Großer Waldbrand in der Eifel:Löscharbeiten in Hürtgenwald dauern an
In der Eifel kämpfen Hunderte Einsatzkräfte gegen den größten Waldbrand in NRW. Die Feuerwehr rechnet mit tagelangen Löscharbeiten. Auch Panzer der Bundeswehr sind im Einsatz.
Pionierpanzer der Bundeswehr wurden in der Nacht in das Einsatzgebiet gebracht.
Quelle: dpaHunderte Feuerwehrkräfte kämpfen bei Hürtgenwald in der Eifel weiter gegen den großen Waldbrand. In der Nacht wurde in besonders gefährdeten Bereichen der Personaleinsatz am Boden fast verdoppelt, wie der Sprecher der Feuerwehren im Kreis Düren, Peter Berndgen, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Viele zusätzliche Löschzüge wurden in diese Bereiche geführt.
Im Fokus steht die am frühen Freitagmorgen evakuierte Ortschaft Gey, deren rund 2.000 Bewohnerinnen und Bewohner bei Verwandten und Freunden unterkamen. Zwei Bergepanzer der Bundeswehr schlugen nach Angaben Berndgens auch in der Nacht Schneisen im Bereich des Ortsteils. Damit sollte ein Übergreifen des Feuers möglichst verhindert werden.
In der Nähe der Gemeinde Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen tobt ein großer Waldbrand. Fast 2.000 Menschen mussten am frühen Morgen aus dem Ortsteil Gey evakuiert werden.
14.08.2026 | 1:42 minTagelanger Einsatz erwartet
Die Feuerwehr stelle sich auf einen tagelangen Einsatz ein, sagte Berndgen. Alle zwölf Stunden machten sich rund 500 Einsatzkräfte aus Nordrhein-Westfalen (NRW) auf den Weg zum Schichtwechsel ins Brandgebiet. Die Einsatzplanung reiche derzeit bis Montag.
Der Einsatz der Löschhubschrauber soll bei Tageslicht wieder aufgenommen werden. Mit Einbruch der Dunkelheit mussten die Helikopter am Boden bleiben. Heute Nachmittag will sich auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) vor Ort ein Bild von der Lage im Brandgebiet machen.
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Der Waldbrand ist nach Einschätzung der Landesregierung wohl der größte in der Geschichte von Nordrhein-Westfalen. NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (CDU) ging bei einem Besuch der Einsatzkräfte von einer betroffenen Fläche von 200 Hektar bis 300 Hektar aus.
Der Waldbrand bei Hürtengwald wütet weiter. Hitze, Trockenheit und Wind erschweren den Einsatz, sagt ZDF-Reporterin Jenifer Girke. Weitere Ortsteile bereiten sich auf Evakuierungen vor.
14.08.2026 | 7:00 minMehrere Feuerwehrleute verletzt
Bei dem großen Waldbrand gab es bislang fünf Verletzte. Eine ältere Person habe Herzprobleme bei der Evakuierung bekommen, sagte der Dürener Landrat Ralf Nolten (CDU) der dpa. Außerdem seien vier Einsatzkräfte leicht verletzt worden. Darunter seien eine Schnittverletzung und Kreislaufprobleme.
Die Löscharbeiten werden durch Weltkriegsmunition auf dem Gelände erschwert. Der Hürtgenwald war 1944 und 1945 Schauplatz schwerer Kämpfe zwischen deutschen und US-amerikanischen Truppen. Hürtgenwald liegt im Westen Nordrhein-Westfalens nahe der belgischen Grenze und hat knapp 9.000 Einwohner.
Aufgrund eines Waldbrandes musste am frühen Morgen ein Ortsteil der Gemeinde Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen evakuiert werden. Zwischenzeitlich standen etwa 300 Hektar Wald in Flammen.
14.08.2026 | 1:30 minBundeswehr und Bundesländer helfen
In Zusammenhang mit mehreren aktuellen Waldbränden in NRW übernahm das Landesinnenministerium die Koordinierung. Die sogenannte Koordinierungsgruppe des Krisenstabs der Landesregierung wurde aktiviert. Sie koordiniert auch die Verfügbarkeit der Einsatzkräfte und Spezialgeräte.
Neben Hubschraubern der NRW-Polizei waren auch Helikopter aus Hessen und Rheinland-Pfalz sowie der Bundespolizei und Bundeswehr zur Brandbekämpfung im Einsatz.
NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) und Gorißen appellierten an die Bevölkerung, Wälder derzeit nicht zu betreten. "Brände können sich rasant schnell ausbreiten und Fluchtwege abschneiden", mahnten sie.
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