienstag von der Regierung veröffentlichten Einkommenserklärung hervor. Während seine Investoren teils Verluste hinnehmen mussten, erzielte Trump hohe Einnahmen.
Mehr als 500 Millionen Dollar erzielte Trump demnach mit seinem Unternehmen World Liberty Financial durch den Verkauf neuer Krypto-Produkte, darunter sogenannte "Governance-Token". Weitere mehr als 600 Millionen Dollar kamen über CIC Digital LLC durch den Verkauf von "Meme-Coins" mit seinem Konterfei zusammen. Beide Produkte haben seitdem deutlich an Wert verloren.
"Meme Coins" sind digitale Münzen, die etwa Bilder aus dem Internet oder der Popkultur aufgreifen und handelbar sind. Auch Trump selbst ließ kurz vor seinem Amtsantritt einen "Meme Coin" mit seinem Konterfei namens "$TRUMP" auflegen.
Donald Trump steht erneut im Zentrum der Macht. Doch wie eng sind politisches Handeln und wirtschaftliche Interessen miteinander verbunden? Die Doku folgt den Spuren von Geld und Einfluss.
10.03.2026 | 43:45 minTrump: USA als "Bitcoin-Supermacht"
Die neuen Geschäfte, die beim Amtsantritt noch in den Anfängen standen, haben inzwischen einen großen Teil seines traditionellen Immobiliengeschäfts überholt. Ihr Wachstum wurde durch milliardenschwere Investoren sowie Trumps Kurswechsel hin zu einer Lockerung der Krypto-Regulierung begünstigt. Trump hatte sich zum Ziel gesetzt, die USA zur "Bitcoin-Supermacht" zu machen und baut seit seinem Amtsantritt reihenweise Regulierungen ab.
Debatte über Kryptosteuer in Deutschland
In Deutschland wird derweil über eine neue Kryptosteuer diskutiert. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) plant, Kryptowährungen wie Bitcoin künftig anders zu besteuern. Bislang gilt die Ein-Jahres-Haltefrist: Wer Kryptowährungen wie Bitcoin länger als ein Jahr hält, kann sie danach steuerfrei verkaufen. Diese Regel will Klingbeil abschaffen.
Wie hoch die Einnahmen aus der neuen Kryptobesteuerung ausfallen könnten, ist noch unklar. Kritik kommt unter anderem aus der CDU. Ob das Vorhaben eine Mehrheit findet, ist offen.
Finanzminister Klingbeil plant, Bitcoin und Co. künftig anders zu besteuern. Doch hat er dafür eine Mehrheit? ZDF-Korrespondent Daniel Pontzen hakt nach – und bekommt überraschende Antworten.
12.06.2026 | 24:12 minTrump: Söhne verwalten Finanzen, nicht er
Das 927 Seiten umfassende Dokument zeichnet ein umfassendes Bild des Vermögenszuwachses des Präsidenten seit seinem Amtsantritt im Januar - über ein weit verzweigtes Netz von Geschäftsinteressen, von denen viele von politischen Entscheidungen seiner Regierung profitiert haben sollen. Trump betont, seine Söhne verwalteten die Finanzen; Kritiker sehen darin jedoch keinen ausreichenden Schutz vor Interessenkonflikten.
Das Dokument weist keine Gewinne aus, sondern nur Einnahmen, sodass die tatsächlichen Profite unklar bleiben. Die US-Regierung betont, der Präsident handle im öffentlichen Interesse und sehe keine Interessenkonflikte.
Business-Mann Trump ist auch als Präsident Geschäftsmann. Teilweise profitieren er und seine Familie, etwa bei Unterstützung der eigenen Krypto-Währung. Wie weit geht die Vermischung mit der Politik?
16.05.2025 | 2:05 minEinnahmen auch durch Immobiliengeschäfte weltweit und Merch-Artikel
Auch international wächst das Trump-Geschäft. Neben Immobilienprojekten in den USA erzielte der Präsident auch Einnahmen aus Hotel- und Immobilienprojekten im Ausland. Dazu zählen unter anderem Projekte in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Rumänien und Katar.
Allein eine Immobilie in den Vereinigten Arabischen Emiraten brachte 10,4 Millionen Dollar ein, ein Projekt in Saudi-Arabien rund neun Millionen und zwei weitere in Rumänien und Katar jeweils etwa fünf Millionen. Auch Trumps Club Mar-a-Lago in Florida verzeichnete ein starkes Wachstum. Dort nahm er 77 Millionen Dollar ein - rund 50 Prozent mehr als im Vorjahr.
Zusätzlich nahm Trump Millionen durch den Verkauf von Markenartikeln wie Bibeln, Turnschuhen und Uhren ein. Allein die Uhren brachten 4,7 Millionen Dollar ein.
Donald Trump und seine Familie stehen in der Korruptionskritik wegen eines Gala-Dinners für Investoren, einer Maschine aus Katar und einem eigenen Online-Shop für Merchandise.
28.05.2025 | 11:39 minGeschenke im Wert von zehntausenden Dollar
Neben den Geschäften mit Kryptogeld fallen in Trumps Erklärung auch Geschenke ins Auge. Dazu zählen zehn Super-Bowl-Tickets im Wert von 50.000 Dollar, die Trump von der Sportfunktionärin Gayle Benson erhielt. Auch Fifa-Chef Gianni Infantino schenkte Trump zehn Karten für das Endspiel der Fußball-WM im Wert von insgesamt 15.000 Dollar.
Trumps für einen US-Präsidenten ungewöhnlich hohe Einnahmen stehen nicht zum ersten Mal im Fokus. Mitte Mai war aus einer ähnlichen Erklärung hervorgegangen, dass Trump kurz vor seiner China-Reise Millionen in den Tech-Konzern Apple investierte. Apple-Chef Tim Cook hatte ihn in Peking begleitet.
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