Training Künstlicher Intelligenz:Google kauft Daten gescheiterter US-Fluggesellschaft
Interne Chats gescheiterter Start-ups sind im Silicon Valley begehrt zum Training von KI-Systemen. Google kauft nun sogar Daten einer ganzen Fluggesellschaft.
Google trainiert seine KI-Systeme mit riesigen Datenmengen.
Quelle: epaGoogle hat sich zum Training Künstlicher Intelligenz ein riesiges Datenpaket des pleitegegangenen US-Billigfliegers Spirit Airlines gesichert.
Für ein Gebot von zehn Millionen Dollar (8,6 Millionen Euro) ersteigerte der Tech-Riese in einer Auktion unter anderem rund 100 Millionen E-Mails sowie 500 Millionen Unterhaltungen über die Messaging-Plattform Microsoft Teams, wie aus Unterlagen im Insolvenzverfahren hervorgeht.
Ein neues Feature im Kartendienst Google Earth erleichtert die KI-Manipulation von Satellitenfotos - so lassen sich etwa falsche Bombenkrater einzeichnen. Experten warnen vor gefährlichen Folgen.
31.07.2026 | 1:15 minKI soll aus echten Abläufen lernen
Google betonte, dass vor der Übergabe der Daten alle personenbezogenen Informationen von einem weiteren Unternehmen entfernt werden sollen. Der Datensatz könne helfen, "unsere Produkte und KI-Modelle zu verbessern", hieß es in einer Stellungnahme beim Finanzdienst Bloomberg. Zu dem Paket gehören auch Software sowie Daten zur Preisgestaltung.
Der Kauf passt zu in jüngster Zeit bekanntgewordenen Versuchen von KI-Firmen, firmeninterne Kommunikation etwa gescheiterter Start-ups zum Training Künstlicher Intelligenz zu erwerben. Die Idee dabei ist unter anderem, zur Verbesserung der KI reale Abläufe in Unternehmen zu simulieren. Unterlegener Bieter bei der Spirit-Auktion war die KI-Firma Mercor mit einem Gebot von 7,5 Millionen Dollar.
Eine KI-Software von Meta hat sich bei einem Sicherheitstest in ein anderes Unternehmen gehackt. Meta zufolge hatte das KI-Modell durch eine falsche Einstellung Zugang zum Internet.
06.08.2026 | 0:26 minBilligflieger im zweiten Insolvenzverfahren binnen zwölf Monaten
Spirit Airlines hatte Anfang Mai den Betrieb eingestellt. Seit August vergangenen Jahres war der Billigflieger bereits im zweiten Insolvenzverfahren binnen weniger als zwölf Monaten.
Ursprünglich wollte die Airline es im Sommer mit niedrigeren Schulden verlassen. Doch dann wurden diese Pläne durch die im Krieg in Iran stark gestiegenen Kerosinpreise torpediert. Der "plötzliche und anhaltende" Anstieg habe keinen anderen Weg gelassen, als den Betrieb einzustellen, betonte Spirit-Chef Dave Davis.
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