Trump: Waffenruhe mit Iran wird verlängert

Eilmeldung

Kurz vor Ablauf der Feuerpause:Trump: Waffenruhe mit Iran wird verlängert

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US-Präsident Donald Trump hat die Feuerpause mit Iran noch einmal verlängert. Zuvor hatten sich beide Parteien Verstöße gegen die Waffenruhe vorgeworfen.

SGS-Schäfers-Hayali

Die Europäer hätten keinen Hebel, um unmittelbar zur Entspannung in Iran beizutragen, so Korrespondentin Schaefers. Es bliebe nicht mehr, als an alle Beteiligten zu appellieren.

21.04.2026 | 1:52 min

US-Präsident Donald Trump hat eine Verlängerung der Waffenruhe mit Iran angekündigt. Der Schritt erfolge auf Antrag des vermittelnden Pakistans, teilte Trump am Dienstag auf seiner Plattform Truth Social mit.

Damit solle den Verhandlungen mehr Zeit gegeben werden, so der US-Präsident kurz vor Ablauf des zweiwöchigen Waffenruheabkommens. Die US-Blockade iranischer Häfen bleibe allerdings bestehen.

Ausgang der Waffenruhe zuvor ungewiss

Wenige Stunden vor Ablauf der Feuerpause hingen die Verhandlungen in der Schwebe. Laut der Nachrichtenagentur AP hatte das Weiße Haus eine Reise von US-Vizepräsident JD Vance für Verhandlungen mit Iran zunächst auf Eis gelegt.

Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim hatte derweil gemeldet, dass Vertreter aus Iran nicht zu Verhandlungen nach Pakistan reisen würden. Die USA seien von "übertriebenen Forderungen" in den vergangenen Tagen nicht abgerückt und es habe daher keine nennenswerten Fortschritte gegeben, hieß es weiter.

Polizeibeamte stehen an einem Kontrollpunkt auf einer verbarrikadierten Straße Wache, um die Sicherheit vor der zweiten Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran zu gewährleisten, in Islamabad, Pakistan.

Die Waffenruhe zwischen Iran und den USA endet in der Nacht auf Mittwoch. Wegen Unstimmigkeiten über die Straße von Hormus ist unklar, ob die Verhandlungen in Pakistan fortgesetzt werden.

21.04.2026 | 0:23 min

Unter diesen Umständen sei eine Teilnahme an den Verhandlungen "reine Zeitverschwendung", hieß es in dem Bericht. Noch vor Ablauf der Waffenruhe hatte US-Präsident Donald Trump von einer "sehr, sehr starken Verhandlungsposition" der USA gesprochen und ein "großartiges Abkommen" angekündigt.

Trump warf Teheran Verstöße gegen die Waffenruhe vor

"Wir werden am Ende ein großartiges Abkommen erzielen", sagte Trump dem Fernsehsender CNBC. Später forderte der Präsident in seinem Onlinedienst Truth Social die Führung in Teheran auf, acht mutmaßlich zum Tode verurteilte Frauen freizulassen.

Ein solcher Schritt sei "ein sehr guter Start für die Verhandlungen!", erklärte Trump in einem Kommentar zu einem Beitrag eines Aktivisten, den er teilte. Zudem warf er Teheran vor, wiederholt gegen die getroffene Vereinbarung verstoßen zu haben. Die Islamische Republik habe die Feuerpause "zahlreiche Male" verletzt, erklärte er in einem separaten Beitrag.

sgs bates gaa

Trump brauche dringend gute Nachrichten, so ZDF-Korrespondentin Claudia Bates. Die iranische Regierung sei den USA gegenüber misstrauisch, so ZDF-Korrespondentin Phoebe Gaa.

20.04.2026 | 2:24 min

Iran: Haben "neue Trümpfe auf dem Schlachtfeld"

Der iranische Chefunterhändler, Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf, hatte vor Ablauf der Waffenruhe auf X erklärt, im Falle einer Wiederaufnahme des Krieges stünden Teheran "neue Trümpfe auf dem Schlachtfeld" zur Verfügung. Die Islamische Republik habe sich "in den vergangenen zwei Wochen" darauf vorbereitet, diese "auszuspielen".

Vor etwas mehr als einer Woche waren Verhandlungen zwischen den USA und Iran in Pakistan ergebnislos geblieben. Streitthema war vor allem die Blockade der Straße von Hormus.

Der deutsche Außenminister Johann Wadephul sprach am 21. April 2026 bei seiner Ankunft zum Treffen des Rates „Auswärtige Angelegenheiten“ in Luxemburg-Stadt mit den Medien. Die EU-Außenminister erörterten die Lage im Nahen Osten, darunter den Krieg mit Beteiligung des Iran und dessen regionale Auswirkungen, sowie die zunehmenden Forderungen mehrerer Mitgliedstaaten, das Assoziierungsabkommen zwischen der EU und Israel aufgrund von Menschenrechtsbedenken im Gazastreifen zu überprüfen oder auszusetzen. Dies geht aus der Tagesordnung des Rates der Europäischen Union hervor.

Der deutsche Außenminister Wadephul rief Iran dazu auf, die Verhandlungen mit den USA fortzusetzen. Zugleich kritisierte er die Blockade der Straße von Hormus.

21.04.2026 | 0:11 min

USA werfen Teheran Bau von Atomwaffen vor

Weiterer Streitpunkt zwischen Washington und Teheran ist die Urananreicherung, die Iran nicht aus der Hand geben will. Westliche Staaten werfen dem Iran seit Jahren vor, nach Atomwaffen zu streben. Teheran bestreitet dies.

Trump hatte den Ende Februar begonnenen Krieg gegen den Iran unter anderem damit begründet, Teheran stehe kurz vor dem Bau von Atomwaffen und könne damit "bald" sogar die USA angreifen.

Quelle: AFP, AP, dpa, Reuters, ZDF
Das ZDF berichtet fortlaufend über den Krieg mit Iran - zuletzt das heute journal am 21.04.2026 ab 21:45 Uhr.

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