Dürre belastet Landwirte:Agrarminister zu Hilfen: "Brauchen belastbare Daten"
Wegen der Dürre fordern die deutschen Landwirte Soforthilfen. Agrarminister Alois Rainer dämpft im ZDF die Erwartungen: Für "passgenaue Hilfen" brauche es erst "belastbare Daten".
"Ohne belastbare Daten können wir schlecht Hilfe leisten", sagt Landwirtschaftsminister Alois Rainer zur Erntebilanz. Bei Brot und Fleisch erwartet er zumindest keinen sofortigen Preisanstieg.
18.08.2026 | 4:51 minDer Deutsche Bauernverband (DBV) legt heute eine Erntebilanz vor - wegen der Hitze und anhaltenden Trockenheit machen sich die Landwirte auf erhebliche Einbußen gefasst.
Der Deutsche Bauernverband forderte bereits Soforthilfen vom Bund und die vorzeitige Auszahlung von Direkthilfen der EU.
Rainer: Passgenaue Hilfen, so schnell es geht
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer dämpfte im ZDF-Morgenmagazin allerdings die Erwartungen:
Wir brauchen belastbare Daten - ohne belastbare Daten können wir schlecht Hilfe leisten.
Alois Rainer (CSU), Bundeslandwirtschaftsminister
Die Regierung lasse aber die Landwirte nicht alleine, betonte der CSU-Politiker. "Wir haben die Folgen der Dürre genau im Auge und werden - so gut es geht und so schnell es auch geht - passgenaue Hilfen anbieten."
Rainer will Ende August amtliche Erntedaten vorlegen. Es gebe aktuell bereits Hilfen - Rainer nannte ein 20-Millionen-Euro-Programm. Dies reiche jedoch angesichts der "enormen Trockenheit" nicht aus, räumte der Minister ein.
Rainer: Lebensmittel werden nicht sofort teurer
Rainer geht nicht davon aus, dass sich die Trockenheit in Deutschland sofort auf die Verbraucherpreise auswirkt. "Ich gehe nicht davon aus, dass es sofort teurer wird, weil die Lebensmittelpreise hängen auch noch von vielen anderen Faktoren ab - von der Lieferkette, vom Transport, von der Erzeugung."
Zu kleine Äpfel am Bodensee, Unzufriedenheit mit der Weizenernte in Brandenburg: Dürre und Hitze lassen die Erträge der Bauern sinken. Die Landwirte klagen über zu hohe Kosten und sinkende Einnahmen.
18.08.2026 | 2:28 min
Zum Vorstoß der SPD, die Verfassung zugunsten des Hitzeschutzes zu ändern, sagte der CSU-Politiker, bei der Kabinettsklausur in der kommenden Woche "haben wir auch die Zeit, dieses Thema zu diskutieren". Es sei "auf alle Fälle ein Thema, über das wir diskutieren müssen". Er werde dann seine "Forderungen aus dem Bauernstand auf den Tisch legen".
Die Landwirtschaft leidet in großen Teilen Deutschlands unter Hitze und Dürre. Die Situation sei „sehr angespannt“, so Präsident des Deutschen Bauernverbandes Joachim Rukwied.
13.08.2026 | 5:38 minEr lasse nicht zu, dass die Landwirtschaft bei einem Hitzeaktionsplan ignoriert werde, sagte Rainer. Die Landwirte "sind nämlich diejenigen, die am stärksten davon in Mitleidenschaft gezogen werden". Sie produzierten "tagtäglich für uns hervorragendste Lebensmittel". Deshalb müsse die Landwirtschaft mitgedacht werden.
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