Iran setzt offenbar Verhandlungen mit USA aus

Teheran pocht auf Waffenruhe im Libanon:Bericht: Iran setzt Verhandlungen mit den USA aus

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Nach der erneuten Eskalation im Libanon-Krieg drängt Iran auf eine Waffenruhe. Als Konsequenz setzt Teheran offenbar die indirekten Verhandlungen mit den USA aus.

Israel strikes southern Lebanon amid ceasefire

Iran hat laut Medienberichten die Verhandlungen mit den USA aufgrund der Lage im Libanon ausgesetzt. Trotz Waffenruhe kommt es zu israelischen Angriffen, viele Menschen fliehen aus Beirut.

01.06.2026 | 1:33 min

Iran hat nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim die indirekten Verhandlungen mit den USA über ein Ende des Krieges in der Golfregion ausgesetzt. Die Entscheidung sei wegen der "anhaltenden Verbrechen" Israels im Libanon getroffen worden, meldete Tasnim am Montag. "Das iranische Verhandlungsteam setzt daher den Dialog und den Austausch von Mitteilungen über Vermittler aus", berichtete die iranische Nachrichtenagentur weiter.

Die Lage im Libanon sei "eine der Voraussetzungen für die Waffenruhe" gewesen, berichtete Tasnim. Diese Waffenruhe sei jedoch "inzwischen an allen Fronten, einschließlich des Libanon, verletzt worden", hieß es weiter.

Weißes Haus in Washington mit USA-Flagge im Vordergrund

Die Verhandlungen zwischen den USA und Iran liefern, anders als zunächst von Trump angekündigt, noch keine Entscheidung. Vor allem das iranische Atomprogramm ist nach wie vor ein Streitpunkt.

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Tasnim zufolge wird es erst dann wieder Gespräche zur Beendigung des seit drei Monaten andauernden Iran-Kriegs geben, wenn die Forderungen Irans erfüllt sind. Dazu gehören ein sofortiges Ende der israelischen Militäreinsätze im Gazastreifen und im Libanon sowie der vollständige Abzug Israels aus den besetzten Gebieten im Libanon.

Irans Außenminister: "Bruch an allen Fronten"

Die Waffenruhe zwischen den USA und Iran schließe den Libanon mit ein, bekräftigte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi in einem Beitrag auf X.

Ein Bruch des Waffenstillstands an einer Front ist ein Bruch an allen Fronten.

Abbas Araghtschi, iranischer Außenminister

Araghtschi hatte am Sonntagabend laut der iranischen Nachrichtenagentur Fars noch gesagt, die Verhandlungen mit den USA liefen weiter. Anderweitigen Spekulationen solle kein Glauben geschenkt werden.

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Libanon von strategischer Bedeutung

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Mit dem Vormarsch israelischer Bodentruppen im Libanon und möglichen neuen Angriffen im Raum von Beirut eskaliert der Krieg im Libanon weiter. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte zuletzt neue Angriffe auf Ziele der Hisbollah in Beiruts Vororten an.

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Quelle: AFP, dpa, Reuters
Über dieses Thema berichteten die heute-Nachrichten am 01.06.2026 ab 17:00 Uhr.

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