Iranischer Drohnenangriff auf Flughafen:Gefechte zwischen Iran und USA: Dutzende Verletzte in Kuwait
Iran und die USA haben sich trotz Waffenruhe erneut angegriffen. Bei der jüngsten Eskalation wurde der Flughafen Kuwait getroffen. Ein Mensch starb, 63 Personen wurden verletzt.
Im Iran-Krieg gab es erneut heftige Angriffe auf beiden Seiten: Iranische Drohnen trafen ein Flughafengebäude in Kuwait und US-Militärstützpunkte in Bahrain.
03.06.2026 | 0:25 minBei einer neuen Eskalation im Iran-Krieg ist am internationalen Flughafen von Kuwait mindestens ein Mensch durch einen iranischen Angriff getötet worden. Bei dem Drohnenangriff auf ein Passagierterminal wurden zudem 63 Menschen verletzt, wie das kuwaitische Gesundheitsministerium mitteilte.
Unter den Verletzten befänden sich "Zivilisten, Flughafenmitarbeiter und Reisende", erklärte ein Sprecher des kuwaitischen Gesundheitsministeriums. Die Menschen seien teilweise mit "schweren Verletzungen, darunter Kopfverletzungen, Hirnblutungen, Amputationen und Verletzungen infolge von Explosionen" in Krankenhäuser gebracht worden. Die indische Botschaft in Kuwait teilte mit, die getötete Person stamme aus Indien.
Handyaufnahmen zeigten die Zerstörung am Flughafen Kuwait nach dem Angriff.
Quelle: AFPKuwait: Beschuss mit Raketen und Drohnen
Nach Angaben der kuwaitischen Armee feuerte Iran seit dem Morgengrauen 13 ballistische Raketen und 17 Drohnen auf Kuwait ab. Das kuwaitische Verteidigungsministerium sprach von einer "kriminellen iranischen Aggression".
Die kuwaitische Luftfahrtbehörde gab bekannt, dass die Luftfahrtgesellschaft Kuwait Airways im Laufe des Mittwochs den Betrieb wieder aufgenommen habe, nachdem am internationalen Flughafen von Kuwait vorerst der Betrieb ausgesetzt worden war.
Donald Trumps Deal mit dem iranischen Regime steht weiter aus. Auch der Angriff zwischen Israel und der von Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Libanon geht unvermindert weiter.
03.06.2026 | 2:13 minIran gibt Kuwait und Bahrain Schuld für US-Angriffe
Das für die Golfregion zuständige US-Regionalkommando Centcom hatte zuvor mitgeteilt, Iran habe in der Nacht zum Mittwoch Angriffe auf Kuwait und Bahrain geflogen. Die USA wehrten nach eigenen Angaben mehrere Angriffe Teherans auf Nachbarstaaten ab und nahmen ihrerseits iranische Ziele ins Visier. Dabei seien ein iranisches Schiff und die iranische Insel Gheschm in der Straße von Hormus angegriffen worden.
Teheran äußerte sich zunächst nicht zu dem Angriff auf den Flughafen. Die iranischen Revolutionsgarden reklamierten jedoch Angriffe auf US-Ziele in Kuwait und Bahrain für sich. Als Antwort auf die US-Angriffe seien "der Ali-al-Salem-Luftwaffenstützpunkt in Kuwait, auf dem Hubschrauber stationiert sind, sowie das Hauptquartier der Fünften US-Flotte in Bahrain von den Streitkräften der Revolutionsgarden mit Raketen und Drohnen ins Visier genommen" worden, erklärten die Revolutionsgarden im Onlinedienst Telegram.
Das iranische Außenministerium gab Kuwait und Bahrain die Schuld für US-Angriffe auf Iran. Teheran betonte in einer Erklärung "die direkte und unmissverständliche Verantwortung der Führungen von Kuwait und Bahrain" für die Angriffe. Zugleich verurteilte das Außenministerium "die kolonialistische Nutzung des Territoriums und der Infrastruktur der Länder in der Region durch die USA" für Angriffe.
Die USA und Iran hatten erst vor wenigen Tagen gegenseitige Angriffe gemeldet.
01.06.2026 | 0:24 minIran droht mit weiteren Angriffen
Der Militärberater von Irans oberstem Führer Modschtaba Chamenei, Mohsen Resai, drohte außerdem mit weiteren iranischen Raketen- und Drohnenangriffen, sollten die USA Iran weiter angreifen. "Jeder abgefeuerte Schuss und jeder Angriff wird mit einer Flut von Raketen und Drohnen beantwortet werden", erklärte Resai im Onlinedienst X. "Der Aggressor wird umgehend bestraft werden."
Die Vereinigten Arabischen Emirate riefen zu einer "entschlossenen, geeinten und geschlossenen Haltung der Golfstaaten" auf. "Kein Golfstaat sollte diesen Angriffen allein gegenüberstehen müssen, denn die Sicherheit der Staaten des Golfkooperationsrats ist miteinander verknüpft", erklärte der Berater des Präsidenten der Emirate, Anwar Gargasch, im Onlinedienst X.
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