Update am Abend:Attacke in München, Antwort aus Moskau und die Macht El Niños
von Nicola Frowein
Guten Abend,
Jänschwalde, Bergheim, jetzt München: Anschläge auf kritische Infrastruktur und Unternehmen häufen sich. Auch wenn mögliche Zusammenhänge alles andere als klar sind - es macht sich Unruhe breit. Unterdessen hat Moskau als Antwort auf die Vorwürfe aus Deutschland erstmal alle Goethe-Institute im Land dicht gemacht. Und die Vereinten Nationen warnen: Das Klimaphänomen El Niño könnte sich diesmal selbst übertreffen.
Brandattacke in München
- Das ist passiert: In München wurden Brandsätze auf eine Baustelle geworfen. Das LKA geht von einem versuchten Anschlag auf ein Rüstungsunternehmen aus. Größere Schäden gab es nicht, zwei Tatverdächtige wurden festgenommen.
- Das ist der Hintergrund: Sabotage und Attacken auf kritische Infrastruktur oder Unternehmen nehmen nach Einschätzung der deutschen Sicherheitsbehörden zu. Auch in München gehen die Ermittler von einem mutmaßlich politischen Motiv aus, das bestätigte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Die Baustelle befindet sich laut LKA vor einem Gebäude, indem mehrere Rüstungsunternehmen ansässig sind.
- Das sagt meine Kollegin in München: ZDF-Korrespondentin Jutta Sonnewald berichtet, dass in dem Münchener Gebäudekomplex des Rüstungsunternehmens Rohde&Schwarz auch andere Rüstungsunternehmen ansässig sind. Gegenüber befinde sich zudem der Hauptsitz des Rüstungsunternehmens Helsing. Sollte das LKA bei seinen Ermittlungen zu dem Schluss kommen, dass es sich hier tatsächlich "um einen gezielten politisch motivierten Anschlag gegen eine Rüstungsfirma" handle, "könnte das eine neue Bedrohungslage für Rüstungsfirmen und Defence Tech Startups in Bayern und ganz Deutschland bedeuten", sagt Sonnewald. Schließlich sei die Branche seit Beginn des Ukraine-Krieges zunehmend Ziel hybrider Angriffe.
ZDF heute in Deutschland, 03.09.2026, 14:00 Uhr
03.09.2026 | 1:46 minMoskau schließt Niederlassungen des Goethe-Instituts
- Das ist passiert: Der Kreml lässt die drei Goethe-Institute in Russland schließen. Damit reagiere Moskau auf die angekündigte Schließung des Russischen Hauses in Berlin, sagte Außenminister Sergej Lawrow.
- Das ist der Hintergrund: Die Schließung des Russland-Hauses gehört zu den Maßnahmen, die Berlin als Reaktion auf den Fund einer Sprengstoff-Drohne am Leipziger Flughafen beschlossen hatte. Die Bundesregierung macht Russland für den versuchten Anschlag verantwortlich. Präsident Wladimir Putin nannte die angekündigten Sanktionen einen "schweren Fehler", das Außenministerium in Moskau sprach von "antirussischen Entscheidungen" und bestellte den Geschäftsträger der Deutschen Botschaft in Moskau ein.
- Das sagt mein Kollege in Russland: ZDF-Korrespondent Felix Klauser, der aktuell vom Wirtschaftsforum in Wladiwostock berichtet, nimmt in Russland eine "deutlich aufgeheiztere Stimmung" wahr, als das nach vergangenen Sanktionen der Fall gewesen sei. Angesichts dessen sei es "eine eher milde Reaktion", sollte es bei der Schließung der Goethe-Institute bleiben. "Es dürften wohl noch weitere Reaktionen Russlands folgen", sagt Klauser.
- Noch mehr dazu: Hängt Europas Kurs gegen Putin am Ende an Trump?
ZDF auslandsjournal, 02.09.2026, 12:00 UHr
02.09.2026 | 61:19 minWMO warnt vor stärkstem aufgezeichneten El Niño
- Das ist passiert: Der aktuelle El Niño könnte alle Rekorde sprengen. Davon geht die WMO aus, die Weltorganisation für Meteorologie der Vereinten Nationen. Es drohen plötzliche Überschwemmungen oder Dürren, extreme Hitze oder große Kälte.
- Das ist der Hintergrund: WMO-Generalsekretärin Celeste Saulo betont, dass die verheerenden Folgen durch das El-Niño-Phänomen noch stärker würden. Eine "außergewöhnlich hohe Wahrscheinlichkeit von nahezu 100 Prozent" in den Prognosen zeige zudem, dass El Niño bis Februar 2027 anhalten werde.
- Das sagen Klimaexperten meinen Kollegen: Vor allem in Regionen unmittelbar am Pazifik sowie in Afrika sei Extremwetter zu erwarten, sagt Meteorologe Andreas Fink bei ZDFheute live. Das derzeitige El-Niño-Phänomen sei "mit sehr großer Wahrscheinlichkeit" das stärkste dieser Art in der aktuellen Beobachtungsperiode, also seit mindestens 150 Jahren. Klimaforscher Anders Levermann erklärte im ZDF Morgenmagazin, El Niño sei zwar ein natürliches Wetterphänomen, werde aber durch die Erderwärmung heftiger, weil mehr Energie ins System gelange. Bei El Niño komme diese Energie "wieder hoch und dadurch wird es nochmal extra schlimm". Levermann empfiehlt Politik und Gesellschaft: "Unbedingt CO2 reduzieren."
- Mehr dazu:Was sich vorhersagen lässt - und was nicht
ZDFheute live, 03.09.2026, 13:00 Uhr
03.09.2026 | 25:11 minZDFheute Update am Abend:Die Nachrichten des Tages kompakt zum Feierabend
Keine Zeit für endlose Nachrichtenfeeds? Der Newsletter bündelt die wichtigsten Themen, Hintergründe und Analysen in fünf Minuten Lesezeit von Montag bis Freitag.Grafik des Tages
Quelle: ZDF
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ZDF sportstudio, 03.09.2026. 17:00 Uhr
03.09.2026 | 16:23 min
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Mit den Linken wollen sie nicht (Unvereinbarkeitsbeschluss), mit den Rechten können sie nicht (Brandmauer). Kurz vor der Wahl in Sachsen-Anhalt steckt die CDU im Dilemma. Aber die gibt sich bis zum Schluss optimistisch (ZDF frontal, Dokumentation, 16 Minuten).
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02.09.2026 | 37:05 minRezept des Tages: Maultaschen mit Kabeljau-Spinat-Füllung
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