Nach Tod von Cambridge-Professor Arday: Tausende bei Mahnwache

Nach Tod des Wissenschaftlers:Tausende bei Mahnwache für Cambridge-Professor Arday

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In London haben Tausende Menschen an einer Mahnwache für den früheren Cambridge-Professor Arday teilgenommen. Nach Plagiatsvorwürfen war der 41-Jährige tot aufgefunden worden.

Trauernde legten Blumen am Fuß der Nelson-Säule nieder, während Tausende Londoner auf dem Trafalgar Square eine Mahnwache zu Ehren des kürzlich verstorbenen Professors Jason Arday abhielten.

In London haben Tausende Menschen eine Mahnwache für Jason Arday abgehalten. Der Cambridge-Professor war am Freitag tot aufgefunden worden. Die Universität sprach von einer "rassistischen Hetzjagd".

18.08.2026 | 0:22 min

In London haben sich Tausende Menschen an einer Mahnwache für den früheren Cambridge-Professor Jason Arday beteiligt. Viele der Teilnehmer der Kundgebung am Montagabend auf dem Trafalgar Square waren in Schwarz gekleidet und trugen Rosen und Sonnenblumen sowie Banner mit der Aufschrift "Rest in Power Professor Jason Arday".

Der 41-Jährige war zuletzt im Zuge von Plagiatsvorwürfen von seinem Posten an der weltbekannten Universität zurückgetreten. Am Freitag war Arday leblos in London aufgefunden worden. 2023 war er zum jüngsten schwarzen Professor in der Geschichte der Universität Cambridge geworden.

Der zurückgetrene Cambridge-Professor Jason Arday.

Jason Arday wurde in London tot aufgefunden. Das teilt die Metropolitan Police mit. Zuvor war er wegen Plagiatsvorwürfen von seinem Posten als Professor der Universität Cambridge zurückgetreten.

15.08.2026 | 0:51 min

Ardays Familie dankt Unterstützern

Ardays Familie nahm nicht an der von der Organisation Stand Up To Racism organisierten Mahnwache teil, veröffentlichte jedoch eine Erklärung, die der Menge vorgelesen wurde. Darin dankte sie den Unterstützern für ihre "Liebe, Unterstützung und Trauer".

"Die öffentliche Grausamkeit, der Jason ausgesetzt war, war für keinen Menschen zu ertragen", hieß es in der Erklärung weiter. "Seine Leistungen waren groß, und wir wollen nicht, dass Verzerrungen seines Charakters sie überschatten."

Die Abgeordnete Diane Abbott, die erste schwarze Frau, die je ins britische Parlament gewählt wurde, sprach in einer Rede vor den Teilnehmern der Mahnwache von einer "Kampagne gegen uns alle".

Cambridge-Rektor: "Rassistische Hetzjagd"

Zuvor hatte der Kanzler der renommierten Cambridge-Universität in der BBC von einer "rassistischen Hetzjagd" gegen den Wissenschaftler gesprochen.

Plagiatsvorwürfe gegen jeden Wissenschaftler müssten gründlich untersucht werden, sagte Kanzler Lord Chris Smith of Finsbury. "Gleichzeitig muss man sich weigern, sich an einer rassistischen Hetzjagd gegen einen bestimmten Wissenschaftler zu beteiligen."

Polizei geht von Suizid oder natürlichem Tod Ardays aus

Am 5. August war Arday von seinem Posten als Professor für Bildungssoziologie zurückgetreten, nachdem zahlreiche Medien über Plagiatsvorwürfe und Zweifel an seinen Angaben zu seinem Lebenslauf berichtet hatten. Er habe "die Grenze dessen erreicht, was irgendeinem Menschen vernünftigerweise zugemutet werden sollte", erklärte Arday.

Am 14. August wurde er schließlich tot in Battersea im Süden Londons aufgefunden. Die Polizei stufte seinen Tod vorerst nicht als verdächtig ein. Sie vermutet einen Suizid oder einen natürlichen Tod.

Die Vorwürfe gegen Arday wurden vor allem von dem US-Forscher Nathan Cofnas aufgebracht, der die Cambridge-Universität 2024 wegen Rassismus-Vorwürfen verlassen musste. Cofnas' Vorwürfe wurden von rechtsgerichteten Zeitungen und Kommentatoren aufgegriffen, die Arday als "Aushängeschild" für Gleichstellungs- und Inklusionsprogramme bezeichneten.

Quelle: AFP, dpa
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 15.08.2026 um 15:04 Uhr und am 18.08.2026 um 7:30 Uhr.

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