Jason Arday tot aufgefunden: Cambridge-Professor war 41

Plagiatsvorwürfe und Rücktritt:Jüngster schwarzer Cambridge-Professor Arday tot aufgefunden

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Der vor einer Woche inmitten einer Plagiatsaffäre zurückgetretene Professor Jason Arday der renommierten britischen Universität Cambridge ist tot aufgefunden worden.

Der zurückgetrene Cambridge-Professor Jason Arday.

Jason Arday wurde in London tot aufgefunden. Das teilt die Metropolitan Police mit. Zuvor war er wegen Plagiatsvorwürfen von seinem Posten als Professor der Universität Cambridge zurückgetreten.

15.08.2026 | 0:51 min

Der nach schwerwiegenden Plagiatsvorwürfen zurückgetretene frühere Professor der renommierten Universität Cambridge, Jason Arday, ist Medienberichten zufolge tot aufgefunden worden. Das berichteten am Abend der Sender Sky News sowie die BBC. Die Londoner Metropolitan Police teilte mit, ein 41-jähriger Mann sei am Einsatzort im Südwesten der britischen Hauptstadt für tot erklärt worden.

Polizei sieht keinen Hinweis auf ein Verbrechen

Zum jetzigen Zeitpunkt werde sein Tod als unerwartet eingestuft, es gebe jedoch keinen Grund zu der Annahme, dass ein Verbrechen vorliege, zitierte die Nachrichtenagentur PA die Polizei, die in Großbritannien grundsätzlich keine Namen nennt. Der Fall werde weiter untersucht. Der Rücktritt des Soziologen von seiner Professur in der vergangenen Woche hatte in Großbritannien für große Aufregung gesorgt.

Dies bestätigte in der Nacht auch Ardays Familie, die mit Blick auf die Vorwürfe gegen den 41-Jährigen von Mobbing und Schikane sprach. "Die Desinformationskampagne war einfach zu viel für Jason", hieß es in einer Erklärung, die über seinen Verlag Simon & Schuster veröffentlicht wurde. "Er war ein sanftmütiger Mensch, der in jedem stets das Gute sehen wollte." Die Familie zeigte sich "zutiefst erschüttert über den Verlust dieses wunderbaren Vaters, Partners, Bruders, Onkels und Sohnes."

Frühere Universität sprach Arday von Plagiatsvorwürfen frei

Die "Times" hatte kürzlich mehrere investigative Artikel über Ardays wissenschaftliche Arbeit und sein Privatleben veröffentlicht. In einem Interview mit der Zeitung räumte Arday "Fehler" in seiner wissenschaftlichen Arbeit ein, erklärte jedoch, er werde zu Unrecht "als Lügner, Fantast und wissenschaftlicher Betrüger dargestellt". Zudem sprach er von einer "rassistisch motivierten Kampagne", um ihn aus seinem Amt "zu entfernen".

Plagiatsvorwürfe gegen Arday wurden erstmals im Juli von Nathan Cofnas erhoben, einem US-Wissenschaftler, dessen Forschungszugehörigkeit zu einem Cambridge-College im Jahr 2024 aufgrund von Rassismusvorwürfen beendet wurde. Der Skandal wurde von rechtsgerichteten Zeitungen und Kommentatoren aufgegriffen, die Arday als "Aushängeschild" für Gleichstellungs- und Inklusionsprogramme (DEI) bezeichnet haben.

Eine Untersuchung der John-Moores-Universität in Liverpool, an der Arday seine Doktorarbeit verfasst hatte, hatte ihn im vergangenen Jahr von Plagiatsvorwürfen freigesprochen.

Arday jüngster schwarzer Professor in Cambridge

In seiner Stellungnahme hatte Arday mitgeteilt, der Rücktritt sei "der einzige Weg, dieses Kapitel zu beenden". Dieser solle nicht als "Zustimmung zu den Darstellungen verstanden werden". Nach Angaben der BBC sagte Arday zudem mehrere Veranstaltungen ab. Die Leiterin der Universität Cambridge, Deborah Prentice, hatte zuletzt mitgeteilt, eine Untersuchung rund um Arday werde "unabhängig durch hochrangige Wissenschaftler aus Cambridge und von außerhalb" durchgeführt. Die Universität war aufgrund des Falls stark in die Kritik geraten.

Arday war 2023 zum jüngsten schwarzen Professor in der Geschichte der Uni Cambridge geworden. Eine Professorin der Universität bezeichnete den Fall zuletzt laut der Nachrichtenagentur PA als "Geschenk" für diejenigen, die gegen Vielfalt an Hochschulen vorgehen würden. Ende August sollen die Memoiren des vielfach als Star seines Fachs beschriebenen Soziologen erscheinen.

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Quelle: dpa, AFP
Über das Thema berichtet heute Xpress in dem Beitrag "Früherer Cambridge-Professor tot aufgefunden" am 15.08.2026 um 14:58 Uhr.

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