Waldbrand in Belgien: 3.000 Hektar im Hohen Venn zerstört

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Monschau bleibt vorerst verschont:Waldbrand in Belgien: 3.000 Hektar im Hohen Venn zerstört

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In der Eifel ist der Waldbrand vorerst unter Kontrolle, in Belgien bleibt die Lage jedoch angespannt. Auch viele deutsche Einsatzkräfte helfen. Alle Entwicklungen im Liveblog.

Waldbrand im Hohen Venn

Feuerwehrleute im Naturschutzgebiet Hohes Venn nahe der deutschen Grenze.

Quelle: dpa

  • Im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn nahe der Grenze zu Deutschland brennt es seit Freitag. 3.000 Hektar Wald wurden bisher vernichtet.
  • In der nordrhein-westfälischen Stadt Monschau wurden zwei Straßenzüge mit etwa 30 Bewohnern vorsorglich evakuiert.
  • Die Löscharbeiten gestalten sich schwierig, weil es sich bei dem Gebiet um ein trockenes Hochmoor handelt, das auch metertief unter der Erdoberfläche brennt.
  • Regen und günstigerer Wind haben die Situation am Montag etwas entspannt.
  • Es brennt auch in vielen Waldgebieten in Deutschland, etwa im Hürtgenwald in der Eifel. Dort ist die Lage inzwischen unter Kontrolle.

Über dieses Thema berichteten verschiedene Sendungen, etwa das heute journal am 17.08.2026 ab 21:45 Uhr sowie das ZDF-Morgenmagazin am 18.08.2026 ab 5:30 Uhr.
Wichtige Meldungen

Feuerwehr-Gewerkschaft: Vorarbeit für kommende Waldbrände nötig

Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft hat angesichts der zunehmenden Waldbrände eine bessere Ausstattung der Einsatzkräfte angemahnt. "Wir brauchen bessere Ausrüstung, wir brauchen aber auch bessere Maßnahmen im Vorfeld, einen vorbeugenden Brandschutz für Waldbrände", sagte der Gewerkschafts-Vorsitzende Siegfried Maier im ZDF-Morgenmagazin. Die persönliche Schutzausrüstung der Einsatzkräfte müsse leichter werden. Wichtig seien auch geländegängige Fahrzeuge. 

Waldbrände müssten zudem "planerisch, strategisch bedacht" werden, betonte Maier. "Die Schneisen, die jetzt geschlagen werden müssen, mit großem Aufwand, könnten im Vorfeld schon angelegt werden". Eine ausreichende Wasserversorgung könne derzeit nur sichergestellt werden, "weil Menschen aus dem landwirtschaftlichen Bereich uns hier massiv helfen", sagte der Gewerkschafts-Vorsitzende. "Die Wasserförderung vor Ort am Brandgeschehen, die Lieferung von Wasser, solche Dinge müssten mit Depots angelegt werden."

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"Wir müssen uns besser vorbereiten", fordert Feuerwehr-Gewerkschaftschef Siegfried Maier. Nötig seien mehr Budget, angepasste Ausrüstung und bessere Organisation von haupt- und ehrenamtlichen Kräften.18.08.2026 | 5:06 min

Wichtige Meldung

ZDF-Reporter: "Im Nordosten brennt es weiterhin unkontrolliert"

300 Einsatzkräfte sind in der Nacht im Hohen Venn unterwegs gewesen, berichtet ZDF-Reporter Carsten Thurau aus der Einsatzzentrale in Belgien. Große Sorge bereite der Feuerwehr vor allen Dingen der Nordosten des Brandgebiets. "Dort brennt es weiterhin unkontrolliert, 2,3 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt", sagte er im ZDF-Morgenmagazin. Die Einsatzkräfte hätten versucht, mit Baggern eine Schneise zu schlagen, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. Es sei "eine Sache", wenn der Boden brenne, so Thurau, "aber wenn die Fichten in 15 Metern Höhe anfangen zu brennen, ist man nahezu machtlos". Für heute sei der Plan, "das Feuer komplett zu umschließen und ein Ausbreiten zu verhindern". 

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Einsatzkräfte aus Belgien und Deutschland kämpfen gegen den Brand. Der angekündigte starke Wind "würde die Arbeit deutlich erschweren", berichtet ZDF-Reporter Carsten Thurau.18.08.2026 | 2:53 min
Wichtige Meldung

Löscharbeiten bei Tagesanbruch wieder verstärkt

Mit dem Tageslicht werden die Löscharbeiten im Hohen Venn wieder verstärkt. Unterstützt von leichtem Nieselregen bekämpfen die Einsatzkräfte am Morgen weiter die Flammen. Auch die Hubschrauber sollen nun wieder fliegen.

Im Laufe des Tages sollte sich nach den Vorhersagen der Regen intensivieren, sagte der Stellvertreter der Bürgermeisterin von Monschau, Franz-Karl Boden.  Anders als am Vortag befürchtet, gebe es bisher keinen ungünstigen West- oder Südwestwind, der das Feuer in Richtung deutsche Grenze treiben könnte, sagte Boden. Dann könnten auch Hubschrauber wieder eingesetzt werden. 

Bürgermeisterin von Monschau: Belastende Situation für Bewohner

In Monschau mussten die von der Evakuierung betroffenen etwa 30 Menschen bereits die zweite Nacht außerhalb ihrer Häuser und Wohnungen verbringen. Für sie sei die Situation besonders belastend, sagte Bürgermeisterin Carmen Krämer. Auch die Feuerwehr sei seit Freitag "körperlich wie mental stark gefordert". An der Sicherheitslage habe sich auch durch den Regen zunächst nichts geändert. Die Bewohner würden "unverzüglich" informiert, sobald sie in ihre Häuser zurückkehren könnten, versprach sie.


Waldbrand bei Schramberg: Nachlöscharbeiten laufen

Nach dem Brand in einem Waldgebiet bei Schramberg im baden-württembergischen Landkreis Rottweil ist erneut ein Glutnest aufgeflammt. Die Feuerwehr sei mit 10 bis 15 Einsatzkräften zum Brandort unterwegs, wie ein Sprecher der Feuerwehr Schramberg am frühen Morgen sagte. Es handele sich dabei um Nachlöscharbeiten, wie sie nach einem solchen Feuer die Regel seien. Auch in den kommenden Tagen werde man das Gebiet in Zusammenarbeit mit der Polizei weiter beobachten und bei Bedarf eingreifen. Das Feuer war am späten Sonntagnachmittag ausgebrochen, es brannten zwischenzeitlich rund zehn bis zwölf Hektar Waldfläche.


Leichte Entspannung im Hohen Venn

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Der Waldbrand im Naturschutzgebiet Hohes Venn in Belgien ist bisher nicht weiter auf die deutsche Grenze vorgerückt. Die Lage ist statisch, doch noch gibt es keine Entwarnung. 17.08.2026 | 2:25 min

Feuerwehr war ganze Nacht im Einsatz

Die Feuerwehr ist weiterhin rund um die Uhr im Einsatz. In der Nacht hätten die Einsatzkräfte daran gearbeitet, Bereiche freizuhalten, aus denen sie am Tag wieder löschen können. Teile des betroffenen Gebiets sind für die Einsatzkräfte kaum zugänglich. 

Die Brandlinie war nach Angaben der Feuerwehr Monschau am Montagabend rund 2,3 Kilometer von der deutschen Landesgrenze entfernt. In mehreren Schichten waren demnach insgesamt 240 deutsche Einsatzkräfte von Feuerwehren, Technischem Hilfswerk, Rettungsdiensten und Polizei im Einsatz. 


Belgiens Innenminister: Feuer unberechenbar

Nach Angaben des belgischen Innenministers Bernard Quintin haben günstige Wetterbedingungen die Ausbreitung des Brandes am Montag stark verlangsamt. Allerdings sei das Feuer unberechenbar, sagt er laut der Nachrichtenagentur Belga. Selbst wenn es unter Kontrolle gebracht worden sei, müsse man das Gebiet unter Wasser setzen, um ein erneutes Aufflammen zu vermeiden. Die Nachlöscharbeiten dürften demnach Wochen dauern.


Wichtige Meldung

Kampf gegen Waldbrand geht weiter - mehr Regen erwartet

Im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn dauert der Kampf gegen die verheerenden Flächenbrände an. Beteiligt sind auch deutsche Einsatzkräfte, die von der Eifelstadt Monschau aus agieren.

Ein besonderes Augenmerk hat die Feuerwehr auf das Wetter. Wegen der erwarteten starken Winde und Böen aus Südwest bereitet sich die Feuerwehr nach den Worten des Monschauer Einsatzleiters Philipp Krüger nun auf eine "ganz neue Lage" vor. Zugleich erwartet der Deutsche Wetterdienst für Monschau heute mehr Regen als gestern.

So hat sich der Waldbrand im Hohen Venn entwickelt

Sie wollen wissen, was bisher geschehen ist? Lesen Sie hier den Liveblog vom Montag.

Zum Beitrag

Quelle: ZDF, AFP, AP, dpa, epd, KNA, Reuters
Über dieses Thema berichteten verschiedene Sendungen, etwa das heute journal am 17.08.2026 ab 21:45 Uhr sowie das ZDF-Morgenmagazin am 18.08.2026 ab 5:30 Uhr.

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