Waldbrand in Eifel: Löscharbeiten in Hürtgenwald dauern an

Waldbrand in der Eifel:Löscharbeiten in Hürtgenwald dauern an - News im Blog

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Die Feuerwehr kämpft in der Eifel gegen einen heftigen Waldbrand. Ein Ortsteil der Gemeinde Hürtgenwald wurde evakuiert. Alle Entwicklungen im Liveticker.

 Ein Polizeihubschrauber mit Löschwasser-Außenlastbehälter unterstützt die Löscharbeiten beim Waldbrand im Hürtgenwald.

Ein Polizeihubschrauber unterstützt die Löscharbeiten in der Eifel.

Quelle: dpa
Über das Thema berichtete das ZDF am 14.08.2026 in verschiedenen Sendungen, unter anderem im ZDF-Mittagsmagazin ab 12 Uhr und bei ZDFheute live ab 17:15 Uhr.
Wichtige Meldungen

Hürtgenwald: Wetterdienst rechnet nicht mit Regen

In der Eifel können die Einsatzkräfte auch am Samstag nicht mit Regen rechnen. Für Nordrhein-Westfalen sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) keinen flächendeckenden Regen voraus. Laut einer Meteorologin soll der Wind im Laufe des Tages zunehmen und in Richtung Nordwest drehen. Dabei bleibt der Wind aber eher schwach bis mäßig bei Geschwindigkeiten zwischen etwa zwölf bis 28 Kilometer pro Stunde.

Die Hitze könnte wie bereits in den vergangene Tagen den Einsatzkräften wieder einiges abverlangen: Für Nordrhein-Westfalen rechnet der DWD mit Höchstwerten zwischen 29 und 34 Grad. 


Hürtgenwald: Keine Ausbreitung des Brandes in der Nacht

Rund 300 Hektar stehen bei der nordrhein-westfälischen Gemeinde Hürtgenwald in Flammen. In der Nacht konnten die Einsatzkräfte ihre Stellung halten. Der Waldbrand hat sich in der Nacht nicht weiter ausgebreitet. "Unsere Strategie für die Nacht ist aufgegangen", sagte Kreisbrandmeister Karlheinz Eisnar am frühen Morgen. "Wir konnten die Flanken halten." 

Dies sei auch nur dank des Wetters möglich gewesen, führte der Kreisbrandmeister weiter aus. Es sei kaum ein Wind gegangen. Zeitweise soll es sogar komplett windstill gewesen sein. Die Flammen haben demnach noch immer einen Abstand von 150 bis 200 Meter zum Ortsteil Gey.


Löscharbeiten in Hürtgenwald dauern an

In der Eifel kämpfen Hunderte Einsatzkräfte gegen den größten Waldbrand in NRW. Die Feuerwehr rechnet mit tagelangen Löscharbeiten. Auch Panzer der Bundeswehr sind im Einsatz.

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Forstwirtschaftsrat fordert Waldumbau und bessere Früherkennung

Angesichts der zunehmenden Zahl an Bränden fordert der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) gezielten Waldumbau und eine bessere Früherkennung. "Wir müssen in diesem Jahr feststellen, dass Waldbrände häufiger auftreten und inzwischen auch Regionen erreichen, die wir bislang nicht zu den klassischen Waldbrandgebieten Deutschlands gezählt haben", sagte DFWR-Präsident Christian Haase der "Rheinischen Post". 

"Der Klimawandel schreitet schneller voran, als wir lange angenommen haben - und schneller, als sich unsere Waldökosysteme daran anpassen können", führte Haase aus. "Die langfristig wichtigste Antwort lautet deshalb: Waldumbau, Waldumbau, Waldumbau." Nötig seien strukturreiche, mehrschichtige Mischwälder mit einem höheren Laubholzanteil und einer vitalen Naturverjüngung. Die Forstwirtschaft arbeite seit Jahrzehnten am Waldumbau, sagte Haase weiter. "Das Problem ist, dass uns die Geschwindigkeit des Klimawandels bei diesem Generationenprojekt zunehmend unter Druck setzt."


Waldbrand im Hürtgenwald: Der Tag im Video-Überblick

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Im Kreis Düren in NRW ist ein Waldbrand ausgebrochen. Mithilfe von Löschhubschraubern soll das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Erste Anwohner wurden evakuiert.14.08.2026 | 2:21 min

Wichtige Meldung

Löscharbeiten im Hürtgenwald gehen in der Nacht weiter

Hunderte Feuerwehrkräfte kämpfen auch in der Nacht weiter gegen den Waldbrand im Hürtgenwald. Die Feuerwehr stelle sich auf einen tagelangen Einsatz ein, sagte der Sprecher der Feuerwehren im Kreis Düren, Peter Berndgen, der Deutschen Presse-Agentur. Alle zwölf Stunden machten sich rund 500 Feuerwehrleute aus NRW auf den Weg zum Schichtwechsel ins Brandgebiet. Die Einsatzplanung reiche derzeit bis Montag. 

Zwei Bergepanzer der Bundeswehr schlagen nach Angaben Berndgens auch in der Nacht Schneisen im Bereich der evakuierten Ortschaft Gey. Damit soll ein Übergreifen des Feuers möglichst verhindert werden. Mit Einbruch der Dunkelheit habe man die Einsätze der Löschhubschrauber ausgesetzt. In besonders gefährdeten Bereichen sei der Personaleinsatz am Boden fast verdoppelt worden. Auch Wege seien erweitert und Gegenfeuer gelegt worden.

Wie Hitze Rettungskräfte an ihre Belastungsgrenze bringt

Durch die teils extreme Hitze der letzten Wochen steigt auch die Zahl der Rettungseinsätze stark. Notarzt Kalle Heitkötter berichtet über Herausforderungen aus dem Arbeitsalltag.

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Kampf gegen die Flammen: Die Bilder des Tages

Rauschschwaden verdecken den Wald: Der Brand im Hürtgenwald breitet sich hinter der Ortschaft Birgel mit der Pfarrkirche Sankt Martinus aus.
Im Dauereinsatz: Hier belädt ein Hubschrauber der Polizei NRW seine Wassertanks in Großhau auf einem Feld.
Mit Tanklastern füllen die Rettungskräfte die großen Behälter nach, aus denen die Hubschrauber ihr Wasser aufnehmen. Am späten Nachmittag war der Einsatzort so verraucht, dass er verlegt werden musste.
Auch die Bundeswehr ist mit Räumpanzern vor Ort. Sie können Breschen ins Gelände schlagen. Außerdem schützen die gepanzerten Fahrzeuge vor der Weltkriegsmunition, die an vielen Orten im Wald liegt.
Auf der B399 nahe Hürtgenwald-Gey warten Einsatzkräfte auf die nächste Mission. Die Belastung ist hoch, deshalb müssen die Helfer oft aus dem direkten Brandgebiet ausgewechselt werden.

Rauschschwaden verdecken den Wald: Der Brand im Hürtgenwald breitet sich hinter der Ortschaft Birgel mit der Pfarrkirche Sankt Martinus aus.

Quelle: Imago

Wichtige Meldung

Fünf verletzte Einsatzkräfte in Hürtgenwald

Die Löscharbeiten in Hürtgenwald dürften nach laut der örtlichen Feierwehr bis mindestens Montag andauern. Das sagte Peter Berndgen von der Feuerwehr Düren dem WDR. Im Zwölf-Stunden-Rhythmus würden bis zu 600 Einsatzkräfte gewechselt. Ein regelmäßiger Wechsel sei nötig, da die Arbeit vor Ort sehr belastend sei. Für die Feuerwehr seien die Löscharbeiten eine logistische Herausforderung.

Der Kreis Düren teilte mit, dass beim Großbrandt in Hürtgenwald bislang fünf Einsatzkräfte verletzt worden seien.

Eifel: Was ist Stand bei den Evakuierungen?

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In der Nähe der Gemeinde Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen tobt ein großer Waldbrand. Fast 2.000 Menschen mussten am frühen Morgen aus dem Ortsteil Gey evakuiert werden.14.08.2026 | 1:42 min

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ZDF-Reporterin: "Die nächsten Stunden sind entscheidend"

"Gerade ist ziemlich viel Bewegung hier", berichtet ZDF-Reporterin Jenifer Girke aus dem Einsatzgebiet bei Hürtgenwald.

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Rund 300 Hektar Wald stehen in der Nähe der Gemeinde Hürtgenwald in Flammen. ZDF-Reporterin Jenifer Girke berichtet über die Lage vor Ort.14.08.2026 | 1:45 min

Dobrindt: Bilder von Waldbränden in NRW "verheerend"

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat die Bilder der Waldbrände in Nordrhein-Westfalen als "verheerend" bezeichnet und den Einsatz der Helfer gewürdigt. "Alle Einsatzkräfte leisten unter schwierigsten Bedingungen Herausragendes, um die Flammen zu bekämpfen, Menschen zu schützen, Schäden zu begrenzen. Zusätzlich zu Feuerwehren, Landespolizei und Bundeswehr ist die Bundespolizei mit ihrer Fliegerstaffel im Einsatz, das THW hilft bei Logistik und Einsatzkoordinierung." Dobrindt dankte allen Einsatzkräften.


Landkreis Mayen-Koblenz: Landrat dankt freiwilligen Helfern

Trotz vier Verletzten im Laufe des Tages ein erstes vorsichtiges Aufatmen bei Feuerwehr und Anwohnern im Landkreis Mayen-Koblenz. Der Brand auf rund 50 Hektar Fläche ist weitestgehend unter Kontrolle. Landrat Marko Boos und die Einsatzleitung wandten sich auch per Video an Anwohner, die spontan mitgeholfen haben: "Wir sind sehr dankbar für alle, die bereits mit angepackt und die Einsatzkräfte unterstützt haben. Die große Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung ist ein wichtiges Zeichen des Zusammenhalts.", hieß es von der Behörde. Derzeit würden keine weiteren Helfer benötigt, man habe sich Kontaktdaten notiert und würde sich bei Bedarf melden.




Kommunen wollen mehr Geld vom Bund

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) hat wegen der steigenden Waldbrandgefahr mehr Geld von Bund und Ländern für Kommunen gefordert. Die Bedrohungslage durch Waldbrände spitze sich derzeit in mehreren Regionen zu und erfordere einen Paradigmenwechsel bei der Prävention von Bränden, sagte DStGB-Präsident Ralph Spiegler der "Rheinischen Post". "Die Finanzierung dieser Aufgaben übersteigt die Möglichkeiten der Kommunen. Bund und Länder müssen deshalb dauerhaft finanziell unterstützen, denn es ist eine gesamtstaatliche Aufgabe, die Anpassung an den Klimawandel zu meistern."


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Landkreis Mayen-Koblenz: Flammen weitgehend unter Kontrolle

Ein großer Wald- und Wiesenbrand bei Langscheid im Landkreis Mayen-Koblenz ist nach Angaben der Feuerwehr "weitestgehend unter Kontrolle". Momentan werde weiterhin an verschiedenen Feuerfronten gearbeitet, sagte Michael Hartung von der Feuerwehr. Es sei zwar im Großen und Ganzen unter Kontrolle, doch es gebe immer wieder ein Aufflammen und Glutherde. "Wir werden sehr gut unterstützt von Leuten und Landwirten." Ihm sei derzeit kein Szenario bekannt, dass irgendetwas evakuiert werden müsse. Zuvor hatte es Aufforderungen gegeben, dass sich Menschen in den Ortschaften Langenfeld und Arft auf "2-3 Tage außer Haus" vorbereiten sollten.

Waldbrand in der Eifel wohl größter in NRW-Historie

NRW-Landwirtschaftsministerin Gorißen spricht angesichts des Waldbrands im Hürtgenwald von einer Dimension, wie es sie seit Jahrzehnten nicht gegeben habe.

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"Das ist die neue Normalität": Brände heute schwerer zu kontrollieren

Wie unterscheidet sich die Waldbrand-Lage heute von der vor mehreren Jahrzehnten? Der Feuerökologe Johann Georg Goldhammer erklärt bei ZDFheute live: Brände an vielen Orten in Deutschland seien grundsätzlich nicht neu, "nur war die Dürre oder die Hitzewelle nicht so extrem wie jetzt".

"Wenn wir uns die Waldbrandstatistiken anschauen, dann sehen wir eine ganz große Zahl von Bränden auch in den Jahren, wo das Klima noch nicht so extrem im Wandel war", so Goldhammer. "Damals konnten die Feuer immer sehr rasch unter Kontrolle gehalten werden, weil die Umweltbedingungen nicht so extrem trocken und heiß waren wie jetzt."

Unter anderen Rahmendengungen wäre die gleiche Zahl an Bränden wie vor mehreren Jahrzehnten heute schwerer und schwieriger zu kontrollieren. "Das ist die neue Normalität, auf die wir uns einstellen müssen", betonte Goldhammer. Um Orte widerständsfähiger gegen Brände zu machen und Evakuierungen zu minimieren, riet Goldhammer etwa, dass Anwohner an Ortsrandlagen ihre Grundstücke und Gärten so vorbereiten sollten, dass sie nicht so leicht in Entzündung geraten.


ZDFheute live: Flammen kurz vor Hürtgenwald

Die ganze Sendung ZDFheute live zur Lage in Hürtgenwald zum Nachschauen.

 

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Das Dorf Hürtgenwald in der Eifel ist weiter durch einen Waldbrand bedroht. Tausende Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Über die Situation vor Ort berichtet ZDFheute live.14.08.2026 | 31:41 min

Brandbekämpfung trotz Weltkriegsmunition: "500-1000 Meter Mindestabstand"

Im Hürtgenwald liegen große Mengen an Munition aus dem Zweiten Weltkrieg, Explosionen von Blindgängern gefährden die Einsatzkräfte. Der Feuerökologe Johann Georg Goldammer erklärt bei ZDFheute live, was das für die Löscharbeiten heißt: "Hier gelten ganz klare Regeln: In dem Moment, wo keine geschützte Technik vorhanden ist, wie gepanzerte Fahrzeuge, dann gilt der Mindestabstand von 500, bzw. in besonders schwierigen Situationen von 1.000 Metern."

Diese Abstände gelten auch für eingesetzte Flugzeuge und Helikopter. Es gebe spezielle Unternehmen, die gepanzerte Einsatztechnik und Fahrzeuge vorrätig halten, berichtet der Experte.


Experte: "Deutschland muss sich auf mehr Waldbrände vorbereiten"

Die Waldbrandrisiko in Deutschland bleibt hoch. Brandexperte Pronto warnt im ZDF vor einer zunehmenden Gefahr und erklärt, wie sich Wälder und Häuser besser schützen lassen.

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Über das Thema berichtete das ZDF am 14.08.2026 in verschiedenen Sendungen, unter anderem im ZDF-Mittagsmagazin ab 12 Uhr und bei ZDFheute live ab 17:15 Uhr.